Burton Driver X : Mondopoint und allgemeines Blabern

  • Ich wollte hier nochmal meine Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft es jemandem, auch wenn das Thema im Forum schon oft besprochen wurde.


    Meine Füße liegen irgendwo zwischen 27.7 und 28.1 cm – je nach Messung variiert das. Ich habe in den letzten Jahren viele Snowboard-Boots getestet, meist in Größe 28.0 oder 27.5:

    Vans: Passt nur in 28.0

    Adidas: 27.5 ist perfekt

    Salomon: 27.5 (eventuell sogar 27.0), Deelux auch....

    Vor 2–3 Jahren hatte ich verschiedene Burton-Modelle ausprobiert (Photon, Ion, Driver X, Tourist) – alle in 28.0. Doch keiner hat mir wirklich gepasst, also habe ich sie nach ein paar Tagen zurückgeschickt.


    Nach allem, was ich hier im Forum gelesen habe – und weil ich irgendwann Step On ausprobieren will – habe ich beschlossen, Burton noch eine letzte Chance zu geben.

    Ich bestellte die Photon in 27.5 (nicht Step On). Gleichzeitig hatte ich die Driver X in 27.5 im Warenkorb. Dann kam plötzlich ein Rabattgutschein von Burton – warum auch immer (letztes Stück? Weil ich cool aussehe? 😆 Keine Ahnung). Da die Driver X nur ca. 10 € mehr kosteten als die Photon, dachte ich mir: Why not?

    Ich habe die Boots letzten Samstag abgeholt und jeden Abend für 30 Minuten bis 1,5 Stunden getragen – mal komplett offen, mal mit geschnürtem Liner, mal alles fest, mal so odoer so. Das Ergebnis?

    Erster Eindruck: Eng & sehr kurz, und eine genervte Frau (jeden Abend 100mal mit dem Liner Klettverschluss zu spielen nervt langsam)

    Ich hatte das Gefühl, dass meine Zehen vorne gegen die Schale stoßen. Doch die Burton Driver X haben eine Sohlenlänge von 302 mm, während die Adidas nur 295 mm haben (Danke Winterzahn für die Info). Also… WTF? Wenn meine Füße in die Adidas passen, müssten sie doch auch in die Burton passen, oder?

    Ich habe sogar extra Einlegesohlen und SK7-Socken bestellt, aber es blieb dabei: zu eng, zu kurz.


    dann die Entscheidung: Alles oder nix

    Ich beschloss, sie trotzdem beim Fahren gestern und heute zu testen. Im schlimmsten Fall könnte ich ja die Adidas-Liner in die Driver X packen.

    Und dann?

    Tag 1: Nach ca. zwei Stunden fahren war es schon viel besser.

    Tag 2: Nach vier Stunden fast perfekt.


    Meine Zehen? Fast Kaum noch Kontakt zum Liner. So das ich dachte dass ich die 27.0 testen müsste


    Beim Stehen: Minimal.

    Beim Kniebeugen: Gar nichts.


    WTF?! So einfach?!

    Ohne Heat Molding, ohne Tricks – einfach nur durch Fahren?


    Meine Vermutung:

    Die Burton-Liner sind nicht besonders dick.

    ABer die Fersenklammer packt den Fuß richtig ein – aber erst nach 1–2 Tagen.

    Anfangs schieben die Füße nach vorne, was das Gefühl gibt, dass die Boots zu kurz sind. Nach ein paar Tagen setzt sich alles richtig.

    Ich bin mir sicher, dass ich nach weiteren 2–3 Tagen sogar dickere Socken brauche. Mal sehen.

    Fazit: Größe nicht nach oben aufrunden!

    Wenn ich die Driver X in 28.0 genommen hätte, wären sie nach 2–3 Tagen zu groß geworden. Kaum zu glauben, aber so ist es.


    Noch was zur Qualität & Preis

    Driver X für 510 €? Nope.

    Die Qualität rechtfertigt diesen Preis nicht. Ok, ich habe sie nur eine Woche, aber so sehe ich das...

    Für 500 € gibt es bessere Alternativen glaube ich.

    Ich habe sie nur wegen meines speziellen Einsatzbereichs + Rabatt genommen, aber 510 €? Niemals. Und 540 € für die Ion? Erst recht nicht.

    Heimat ist wo das Herz ist

  • Doch die Burton Driver X haben eine Sohlenlänge von 302 mm, während die Adidas nur 295 mm haben (Danke Winterzahn für die Info). Also… WTF? Wenn meine Füße in die Adidas passen, müssten sie doch auch in die Burton passen, oder?

    die Sohlenlänge sagt ja nichts über den Platz im Boot aus, daher macht der Gedankengang wenig Sinn. Nur mal als Info am Rande ;) Freut mich trotzdem, dass du dich getraut hast und der Boot passt. Und immer daran denken, dass die noch etwas nachgeben dürfen und das vollkommen ok ist. Die müssen nicht so extrem eng sitzen, wie im Neuzustand.

  • Ich hab den Ruler in 285. Meine Füße sind 28.0 , 28.3cm lang und 11.0 , 11.3 breit. Mit dem zu kurzen Eindruck Anfang kann ich voll bestätigen und selbst nach 10 Tagen blieb mir der erhalten. Im stehen stoße ich immernoch vorne an und im knien noch leicht. Bei mir ist eher das Problem ich hab das Gefühl als ob jemand meine Zehen mit der Hand zusammendrückt eventuell hab ich mir deswegen auch nen blauen großen Zeh geholt. Heute müssten günstig geschossene nagelneue Photon Wide in 285 eintreffen. Mal schauen wie die so sind.

  • die Sohlenlänge sagt ja nichts über den Platz im Boot aus, daher macht der Gedankengang wenig Sinn. Nur mal als Info am Rande ;) Freut mich trotzdem, dass du dich getraut hast und der Boot passt. Und immer daran denken, dass die noch etwas nachgeben dürfen und das vollkommen ok ist. Die müssen nicht so extrem eng sitzen, wie im Neuzustand.

    O ich habe falsch ausgedrückt

    Ich meine außerlange....footprint

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  • ist ja im Prinzip das Gleiche bzw. macht keinen Unterschied.

    Allgemein nein. Aber nach den Erfahrungen hier drin, die andere mit Burton gemacht haben, und nach meiner eigenen Erfahrung mit den Adidas könnte es sein, dass die Burton Außenschalen für meine Füße zu kurz sind.


    Aber du hast Recht. Man kann das nicht als Regel nehmen.

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  • die Sohlenlänge sagt ja nichts über den Platz im Boot aus, daher macht der Gedankengang wenig Sinn. Nur mal als Info am Rande ;) Freut mich trotzdem, dass du dich getraut hast und der Boot passt. Und immer daran denken, dass die noch etwas nachgeben dürfen und das vollkommen ok ist. Die müssen nicht so extrem eng sitzen, wie im Neuzustand.

    Laut meiner Erfahrung zeigen die Sohlen zu etwa 90 %, ob die Schuhe vorne spitz oder rund sind. Aber es gibt auch Ausnahmen.

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  • Laut meiner Erfahrung zeigen die Sohlen zu etwa 90 %, ob die Schuhe vorne spitz oder rund sind. Aber es gibt auch Ausnahmen.

    das ja, aber nicht wie viel Platz im Inneren des Boots ist. Das hängt ja von der Konstruktion und der Materialdicke der Aussenschale ab. Gleiches gilt für die Liner. Da sagt die Aussenlänge auch nichts über den Platz im Inneren aus.


    Beispiel aus der Praxis: Der Thirtytwo TM-2 hat längere Liner, als der Vans Invado Pro und ist trotzdem enger, weil das Material dicker ist.

  • das ja, aber nicht wie viel Platz im Inneren des Boots ist. Das hängt ja von der Konstruktion und der Materialdicke der Aussenschale ab. Gleiches gilt für die Liner. Da sagt die Aussenlänge auch nichts über den Platz im Inneren aus.


    Beispiel aus der Praxis: Der Thirtytwo TM-2 hat längere Liner, als der Vans Invado Pro und ist trotzdem enger, weil das Material dicker ist.

    ja genau.

    Das gilt auch zwischen Adidas Vs Burton.

    Deshalb habe ich bemerkt nach den Erfahrungen hier drin, die andere mit Burton gemacht haben


    Die Sohlen kann man nur für die Schuhe Form etwas sagen, aber das ist auch nicht pauschal.

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  • Ich hab mit den Burton DriverX die gleiche Erfahrung gemacht. Die Leiner geben sehr nach.


    Mit 28,2/4 cm Füssen fahre ich sie in MP 28 und Sidas Sohlen und 2mm Fersenunterlegung. Anfangs noch mit SK6, nach ein paar Tagen auf mit SK5 und noch ein paar Tage später schlussendlich mit SK4 unterwegs. Nun, ca. 70 Tage später ist nix mehr mit super eng.


    Und EUR 500 muss man nicht ausgeben, da findet man gute Angebote. Ich hab z.B. diese Saison ein neues Paar für ca. EUR 350 gefunden.

    ride hard - ride long - ride snowboard

  • Ich hab mit den Burton DriverX die gleiche Erfahrung gemacht. Die Leiner geben sehr nach.


    Mit 28,2/4 cm Füssen fahre ich sie in MP 28 und Sidas Sohlen und 2mm Fersenunterlegung. Anfangs noch mit SK6, nach ein paar Tagen auf mit SK5 und noch ein paar Tage später schlussendlich mit SK4 unterwegs. Nun, ca. 70 Tage später ist nix mehr mit super eng.


    Und EUR 500 muss man nicht ausgeben, da findet man gute Angebote. Ich hab z.B. diese Saison ein neues Paar für ca. EUR

    Ich weiß, ich habe auch deine Geschichte gelesen. Du bist einer der vielen hier, die ich als „nach den Erfahrungen hier drin“ beschrieben habe.

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  • Selbe mit dem Ion dieses Jahr, Knackeng, Zehen stoßen nun im Stehen an, leicht noch in den Knie.Sind immer noch extrem eng zwischen Rist und Zehen.

    Der Schuh ist noch gar nicht so stark eingebrochen, was mich erstaunt ca 20 Tage.

  • Selbe mit dem Ion dieses Jahr, Knackeng, Zehen stoßen nun im Stehen an, leicht noch in den Knie.Sind immer noch extrem eng zwischen Rist und Zehen.

    Der Schuh ist noch gar nicht so stark eingebrochen, was mich erstaunt ca 20 Tage.

    das ist gut....ich glaube die DrX werden richtig einbrechen nach 4-5 Tage

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  • Was mir nicht gefallen hat:


    Die Driver X haben keine „Articulation“ – also keine Flexzonen im Knöchelbereich. Man sieht schon nach zwei Tagen, wie das Material dort „bricht“ bzw. sich unschön faltet.


    Was mir gefallen hat:


    Die Speed Laces – tsak tsak und fertig. Geht deutlich schneller als Boa, und auf jeden Fall schneller (wenn auch nicht unbedingt besser) als klassische Schnürsenkel.


    Ich liebe normale Schnürsenkel – aber sie brauchen einfach viel Zeit. Und wenn ich eine Pause mache, lasse ich die Boots meistens einfach zu, weil ich keine Lust habe, wieder ganz von vorne zu schnüren. Wenn es dann richtig kalt ist, ist das aber nicht ideal…

    Heimat ist wo das Herz ist

  • Ich muss hierbetwas dazu schreiben.

    Nach 2 T im letzten April, und 6 T in dieser Saison, die Driver X fühlen sich uberhaupt NICHT als 10/10

    Ich wusste das aber auf der anderen Seite...man kauft Schuhe für 500 Euro und nach 10 Tagen er hat 7/10 statt 10/10

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  • 10/10 ist eh crap zum Snowboarden. Sei froh, dass er „nur“ 7 hat ;)


    Die meisten Boots brechen ja relativ schnell ein, einfach weil sie hauptsächlich aus EVA und Kleber bestehen. Plastik ist in den Wenigsten verbaut. Die Boots, die Plastik verbaut haben (Backstay, Zunge oder Shell), brechen in der Regel langsamer ein und halten ihren Flex deutlich länger.

  • 10/10 ist eh crap zum Snowboarden. Sei froh, dass er „nur“ 7 hat ;)


    Die meisten Boots brechen ja relativ schnell ein, einfach weil sie hauptsächlich aus EVA und Kleber bestehen. Plastik ist in den Wenigsten verbaut. Die Boots, die Plastik verbaut haben (Backstay, Zunge oder Shell), brechen in der Regel langsamer ein und halten ihren Flex deutlich länger.

    Allerdings...aber nach 10 T finde ich richtig enttäuschend

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