Kaufberatung - Board für und neben die Piste

  • Hallo zusammen,

    mein Board ist mittlerweile drei Jahre alt und ziemlich ramponiert und da ich damit auch nicht so glücklich bin, möchte ich ein neues kaufen und würde mich über eure Hilfe freuen.


    Mein bisheriges Snowboardsetup:

    Bisher fahre ich das Salomon Assassin 2017 155 mit einer Burton Cartel L.


    Ich suche:


    [X] Snowboard

    [X] Snowboardbindung

    - [X] normale Ratsche

    - [ ] Schnelleinstiegsysteme (Flow/Cinch/Expresso/Fastec)

    [ ] Snowboardboots (Wobei immer noch als Regel N°1 gilt: Im Laden anprobieren!!

    [ ] Sonstiges (Protektoren, Snowboardbrille, Snowboardhose, Snowboardjacke usw.)


    Snowboardlänge: 155


    Dein Körpergewicht: 75 (ohne Winterausrüstung)


    Körpergröße: 168 cm


    Mann / Frau: Mann


    Schuhgröße/Bootgrösse in Mondopoint und Euro: Nitro Team TLS - MP 28 - EU 42 2/3 - Außenlänge 31 cm


    Preislimit: 1000 €


    Fahrlevel:

    [ ] Anfänger (1 Tag bis 6 Tage Erfahrung auf dem Brett)

    [ ] leicht fortgeschritten (du kommst leichte/mittlere Pisten ohne Probleme runter)

    [X] fortgeschritten (du kannst alle Pisten bewältigen und hast eine sichere, gute Fahrtechnik)

    [ ] Profi (ob Carving, Powder Sprays oder Tricks im Park, du hast deinen Style gefunden)


    Fahrstil/Einsatzgebiet-in Prozent:

    Falls du hier ein ganz spezielles Brett, zum Beispiel für Rails oder fürs Backcountry, suchst, gib einfach 100% an.


    [X] Piste [80]%

    [X] Tiefschnee [20]%

    [ ] Park (Kicker/Pipe) [ ]%

    [ ] Rails [ ]%


    Falls du ein Board suchst: Möchtest du damit viel switch fahren?

    [ ] Ja

    [X] Nein


    Sonderwünsche:

    Wenn Pow vorhanden und es das Gelände hergibt fahre ich oft neben den Pisten runter und hätte daher gerne ein Brett mit gutem Auftrieb.

    Da ich es aufgegeben habe switch zu fahren, bin ich für ein Directional Board empfänglich.


    Was mir sonst noch auf der Seele liegt:
    Beim Kauf des Assassin habe ich mich, entgegen den damaligen Empfehlungen hier im Forum, gegen das Capita DOA entschieden und bereue es. Der Verkäufer beim Sportplanet meinte, dass man keinen Unterschied bemerken würde zwischen den Brettern, aber ist für mich schon ein krasser Unterschied. Fühle mich auf dem Assassin nicht sicher. Wenn es eisig ist, dann fehlt mir den Grip und bei schnellen Abfahrten flattert das Board.

    Mit der Bindung bin ich auch nicht sehr zufrieden. Ich muss die übel zuknallen damit ich fest drin stehe und beim Liften stirbt mir der rechte Fuß fast ab. Kann sein, dass es mit der Größe M besser wäre. Mir kommt es auf jeden Fall so vor als ob die Cartel nicht mit dem Backstrap gleichmäßig auf das Boot drückt, sondern punktuell und dadurch ein Druck auf den Fußrücken, am Übergang von Unterschenkel zum Fuß, weitergegeben wird. Ist mega unangenehm und ich merke noch mehrere Tage nach dem Boarden ein Kribbeln im Fuß wenn ich ihn bewege.


    Das sind die Boards, die ich so vorab gefunden habe:

    Burton Custom X

    Capita Black Snowboard Of Death

    Jones Snowboards Ultracraft

    Jones Snowboards Ultra Mind Expander

    Nitro Woodcarver

    Nitro Dropout


    Über jegliches Feedback freue ich mich.


    Cheers

  • Mit der Bindung bin ich auch nicht sehr zufrieden. Ich muss die übel zuknallen damit ich fest drin stehe und beim Liften stirbt mir der rechte Fuß fast ab.

    Das klingt irgendwie eher nach zu großem Boot. Aber bei 31cm außen sollte auch noch ne M passen.


    Beim Kauf des Assassin habe ich mich, entgegen den damaligen Empfehlungen hier im Forum, gegen das Capita DOA entschieden und bereue es. Der Verkäufer beim Sportplanet meinte, dass man keinen Unterschied bemerken würde zwischen den Brettern, aber ist für mich schon ein krasser Unterschied. Fühle mich auf dem Assassin nicht sicher. Wenn es eisig ist, dann fehlt mir den Grip und bei schnellen Abfahrten flattert das Board.

    Ja.... da fehlt dir wahrscheinlich einfach der Camberanteil.. Weiß nicht wie dein Fahrprofil damals war, aber beim aktuellen Profil ist das DOA auch nicht mehr das Board der Wahl. Grip bei Eis ist immer so ne Sache, manch einer hier schwört auf die Kantentechniken, mir reichen scharfe Kanten.


    Deine Liste ist auf jeden Fall ne passende Auswahl!

    Custom X ist schon krass steif und nicht ganz so geil im Pow, fürs carven auf der Piste aber geil! Wäre aber nicht meine erste Wahl.

    BSOD passt

    Jones UME finde ich passender als UC.. UC wenn du mehr als die 20% Pow hättest, auf der Piste ist das UME besser.

    Nitro Dropout auch optimal.


    Ich habe ja fast nur Capitas... daher wäre meine Wahl das BSOD :)

    objektiv gesehen wäre wahrscheinlich das Dropout meine Wahl aus deiner Liste.

    Würde auch mal die Koruas einwerfen.


    Allgemein gesehen gehst du aber schon einen ordentlichen Schritt vom Assassin zu einem der Bretter, hybrid Rocker zu fast full Camber, Flex ~5 zu 7-9, twin zu tapered directional zum Teil mit kurzem Tail..

    Das muss dir bewusst sein, allerdings lese ich ein bisschen raus, dass du doch eher schnell unterwegs bist.

    Vielleicht erzählst du uns noch ein wenig zu deinem Fahrstil und deinem Fahrkönnen.

    Wie stark sollen wir die 20% Pow werten? Nur mal neben der Piste wenns gerade Neuschnee gibt? Oder auch mal nen ganzen Tag abseits?

    Auf der Piste eher schnell? Auch mal Sidehits?

    Fahrkönnen, ich schätze mal du kannst ordentlich Carven? Sonst könnte es anstrengend werden auf den meisten der genannten Bretter.


    [X] Snowboardbindung

    - [X] normale Ratsche

    Würde ich wählen wenn wir das Brett haben. Aber wird so in Richtung Union Atlas gehen bei den Brettern die aktuell im Raum sind.

  • Das klingt irgendwie eher nach zu großem Boot.

    Boot dürfte soweit passen. Damals im Laden bin ich lange drin gestanden und das mit dem leicht vorne anstoßen mit den Zehen im Stehen und dem Abstand in der Hocke passt auch.

    Allgemein gesehen gehst du aber schon einen ordentlichen Schritt vom Assassin zu einem der Bretter, hybrid Rocker zu fast full Camber, Flex ~5 zu 7-9, twin zu tapered directional zum Teil mit kurzem Tail..

    Das muss dir bewusst sein, allerdings lese ich ein bisschen raus, dass du doch eher schnell unterwegs bist.

    Vielleicht erzählst du uns noch ein wenig zu deinem Fahrstil und deinem Fahrkönnen.

    ...

    Fahrkönnen, ich schätze mal du kannst ordentlich Carven? Sonst könnte es anstrengend werden auf den meisten der genannten Bretter.

    Dieser Schritt ist gewollt. Als ich angefangen habe, hatte ich ziemliches günstiges Anfängerboard - das Ride Control in 152. Als ich dann sicherer wurde und schneller fahren wollte bin ich auf das Assassin umgestiegen und jetzt fühlt sich das als nächster logischer Schritt an. Wollte nicht gleich nach ein oder zwei Saisons in Premium Equip investieren, weil ich noch nicht wusste was ich genau wollte und wohin es gehen würde.


    Technik kann ich selbst nicht so gut beurteilen. Würde tendenziell sagen, dass ich mich manchmal zu weit nach vorne beuge, statt mit den Knien mehr in die Hocke zu gehen, wenn ich den Schwerpunkt nach unten verlagern möchte. Carven ist ganz gut, aber keine Euros. Wenn ich nicht gerade gechillt die Piste runterrutsche, dann erkenne ich die Striche auf der Piste von meinen Kanten. Ja ich sage bewusst Striche, weil ich oftmals sehe, dass der hintere Teil eine ganz andere Linie zieht als der vordere Teil. Vllt ist das aber auch ein Technikproblem bei mir.


    Mit dem Assassin meide ich Schwarze Pisten. Egal wie sehr ich die Kanten schärfe, ich hab einfach kein Vertrauen in das Board. Mit einem 163 Nitro Pantera von nem Kollegen bin ich schon ein paar schwarze runtergefahren und es hat sich definitiv sicherer angefühlt.

    Wie stark sollen wir die 20% Pow werten? Nur mal neben der Piste wenns gerade Neuschnee gibt? Oder auch mal nen ganzen Tag abseits?

    Auf der Piste eher schnell? Auch mal Sidehits?

    Wenn es das Gelände hergibt, fahre ich auch abseits der Piste ohne Neuschnee. Klar die Schneedecke ist dann hart, aber für mich immer noch mehr Spaß als den ganzen Tag nur Piste. Wenns frischen Pow hat, dann umso besser.

    Backcountry o.Ä. wird es leider nicht geben. Meine Crew besteht hauptsächlich aus Skifahrern, die daran kein Interesse haben, und ich hab keine Connections, um solche Abenteuer zu starten. An dieser Stelle ein kleines Mimimi :)

    Auf der Piste eher schnell ja. Sidehits eher gar nicht. Mich hat es am Anfang mit dem 152er Board mal richtig hingehauen und die Hand war stark geprellt und dann habe ich die Freestyle Karriere beendet ^^

  • Ja dann passt das alles soweit..


    Würde einzig noch wegen der Breite schauen..

    mit 31cm Boots sollte es schon eine Waist von ~26cm sein.

    Von Fahrweise und Gewicht wäre ich schon eher auf längere Bretter gegangen. Wird dir mit 168cm Körpergröße zwar lang vorkommen, aber vom Fahren her passt das.


    Mehr Breite bei nicht all zu viel Länge bekommst du z.B. auch mit dem Capita Warspeed oder Ride Superpig

    Beim UME wärst du mit dem 158er gut aufgehoben mit 26cm waist


    Hast du schon einen Favoriten bei den Brettern? Ich meine du hast wahrscheinlich schon das ein oder andere Review gelesen :)

    Vielleicht hat ja sonst noch jemand einen guten Vorschlag. Könnte mir Vorstellen dass bei Amplid z.B. sicher was passendes zu finden ist.


    Technik kann ich selbst nicht so gut beurteilen. Würde tendenziell sagen, dass ich mich manchmal zu weit nach vorne beuge, statt mit den Knien mehr in die Hocke zu gehen, wenn ich den Schwerpunkt nach unten verlagern möchte.

    Ja ich sage bewusst Striche, weil ich oftmals sehe, dass der hintere Teil eine ganz andere Linie zieht als der vordere Teil. Vllt ist das aber auch ein Technikproblem bei mir.

    Ja das hängt schon zusammen. Technik ist viel wert. Wenn Budget übrig bleibt einfach mal in 2-3h Privatlehrer investieren, glaubst garnicht was man da noch alles lernen kann.


    Meine Crew besteht hauptsächlich aus Skifahrern

    sad story

  • Mimimi


    Ja Beaker, du bist auch arm dran. :-)


    Die Liste, die du dir zusammengestellt hast, enthält bereits ein paar bekannte Kandidaten. Aber ich finde die genannten Boards gemessen an deiner eigenen Bedarfsanalyse noch recht weit gestreut.


    Zudem denke ich, dass das Salomon As., das eigentlich meistern müsste.


    Größe L ... Zuknallen und Kribbeln in den Füßen, sind für mich Alarmzeichen, dass hier etwas anderes nicht stimmt.


    Wollen wir das vielleicht mal analysieren und ggf. daran arbeiten?

  • welche cartel hast du? sind die ankle straps so honig-waben-mässig, oder gepolstert?

    grösse L, ist doch eher gross...

    naja. wie sixtyniner schreib; evtl wären fotos von schuhen in der bindung hilfreich?

    und auch dass die bei grösse 42.5 sage und schreibe 31 cm lang sein sollen, finde ich etwas speziell.

    hast du deine füsse mal vermessen?


    dass das assasin nicht das richtige ist, versteh ich gut... aber wenn wir hier nochmals von neu anfangen, kann s am ende auch was richtig schlaues werden. weil auch die brettlänge finde ich eher am oberen limit. würd die 155 als absolutes maximum sehen. lieber kürzer

  • Ride Mtnpig 160W würde sehr gut passen.

    80% Piste , 20% Freeride

    Ist dann aber ein steifes board mit

    ausgezeichnetem Kantenhalt

    (das Null flattert, ein board mit bester Dämpfung).

    Flight attendant wurde erwähnt, das flattert aber.


    Gegen das Flattern beim Assasin kann man nix machen, gegen den lausigen Kantenhalt schon, einen 88er Winkel reinschleifen und jeden Pistentag den Grat an der Kante mit dem Toko Schleifstein entfernen. Seitdem ich das mache habe ich mit keinem board Probleme. (auch nicht mit Rocker Park board). Wie oft hast du die Kante entgratet/geschliffen?.


    Das Mtnpig ist eins der besten vom Kantenhalt (bisher das Beste, das ich je vom Kantenhalt gefahren habe), und derzeit regelmässig fahre. Eine Union Atlas oder Force oder Strata drauf, Size M glaube ich. Ride el Hefe wäre auch eine solide Bindung (size wüsste ich da aber nicht). Bei Flow NX2 wäre es size L (fahre die NX2 Fusion size L mit 30.8cm bootlänge) auf meinem Mtnpig 164W.


    Ride Superpig ist auch ein vernünftiger Vorschlag, in L als 154, hat nen engeren Sidecut carvt also kleinere Radien, das Mtnpig die grösseren, Mtnpig wird auch stabiler laufen. Superpig ist mehr zum Freestylen, gemäss deinem Wunsch dann eher das mtnpig.


    Mit dem mtnpig wird die Angst vor dem Flattern und dem schlechten Kantenhalt verschwinden, auf steilen welligen Pisten mit eisigen Rillen ist auf das board Verlass.


    Seit ichs mit 3cm setback fahre, bin ich auch im Tiefschnee sehr zufrieden damit (bin vorher im Tiefschnee das Völkl AFC gefahren).


    Vom Custom X in Verbindung mit Tiefschnee würde ich abraten

    7 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Ist halt untere Grenze beim Gewicht und mit 160 recht lang bei 168 Körpergröße..

    ja das ist dann genauso steif wie für mich das 164W mit ein paar kg mehr und ein paar cm mehr. Aber da Tricksen nicht im Vordergrund steht, sondern solide stabile flotte Fahrt auf Piste plus 20% Pow, wärs top. Man könnte sagen.. das Mtnpig ist das Custom X auf geländegängig/freeride tauglich gemacht. Zum langsam verspielt herumfahren ist es nix, vor allem nicht am unteren Ende des Gewichtslimits. Als Bindung wäre die Ride el Hefe wahrscheinlich neben NX2 beste Empfehlung.. die Unions sind ne Spur weicher. Für Leute mit mehr als 25 Tage Fahrpraxis sollte es vom Skill passen und einfach zu fahren sein, für Anfänger wärs nix.

    7 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Hast du schon einen Favoriten bei den Brettern? Ich meine du hast wahrscheinlich schon das ein oder andere Review gelesen :)

    Eigentlich war das Nitro Woodcarver in 159 bisher mein Favorit gewesen. Hat ein Waist von 251. Für die Boots dann wahrscheinlich doch zu klein.

    Die Korua und Amplid Boards kannte ich bisher noch gar nicht! Immer wieder cool hier etwas Neues zu lernen.


    Ja das hängt schon zusammen. Technik ist viel wert. Wenn Budget übrig bleibt einfach mal in 2-3h Privatlehrer investieren, glaubst garnicht was man da noch alles lernen kann.

    Gar keine schlechte Idee.


    Wollen wir das vielleicht mal analysieren und ggf. daran arbeiten?

    Ja, sehr gerne. Was brauchst du dafür am besten?


    welche cartel hast du? sind die ankle straps so honig-waben-mässig, oder gepolstert?

    Die 2019 Cartel. Ankle Straps sind Honigwaben-Mässig.


    hast du deine füsse mal vermessen?

    Ich habe mein Fußabdruck damals auf ein Blatt Papier gezeichnet und so die Länge bestimmt. Meinst du das?

    Wie oft hast du die Kante entgratet/geschliffen?

    Je nach Bedingungen, also arg eisig, schleife ich die alle 2-3 Tage nach. Wobei ich die jetzt nicht maschinell schleife, sondern mit einem Toko Edge Tuner. Entgratet hab ich die Kanten nicht. Bisher hab ich auch noch nichts darüber gelesen oder gesehen in den Tutorials bei YT.


    Danke an alle für eure Antworten und Fragen. Solltet ihr Bilder brauchen vom aktuellen Setup, einfach Bescheid geben.

  • Ja, sehr gerne. Was brauchst du dafür am besten?

    Du schreibst im Eingangspost:

    Mit der Bindung bin ich auch nicht sehr zufrieden. Ich muss die übel zuknallen damit ich fest drin stehe und beim Liften stirbt mir der rechte Fuß fast ab. Kann sein, dass es mit der Größe M besser wäre. Mir kommt es auf jeden Fall so vor als ob die Cartel nicht mit dem Backstrap gleichmäßig auf das Boot drückt, sondern punktuell und dadurch ein Druck auf den Fußrücken, am Übergang von Unterschenkel zum Fuß, weitergegeben wird. Ist mega unangenehm und ich merke noch mehrere Tage nach dem Boarden ein Kribbeln im Fuß wenn ich ihn bewege.


    Du solltest den Fuß vermessen. Die Methode mit dem Nachmalen der Kontur ist mir zu ungenau. Wenn man den Stift nur ein bisschen schräg hält, summiert sich der Fehler schnell auf 0,5 cm. Um richtig zu messen, würde ich eine Messlehre für Füße improvisieren. Etwa so wie hier:


    https://www.die-kinderschuhseite.de/richtig_massnehmen


    Ich steige dazu gerne in einen Schuhkarton. Auf den Boden kann man ein Papiermaßband kleben, wie man es zum Beispiel im OBI oder im IKEA findet. Anschließend stelle meinen Fuß mit Ferse und Innenrist in eine Ecke des Kartons und schiebe dann einen Bauklotz, eine Schachtel oder dgl. an die längste Zehe. Dort mache ich einen Strich und messe.


    Das Problem mit dem Kribbeln in den Füßen kenne ich auch. Ich habe das Problem mit Bauerfeind-Sporteinlagen vom Orthopäden gelöst bekommen. Zu weich Schuhe haben zudem dazu geführt, dass ich versucht habe, das Defizit durch "Überdrehen" der Bindungen zu kompensieren.


    Dann könntest Du uns noch ein paar Bilder von deinem Boot, Bindung und Brett machen. Vielleicht fällt uns da auch noch ein möglicher Ansatzpunkt auf.

  • Eigentlich war das Nitro Woodcarver in 159 bisher mein Favorit gewesen. Hat ein Waist von 251. Für die Boots dann wahrscheinlich doch zu klein.

    Die Korua und Amplid Boards kannte ich bisher noch gar nicht! Immer wieder cool hier etwas Neues zu lernen.

    Ja.. ist doch etwas schmal.

    Dropout 159 wäre auch noch knapp aber vertretbar wenn du nicht gerade tief Carven willst.

    Flight Attendant 159w wäre sich auch geil.

    MTNPIG 160w auch Superpig mMn auch ne option wenn du einfach ein kürzeres Brett willst.


    UME wäre sicher ne top Wahl für dich

    Korua Cafe Racer wenn du bock auf carven hast. Tranny Finder wenn du mehr ein Allmountain mit carving und Freeride Qualitäten willst, auch etwas kürzer.

    Amplid vllt das UNW8?


    Ich würde mich aber zuerst mal um das Problem mit den Füßen kümmern.

    Nochmal ordentlich vermessen und co, vllt mal paar andere Boots anprobieren um zu sehen wie die Unterschiede sind.

    Evtl kommt ja ein kürzerer Boot bei rum und du kannst einfach aufs Woodcarver gehen :)

  • heelseitig war das alte setup schon recht bootoutanfällig, würde ich sagen.


    Ein Teil der Unsicherheit mag auch davon kommen.


    Mit dem Mtnpig 160W hättest du da mit 265mm min waist mal ausreichend Breite, das reicht auch zum Üben von aggressiven Carves bis hin zum Eurocarve.

    Du kannst mit dem board zuverlässig schnell fahren und es carved gut die mittleren bis grosse Radien, pflügt durch kleine Schneehaufen und Unebenheiten durch, als wären sie nicht vorhanden. Auf eisigen schwarzen Pisten gibt das board eine enorme Sicherheit und enormes Potential zum Schnellfahren.


    Ich glaube, dass das mtnpig 160W dir da den Pisten und Freeride Alltag ordentlich bereichern und erleichtern wird.


    Es wird bei Buckeln bis 30cm einfacher und erheblich schneller und vibrationsärmer zu fahren sein als die alte Kombi und auch besser als die meisten boards am Markt, erheblich aggressiver zum Carven, Eisplatten oder Rillen machen da kein Problem.


    Da das board super flach ist (keinen Spoon hat), Kanten sind Null abgehängt und es einen dual sidecut hat und letztendlich auch durch die Steifigkeit greifen die Kanten beim Mtnpig sehr zuverlässig und sehr früh.


    Wenn du es mal eingefahren hast, dann kannst einen 88 Grad Schliff drauf machen, mein mtnpig 164W ist damit das board mit dem zuverlässigsten Kantenhalt, besser als alle boards die ich je getestet habe, interessanterweise auch besser als ein frisch geschliffenes Hotknife mit dem selben Kantenwinkel und Magnetraction (das hotknife hatte aber definitiv auch schon einen guten, definitiv überdurchschnittlichen Kantenhalt).


    Der einzige Bereich wo das Mtnpig 160W etwas mehr Kraft verlangen wird, sind 1m Buckel, aber ich glaube, damit kannst du leben.


    Und als Bindung die Ride El Hefe testen. Ein steifes board am unteren Gewichtsrange braucht eine harte Bindung.

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  • Auf der Toe Edge finde ich eigentlich alles cool. Bei der Heel Edge schaut der Boot etwas heraus.


    Die Toe-Edge finde ich gar nicht so cool. Ich finde den Überstand sogar zu gering bzw. im Vergleich zur Ferse zu ungleichmäßig.


    Du bist jemand, der eine sehr direkte Kraftübertragung mag. Das sehe ich an den sehr weit herausgedrehten Flügel-Schrauben, mit denen man den Forward-Lean einstellt. Auf der Backside dürftest du eine gute und sehr direkte und zufriedenstellende Kontrolle haben. Auf der Frontside ist die Kraftübertragug dagegen vermutlich recht "mau", weil der Hebel (aufgrund des geringen überstandes hier zu gering ist. Da vorne auch kein HiBack stützt ist die Kraftübertragung hier auf den Steiefelschaft und die Straps angewiesen. Das Funktioniert dann nur mit Gewalt. Und das stresst deinen Fuß.


    Hol mal die Sohlen raus und mach uns davon bitte auch noch ein Foto. Vielleicht sieht man da Druckstellen?


    Ich finde die Bindung im Ganzen etwas zu groß. (insbesondere auch, weil man bei Burton die Heelcup nicht verschieben kann) Bei Union oder bei Ride würdest Du jetzt einfach die Heel-Cup etwas vorschieben und alles wäre gut.


    Nach dieser Tabelle müsstest Du mit EU 42 genau im Bereich der "M" liegen.


    Ich gehe davon aus, dass die Kraftübertragung auf die Ferse sehr gut funktioniert. Um nun etwas mehr druck auf die Toeside zu bekommen, könntest du den (1.) Verlauf des Straps noch etwas ändern. Ich glaube man kann das bei Burton machen, indem man den Anschlagpunkt des Straps verschiebt. (Bild)




    Zusätzlich würde ich die Bindung (2.) mit Hilfe der Disk noch eine Raste weiter Richtung Toe-Side verschieben, so dass Hacke und Zehe am Ende etwa gleich weit überstehen.


    Ich denke damit gehst du zwei Schritte in die richtige Richtung.


    Step drei wäre: Neue Bindung kaufen.


    Paralel würde ich noch die Einlegesohlen angucken...

  • naja mit dem Parkboard das flattert wird er im steilen eisige Bereich nix gewinnen und im Tiefschnee muss er jedes mal die Bindung nach hinten setzen. Noch dazu ist die Cartel recht weich (und drückt in dem Fall noch am Fuss) und trägt hinten viel auf.


    Neues breitetes steiferes Board und ne steifere Bindung rauf wäre schon die richtige Massnahme.


    Assassin und DOA sind so boards mit denen man im Flachen dahinbuttert und herumspielt und switched. Für den steilen eisigen Bereich und zum Schnell fahren und für powder sind die nix. Und nach drei Jahren mit Parkboard auf Piste ist da schon mal ein Wechsel angesagt.

    Einmal editiert, zuletzt von Winterzahn ()