Beiträge von SixtyNiner

    Ich habe leider den blauen Schleifstein geschrottet. Vermutlich habe ich die rückseitige Befestigungsschraube zu fest angezogen. Als Ersatz habe ich mir nun den weniger "bruchempfindlichen" Schleif-Diamant besorgt:


    13-3052 Schleifdiamant 20 x 30 mm


    Dieser lässt sich besser (i.S.v. sicherer) spannen.

    Ride trident

    Der Boot ist genial. Ich habe den Insano, weil mir der Trident für einen Zweitschuh doch etwas zu teuer war. Heute bereue ich es ein wenig und hätte lieber den Trident. Der Wrap Innenschuh ist z.B. besser. Ich habe noch nie einen Boot probiert, in den man leichter hinein schlüpfen konnte. Der Boot kombiniert, wie der Insao Spine-Back und die Kunststoffverstärkte Zunge. Ich glaube, der Boot bricht nicht so schnell ein, wie andere. Außerdem lässt sich der Schuh 1A einstellen. Null-Heel-Lift. Meiner Meinung nach is der Boot deutlich besser als der Insano, aber leider auch teurer.

    Meine Erfahrung: Ein XV ist kein One Board Quiver.


    Mein theoretischer One Board Quiver, noch dazu für maximal 14 Tage Urlaub an Weihnachten und Ostern , hätte bei mir immer eine Priese Magnetraction. Je dichter ich am Berg wohnen würde, desto weniger würde ich die Notwendigkeit für Brotmesser sehen, es sei denn ich hätte eine Saisonkarte und würde jeden Tag mitnehme wollen, egal wie schlecht die Bedingungen sind.


    Wie kann es zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen kommen? Ein Erklärungsversuch:


    Mein Camber Board ist 164 lang und relativ hart. Ich bin bei diesem Brett so eben am unteren Rand der Gewichtsrange. Bei mir ist es so, dass ich es nicht schaffe, die Kante permanent in oder an den Untergrund zu pressen. Die Federspannung des Cambers ist so stark, ich denke ich könnte das Board auch als Gerüstbrett oder Brücke verwenden. Wenn die Nose etwas auf eine Bodenwelle aufläuft, verliert die Kante in der Boardmitte vermutlich schon den Bodenkontakt oder wird zumindest soweit entlastet, dass dort jeglicher Grip verloren geht.


    Insofern kann ich zumindest für meinen Camber nicht behaupten, dass der Grip auf Eis verlässlich ist. Ich warte eigentlich mit dem Camber nur darauf, wann der Kontakt abreißt. Mit dem Mountain Twin ist das bereits ganz anders und das hat ja nicht sonderlich viel Traction Tech.

    Ich fahre Traction Tech (Jones Mountain Twin) und Serrated Edges (Rossignol XV) und könnte persönliche Erfahrungen aus erster Hand beisteuern.


    Schon die minimal ausgeprägte, kaum sichtbare Traction Tech an meinen Jones Mountain Twin verbessert den Eisgriff und das Fahrverhalten auf eisigem und wechselndem Untergrund ganz erheblich. Ich vergleiche dies mit einem Camber Board ohne Kantentechnik. Ich führe das verbesserte Fahrverhalten darauf zurück, dass die maßgeblichen Kontaktpunkte nicht nur zahlenmäßig erhöht, sondern auch in der Boardmitte und nahe den Bindungen konzentiert werden. Die Kraftübertragung wird dadurch direkter.


    Die Serrated Edges des XV sind extrem ausgeprägt und für bestimmte Freeride-Szenarien gedacht. Man kann dieses Board aber auch zweckentfremden und auf der Piste fahren, so wie man mit einem Defender auch auf die Maximilianstraße fahren kann. Auf der Piste muss man wissen, dass das Board dann auf der Kante gefahren eine gewisse Kompromisslosigkeit entwickelt. Man darf nicht vergessen, dass da an der Kante eine Nase dran ist, die quasi wie eine "Finne oder ein Schwert" durch den Schnee pflügt.


    Diese Eigenschaft kann gut sein, aber unter Umständen auch störend.


    So wie man hier nach Kantentechnik fragt, könnte man auch fragen: Sind Steigeisen zum wandern eigentlich zwingend erforderlich oder eher hinderlich? Ich würde darauf nicht pauschal antworten, sondern so: Im Eis oder auf dem Altschneefeld schon, im Sauerland eher nicht. Es gibt aber Situationen, da können Steigeisen auch in der Fußgängerzone ratsam sein. Man muss halt ein Gefühl für Situation und Material entwickeln. So ist das auch mit der Kantentechnik.

    Da es in Köln keinen Schnee gibt, würde ich es an deiner Stelle mal in Neuss probieren. In der benachbarten Landeshauptstadt gibt es zudem gute Geschäfte. Eins davon unterhält, wie man auf der Website von Goodboards nachlesen kann auch ein ganzjähriges Testcenter. Auch Korua soll man da zu Testzwecken mieten können. Vielleicht mache ich im Sommer mal einen Ausflug dort hin.


    Probieren geht über Studieren.

    Wenn die Arbeit so toll war, warum gibt es die Kante nicht im Slalom Rennsport.

    Das stand schon 2007 im Abstract:


    Zitat
    Der Einsatz der Wellenschliffkante wird vor allem für die Anwendung im Breitensport empfohlen sowie dort, wo schwierige Pistenverhältnisse anzutreffen sind. Messerschmidt

    Ich wusste noch gar nicht, dass wir hier auch echte Rennsportler haben!

    Ich schleife per Hand nach, ca. alle 10 bis 20 Pistentage. Die ohne Tractiontech schleife ich alle 2-3 Tage auch per Hand

    Mit welcher Körnung gehst du da ran? Schleifst du da noch, oder feilst du schon?


    EDIT: Zum Pro und Contra von Magne-Traction kann ich fast nichts mehr beitragen. Es wurde eigentlich alles schon gesagt. Was ich beitragen kann, sind eigene Erfahrungen: Da ich zwangsweise auch bei suboptimalen Bedingungen fahre (so wie Fasching), möchte ich auf Magnetraction nichtmehr verzichten. Der Eisgriff ist genial. Und im Gegensatz zu einem Camber-Board ohne Magnetraction liegen die Entscheidenden Kontaktpunkte nicht am Boardende, sondern zwischen (oder zumindest dichter bei) den Füßen. Ich finde das macht das Board irgendwie berechenbarer. Beim Camber kann es sein, dass das Board vorne wegschmiert, während es hinten noch greift - und umgekehrt. Das Board über- oder untersteuert dann abrupt. Das Heck bricht weg, oder es schiebt plötzlich über die "Vorderräder". Mit den zentralen Haupt-Kontaktpunkten in der Boardmitte wird das fahrverhalten deutlich stabiler und vorhersehbarer.


    Weiß du vielleicht was ich meine, Dunkelbazi79 ?

    Hoffi


    Wir machen hier oft die Erfahrung, dass die meisten Schuhe einen Tick zu groß sind. Wenn du bereit bist, das einmal zu hinterfragen und deine Füße vermessen lässt (oder selbst vermessen), dann könnte es sein, dass (neue) Schuhe noch einen Zentimeter kleiner werden können. Wenn dies so wäre, wird die Boardauswahl deutlich größer.


    Guter Eisgriff ist eine Frage der Kantenpflege oder der Kantentechnik. Ich pflege meinen Kanten gut, aber schätze Wellenkanten vom Typ Magnetraction. Mehr eisgriff als mit zusätzlichen Kontaktpunkten geht nicht.


    Wenn es unbedingt ein Hybridrocker (V / Wing) mit gutem Eisgriff sein muss, wären Mervin Boards meine erste Wahl. Auch Hybridcamber wären hier sicherlich eine gute Idee. Was da passen könnte hängt aber von den Boots und deren Gesamtlänge ab.

    Wenn man mich so nett bittet, antworte ich doch immer gern:


    Ich hatte im letzten Urlaub drei Boards mit unterschiedlichen Strukturen und wachsen im Einsatz. Zwei Boards hatte ich selbst gewachst und zwar mit Toko Universal-Wachs mit Bügeleisen und RotoBrush. Ein weiteres Board hatte Factory Wachs.


    Unabhängig von der Struktur waren die selbst präparierten Boards besser unterwegs. Ich kann dies daran abschätzen, dass ich auf bestimmten Ziehwegen mit geringer Neigung noch fahrt gemacht habe. Das selbe Ergebnis hätte ich prinzipiell auch mit einer Handbürste erreichen können. Dem Board ist es ja völlig egal, welcher Antrieb an der anderen Seite der Borste arbeitet. Der Belag unterscheidet nicht zwischen Akkuschrauber und Muskel. Um ein so sauber auspoliertes Board zu bekommen, wie ich es mit der Roto-Bürste geschafft habe, hätte ich manuell jedoch schwer arbeiten müssen. Vermutlich hätte ich daher vorzeitig aufgegeben und nicht das das gleiche Endergebnis erzielt. Bequemlichkeit siegt bekanntlich.


    Insofern kann ich sagen, dass meine Boards mit Rotobrush schneller werden, als ohne. Dies hat vor allem damit zu tun, dass ich den Belag damit wirklich restlos auspoliere. Im Handbetrieb gebe ich deutlich eher auf. Allerdings verwende ich auch nur Allroundwachs und eine Nylonbürste. Wenn man das Ganze nun ernsthaft auf die Spitze treiben wollte, ginge noch deutlich mehr. (Spezialwachs und Rosshaar zum Beispiel)


    Ein weiteres Indiz für die Qualität meines Tunings sehe ich in der Anerkennung des lokalen Pros, den ich auf Ziehwegen mit beiden Boards abgehängt habe - nicht weil ich schneller war, sondern weil es mich weiter getragen hat und zwar unabhängig von der Belag-Struktur. :)


    Eine gute Alternative zum Bügeln und Bürsten, ist lösungsmittelbasiertes Flüssig- oder Creme-Wachs. Dieses Wachs kann man so dünn auftragen, dass es entweder gar nicht oder nicht so kraftvoll auspoliert werden muss. Allerdings habe ich das Gefühl, dass es auch nicht so tief in den Belag eindringt. Meine Routine sieht daher inzwischen so aus, dass ich nur vor und nach dem Urlaub das große Besteck auspacke. Während des Urlaubs frische ich den Belag in Kantennähe nur noch mit Creme-Wachs auf. Das hält dann wieder für etwa ein bis zwei Tage.


    Fazit: Die Anschaffung der Bürsten hat sich für mich gelohnt, vor allem auch, weil ich mehrere Boards und Ski in der Familie präpariere. Die Maschine vereinfacht die Prozedur erheblich. Das Tuning wird auch im Ergebnis besser, weil ich es im Gegensatz zur Handarbeit wirklich zu Ende bringe. Da wo ich mir früher gesagt habe: "So, das reicht jetzt", mache ich mit der Roto Brush weiter.

    Da ich beabsichtige, keine Boards mehr zu kaufen, die ich nicht mindestens einmal zur Probe gefahren bin, habe ich mir kürzlich mal ein Rossignol Sashimi geliehen. Es ist quasi der Magne-Traction freie Mittelweg zwischen dem XV und dem Sushi.


    Bevor ich noch ganz vergesse, wie sich das Sashimi anfühlte, möchte ich noch von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Board berichten. Da ich bei meinen Ausflügen nicht nur an bestimmte Urlaubszeiten, sondern als Teilzeit-Allgäuer auch stark ortsgebunden bin, war Pow leider Mangelware. Natürlich hätte ich dem Forum lieber von echten Pow-Heldentaten Berichtet, aber daraus wurde leider nichts. Auch hätte ich gern mein XV Pro Model mal im Vergleich zum Sashimi im Pow gefahren aber auch das war heuer leider (noch) nicht drin.


    Aus diesem Grund kann ich heute nur sagen, wie sich das Sashimi auf der Piste angefühlt hat.


    Bei dem gefahrenen Sashimi handelte es sich um ein Fabrikneues Modell in 156cm (ich finde die Fotos gerade nicht) Die Base ist direktional strukturiert. Diese Struktur ist aber weniger stark ausgeprägt, als bei meinem XV. Das Board lief mit dem Factory Wachs schon sehr ordentlich, aber weniger gut, als meine von Hand präparierten Boards. (Anders wäre ja auch schlecht :-) )


    Am ersten Tag war ich bei Temperaturen bis zu +10°C und bei guter Sicht in Slush und auf tauendem Kunstschneeresten unterwegs. Die Pisten am Hausberg waren zu dieser Zeit schmal und sehr voll. Ich bin das Board zunächst mit meinen Salomon HiFi Boots und einer Union Team Force gefahren. Auf griffigen, ebenen, blauen Pisten carved sich das Board recht schön. Um den vorderen Fuß muss ich mir mit meinen 31cm Boots dabei keine Sorgen machen. Am vorderen Boot ist das Board etwa 29cm breit. Diesen ungünstigeren Hebel merkt man sehr deutlich, vor allem dann, wenn das Board nicht satt im Slush aufliegt, sondern nur auf der Kante fährt. Hinten ist das Board aufgrund des ausgeprägten Tapers sehr schmal. Dort könnte es bei tiefen Carves zu Problemen mit dem Boot kommen. Da ich keinen Spezialisten für das Pistencarving suche, ist mir das wurscht. Zwischen Slush-Häufchen und Anfängergruppen ist das Board ausgesprochen surfig und agil. Hier macht sich das Kurze schmale Heck bemerkbar. Das Board surft auch in engsten Radien durch den Slush ohne hinten hängen zu bleiben. Das Fahrerlebnis mit einem derart kurzen Heck war mir bislang noch nicht vergönnt. Allein dafür hat sich es sich schon gelohnt, das Board einmal kennenzulernen und das obwohl der Pisteneinsatz gar nicht dem primären Einsatzzweck dieses Boards entspricht. Auch in steileren Slush-Buckeln war das Sashimi gut zu bewegen.


    Am zweiten Tag bin ich in ein höher gelegenes Gebiet gefahren. Der Slush des Vortages (Süd-Hänge) war morgens noch eisig gefroren. Weiter oben und in etwas weniger sonnigen Hängen waren die Pisten griffig und der Schnee noch in besserem Zustand. An diesem Tag habe ich das Board mit meinem neuen Ride Insano (steifer) getestet. Da ich den Boot noch nicht kannte, war das Fahren insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig. Auf hoch gelegenen, breiten, blauen Pisten war der Schnee noch klasse und das Carven in großen Radien klappte deutlich besser als am Vortag, weil der steifere Boot die ungünstigen Hebel zwischen Boot/Board kompensiert. Mit dem weicheren Boot hätte ich die auftretenden Fliehkräfte mit der Beinmuskulatur nicht gebändigt bekommen. Mit dem harten Boot halte ich die Kante und die Spur deutlich besser. Auf der eisigen Talabfahrt kompensierte der Boot dann aber auch nichts mehr. Dort hat mich die Kombi überfordert und der Spaß war vorbei. 29cm Board wie einen Schlittschuh auf 1mm Kante zu balancieren, war zu viel für meine Nerven. Ich bin gleich zum Auto zurück und habe das Board getauscht.


    Fazit: Meine Frage, ob sich ein spezielles Pow-Board auch auf der Piste noch lustvoll bewegen lässt, kann ich jetzt bedingt bejahen. Auf frischem griffigen Schnee und im Slush kann man das Sashimi gut und auch mit Spaß bewegen. Das Board lässt sich schön carven. Zudem ist es sehr wendig. Das kurze Heck hängt sich nirgends ein. Nur auf richtig kratzigem Untergrund fühlte sich das Board echt fies an.


    Wie sich das Board im Pow fährt, muss ich einstweilen offen lassen. Der Pisteneinsatz war aber bereits vielversprechend. Ich würde es mir gerne noch einmal ausleihen, wenn mal wieder ein richtiger Winter kommt.