Snowboard Boot Size - Wie misst und findet man die richtige Größe?

  • Update vom 18.01.24


    Momentan bin ich - mal wieder - dabei, neue Snowboard-Boots zu kaufen. Aus diesem Anlass schreibe ich heute ein Update zu meiner Frage vom 17.03.2018. Meine damalige Ursprungsfrage lasse ich euch unverändert stehen. Inzwischen weiß ich, dass Snowboard-Boots nicht unterschiedlich „ausfallen“ und man bei den Größenangaben der Hersteller auch nicht viel umrechnen muss. Alles was man machen muss, ist vernünftig messen und zwar in Mondopoint. Mondopoint (MP) ist die Fußlänge in Zentimetern und Millimetern. Da das metrische System überall auf der Welt und für alle Hersteller gleich ist, gibt es dabei auch keine Umrechnungsschwierigkeiten oder sonstige Konvertierungsprobleme. Um die Füße zu vermessen, gibt es im Store einen sogenannten „Feet Measurer“ gelegentlich nach dem Erfinder auch „Brannock Device“ genannt. Hier seht ihr meine Füße im Messgerät von K2. Ich trage bei der Messung meine ultradünnen CEP Socken, mit denen ich meine Snowboardboots später nutzen möchte.



    Mit anderen Messgeräten komme ich auf den exakt gleichen Wert. Hier stehen meine Füße zum Vergleich in einem Messgerät von Salomon:



    Diese Messung ist für den Kauf eines neuen Snowboard-Boots entscheidend. Warum diese Messung so wichtig ist, wird man bei der späteren Anprobe des Boots noch sehen, denn der passende Boot fällt nicht aus dem Karton. Man muss messen und der Messung vertrauen. Was bei der Anprobe noch nicht passt, wird anschließend noch passend gemacht. Zu dieser Anpassung schreibe ich später und an anderer Stelle vielleicht mehr…


    Falls ihr keines dieser Messgeräte habt, könnt ihr die Füße auch mit haushaltsüblichen Hilfsmitteln vermessen. Wie man das macht, hat unser Forenkollege nitrofoska in nachfolgender Anleitung sehr gut und ausführlich beschrieben.


    Welche Snowboard-Boots passen zu mir?


    *********** Hier meine ursprüngliche Frage**********


    Hallo,
    sicherlich habt ihr auch schon die Erfahrung gemacht, dass die richtige Schuhgröße und eine gute Passform gerade bei Snowboardboots sehr wichtig sind. Leider stellt man beim Bootkauf fest, dass die Schuhe unterschiedlich ausfallen und man im Snowboard Boot plötzlich eine ganz andere Schuhgröße hat, als im Straßenschuh. Wie kann das sein? Ich glaube, dass die Schuhgrößen bei der Entwicklung der Schuhe beispielsweise nach dem im Herkunftsland üblichen Maß-System entwickelt werden. Um den Boot dann auch in den Größensystemen anderer Märkte auszeichnen und vermarkten zu können, werden die Größen umgerechnet. Dabei kann es zu Rundungs- und Übertragungsfehlern kommen.


    Eine sehr guter Einstieg in das Thema Messen und Umrechnen von Schuhgrößen bei Snowboardboots bietet diese Website.



    Der Slider zeigt recht gut, wie unterschiedlich die Sprünge sind. Ich hoffe, der "Bootseizer" ist auch Euch eine gute Orientierung bei der Suche nach der richtigen Boot-Größe. Ich fand das Tool sehr hilfreich und wollte es Euch daher nicht vorenthalten. :thumbup:


    Und so fallen die von mir probierten Schuhe aus:


    2018 Thirtytwo: Tatsächlich mindestens eine Nummer (EU) kleiner als erwartet
    2018 Salomon: Ziemlich identisch mit der Größenerwartung (EU)
    2018 ...
    To be continued...


    (Vielleicht könntet Ihr Eure Erfahrungen bei der Boot-Anprobe in ähnlicher Form ergänzen. Wichtig wäre dabei, immer mindestens die Marke und das Modelljahr festzuhalten, da ich festgestellt habe, dass es auch von Saison zu Saison zu Größensprüngen kommen kann. D.h. ein Schuh der Marke XY kann in der Folgesaison plötzlich anders ausfallen.)

  • Wäre cool, wenn man mal ausführlichere Infos zu Boots hätte. Für Boards gibts ja schon einen tollen sticky.


    Zu den Schuhgrößen: Das Problem hat man aber auch bei Straßenschuhen: Beispiel aus meiner Erfahrung:
    Chucks 46-46,5
    5.10, Asics: 47
    Nike Free: 47,5


    Die Frage ist auch, was man mit Schuhgröße meint: Länge? auch breite? Das Verhältnis muss für einen persönlich stimmen. Der eine hat kurze breite Füße, der andere schmale Lange. Soweit ich das bisher durch googeln in Erfahrung gebracht habe, gibt es da große Unterschiede zwischen den Marken.


    Bin gerade selber am rumprobieren. Kann bestätigen das Salomon Faction 46 und 47 mir beide gut passen (glaube ich jedenfalls, als unerfahrener käufer). Ich hab schmale Füße. 46 drückt leicht an der kleinen Zehe. :D


    update:
    Trage jetzt Thirtytwo 86 FT in US 12, UK 11, EU 45,5 (meine Fußlänge: ca 29cm). Die drücken nicht mehr seitlich an den kleinen Zehen und sind generell etwas bequemer. Ferse sitzt auch fest. Die Salomon waren für mich also vorne eher etwas zu schmal.

    2 Mal editiert, zuletzt von Nawol ()

  • Morgen,
    Bitte bedenken dass nichts über Anprobieren geht und es sich um individuelle Empfindungen habendelt


    Schuhgröße 47-48 in Privaten Schuhen, je Hersteller
    Fuß gemessen (Barfuß) 30,5cm / eher Breit


    Verwendeter Boot Deeluxe ID6.3 Mondo 31 / EU 47
    Gesamtlänge Außen ca 35cm


    Nicht wundern das Jemand mit 47-48 auch Boots getestet hat mit EU46
    da ich nach der Mondogröße 31 geschaut habe, dauerte es etwas bis ich verstanden habe dass bei Jedem Hersteller für Mondo 31 eine andere EU Größe angegeben ist


    getesteten Schuhe
    Burton Ruler Mondo 31 /EU 46 zu klein-vorne/ Gesamtlänge Außen ca 33cm
    Burton Ruler Mondo 32/EU 47 zu klein-vorne/Gesamtlänge Außen ca 34 cm
    Burton ION Mondo 31/ EU 46 zu klein-vorne/ Gesamtlänge Außen ca 33,5 cm
    Burton ION Mondo 32/ EU 47 zu schmal Breite/Gesamtlänge Außen ca. 34,5


    Empfunden fallen Burton Boots sehr klein aus und das Fußbett unterscheidet sich


    Nitro Team TLS Mondo 31/ EU 46 2/3 zu klein-vorne/ Gesamtlänge Außen ca 33,5 cm
    Nitro Team TLS Mondo 32/EU 47 1/3 Fersenspiel zu groß/Gesamtaußenlänge ca.34,5 cm


    Nitrogrößen scheinen recht normal zu sein


    Salomonboots passen in Mondo 31/ EU 46,5 nicht und werden nicht Größer angeboten
    Außenlänge ca 33,5 cm

  • sicher das ihr richtig messt?
    ich hab seit jahren US13 eu47 burtons (driver x, ION und SLX)
    und die sind eher nen milimeter kürzer geworden


    aktuell bei mir (2 jahre alt) der SLX mit 32,9
    früher der Ion mit 33,0
    und ihr schreibt jetzt 34,5?


    und dazu noch das der billige schuh kürzer sein soll als der hochpreisige?

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  • Zu den Schuhgrößen: Das Problem hat man aber auch bei Straßenschuhen: Beispiel aus meiner Erfahrung: Chucks 46-46,5
    [...]
    Die Frage ist auch, was man mit Schuhgröße meint: Länge?

    Ich denke, genau darum sollte es hier gehen, nämlich um Eure jeweiligen Erfahrungen mit der Schuhlänge. Insbesondere den Online-Käufer eines Snowboard-Boots interessiert doch wie sich die objektiv gemessene Länge des Fußes in Millimetern zu den jeweiligen Größenangaben des Boot-Herstellers verhält. Fällt der Schuh sehr groß, passend oder etwas klein aus.


    Jede Mutti weiß beispielsweise, dass Converse Chucks groß ausfallen. Weiß sie es nicht, kann sie es immerhin ganz leicht per Internetsuche herausfinden. Etwas ähnliches denke ich, wäre auch für Snowboardschuhe hilfreich, vor allem dann, wenn man gezwungen ist, sich die Boots online zu bestellen, um diese dann zu Hause zu probieren.


    Ich weiß nur noch nicht, wie man das hier für den Hilfesuchenden übersichtlich aufbereiten kann. Vielleicht in Tabellenform?


    Modelljahr... Marke... Modell... Fuß in mm probierte Schuhgröße Fazit (fällt... aus)
    2017/2018 ... passend
    klein
    sehr groß


    Anregung: Die Tabelle könnte man sich kopieren!


    Was die Breite des Schuhs betrifft, weiß ich noch nicht wie man das abbilden kann. Die wenigsten Hersteller machen dazu Angaben. Nur wenige Hersteller bieten Schuhe in Wide an. Das Messsystem für Schuhweiten E, EE, D und DD ist weitgehend unbekannt.

  • Die Idee in Ehren...aber angesichts der Fülle an Bootmodellen, die sich noch dazu jedes Jahr etwas ändern...das ist ein Sisyphos Arbeit.


    Was man machen kann: die einzelnen Hersteller grob klassifizieren...bspw. das Burton eher etwas kleiner ausfällt. Aber selbst da gehen die Meinungen wahrscheinlich auseinander...


    es muss jedem klar sein, dass er sich die Größentabellen vor dem Kauf anschauen muss und im Zweifelsfall damit rechnen muss, dass er den SChuh zurückschicken muss, falls er nicht der angegebenen Größe entspricht oder sonst nicht passt. Im Laden heißt es eben: testen testen testen.

  • Schuhpassgenauigkeit kann man einfach objektiv nicht wirklich messen, dazu die Fußformen sowie das subjektive Druckempfinden sehr unterschiedlich sind.


    Der eine muss auf Press in einen harten Schuh geschossen werden und empfindet das dann als perfekt passen, ein anderer behauptet, dass er den Schuh lieber ne Nummer größer trägt, damit er über die Festigkeit der Schnürung Einfluss auf den Flex hat.



    Meine Erfahrung mit sensiblen Füßen und Laufschuhen ist einfach, dass man sich bei der Suche bemühen muss und viel Probieren muss. Natürlich macht man hier und da mal einen Fehlkauf, aber wenn man dann seine Marke gefunden hat, weiß man haben möchte und sollte dann das große Probieren einstellen.

  • Ich möchte mich zu diesem Thema noch einmal zu Wort melden. Mehrere Boot-Käufe und fast 7 Jahre später bin ich um einige Erfahrungen reicher. Deshalb habe ich heute meinen Eingangspost editiert und meine aktuelle Herangehensweise an den Kauf eines neuen Snowboard-Boots und meine Erfahrungen zur Wahl der passenden Schuh-Größe ergänzt. Schaut dazu bitte in Post #1.


    Meine damalige Irritation und damit auch der Grund meiner Frage im Forum wird gewesen sein, dass mir bei der Anprobe der neuen Boots MP27 viel zu klein vorkame - und dass obwohl ich zuvor jahrelang super passende Boots in MP27 getragen hatte. Hier ein Bild des Größenetiketts aus meinen alten Flow-Boots aus den 90ern.



    Diese alten Boots hatten noch keinen separaten Innenschuh (Liner) und waren auch noch nicht heat-moldable. Als ich damals (2018) erstmals „moderne“ thermoformbare Boots in MP27 anprobiert habe, hatte ich den Eindruck, dass diese viel zu klein bzw. zu kurz ausfallen, weil der Zeh vorne unangenehm gegen den Liner drückte. Ich dachte mir, mit diesen Schuhen kann ich unmöglich fahren. Ich habe mich daher nicht zu letzt auch unter Anleitung des Verkäufers gegen MP27 und für MP28 entschieden - ein Fehler wie sich später herausstellen sollte. Die Boots weiten sich schon nach wenigen Tagen und man steht mit losen Schuhen da, die einem keinen anständigen Support mehr bieten.


    Mein Fazit: Passende Boots fallen nicht aus dem Karton! Bei der normalen Anprobe erscheinen selbst perfekt dimensionierte Boots alle ausnahmslos zu kurz! Deshalb empfiehlt der Hersteller, die Schuhe anzupassen. „Heat mold at your local shop.“ Dieser Satz steht auf einer Art Beipackzettel, der in meinen aktuellen Boots steckte. Hinter diesen Satz gehören eigentlich drei Ausrufezeichen!!!



    Hier findet man die Anleitung (fitting instructions) von Intuition. Bei anderen Herstellern und Marken wie zum Beispiel Burton kann der Prozess abweichen.


    Boot Liner Shop Fitting | Intuition Liners
    Intuition Liners offer professional fitting options for consumers to try the boot liners in the store. Come to the shop today for the best fitting liners.
    intuitionliners.com


    Wenn euer Shop das sogenannte Molding nicht anbieten kann oder nicht machen will, müsst ihr selbst ran. Wie ich meine Boots selbst angepasst habe, lest ihr später ggf. >>hier<< (Noch ist der Link nicht aktiv)