Testbericht Pogo Venado 167

  • Testbericht Pogo Venado 167


    Ich ; 80 kg, 181cm, Schuhe Adidas Tactial oder Blauvelt, Bindung Malavita Redwing


    Pogo Bretter gehören nicht gerade zu den Schnäppchenbrettern und im Sale wird man sie auch nicht finden , mit ca. 1100,- € ist es schon in einer eigenen Preisliga. Aber wie ich finde jeden Euro wert.


    Verarbeitung:
    Es gib nicht daran auszusetzen, einfach perfekt, Tolles Naturholz Design, schneller robuster Belag, die Stahl Kante ist etwas breiter gearbeitet als bei den Burton und Co, so mit langlebiger und stabiler. Das Pogo Brett bleibt z.B. auch ca 10 Stunden !! in der Presse, wo von normale Brands mit 20-40 min nur Träumen, und was für eine über viele Jahre lang, anhaltende Performance spricht. Auch bietet Pogo eine Lebenslange Garantie an, sollte der Belag oder irgend etwas am Brett schaden nehmen, kein Problem ab zu Pogo damit.


    Warum Pogo ? ich habe auch lange überlegt ob ich das Geld ausgebe oder nicht. Da ich ja schon 4 Bretter hatte, Flight Attandent162, Process OffAxis152, Gnu Riders Choice 157,5 und Storm Chaser 157. Aber es ist ja so , das die Pisten Verhältnisse sich meist über den Tag hin verändern, und man Morgens lieber ein anderes Brett fährt als Mittags, gerade nach Neuschnee, morgens übelst viel Pow und 2,3 Stunden später alles zerfahren.
    Das Venado sollte ein Brett werden mit einem Breiteren Spektrum mit Blick auf Powder.
    Die Gradwanderung ist gelungen.


    Technisches:
    Das Venado ist mit 167 mein mit abstand längstes Brett, aber auch außer meinem Off Axis mit 152 das zweit leichteste ! an der Nos ist es 315mm, Hinten 294mm und in der Mitte nur 249mm breit. Die Nose ist gerockert und die Mitte hat es einen leichten Camber, den Flex würde ich als Mittel bewerten 5 von 10 . Setback, und tappert .
    Es gibt auch eine Wide Variante.


    Pow:
    Hier macht es übelst Laune. Es mag Steile schnelle Passagen aber auch zwischen den Bäume ist es super agil. Es ist sehr laufruhig im Pow und verzeiht einem fast alles , mal eine Kante über sehn und ausversehen rüber gesprungen , oder mal zu viel Rücklage bekommen, das Pogo gibt einem immer die Möglichkeit wieder ins Lot zu kommen, das schafft mein Storm Chaser nicht. Wenn es mal langsamer wird bei 40 cm + Neuschnee, wird es nicht kippelig und man bleibt in der Balance. Der Auftrieb ist Wahnsinn, dank der Langen Breiten Nose und dem leichten Schwalben Tail. Traversiern gehtsuper, und wenn man andere Spuren kreuzt im Pow gibt es auch nicht die heftigen „ Schläge“ welche den breiten Brettern zu eigen sind.
    Dank seines Geringen Gewichts, lässt es sich auch gut auf dem Rücken # Rücksackt tragen , wenn´s mal zu einem Secret Place gehen soll.


    Piste:
    Hier trennt sich die Spreu vom Weizen bei Powderbrettern. Mein Storm Chaser ist geil im Pow aber für mein Fahrkönnen auf der Piste und in Hügeligen verworfenen Gelände sehr anstrengend und Kräfte zehrend. Hier punktet das Pogo absolut. Es ist sehr stabil auf der Piste, sehr guter geradeauslauf, bleib absolut laufruhig, wenn es schnell auf harten Pisten bewegt wird, ist z.B. auch deutlich wendiger als mein Flight Attandent, welches 5 cm kürzer ist.
    Wenn die Piste hügeliger werden und sich die Schneehaufen türmen gegen Nachmittag , oder es slashi wird, kein Problem , das Pogo lässt sich unspektakulär bewegen und schneidet förmlich durch die Slush Hügel.
    Ich hatte es auch mal einem Kumpel kurz geliehen, der auch als Snowboardleherer im Schwarzwald arbeitet, und was soll ich sagen, der hatte richtig Spaß auf der Piste, swtich fahren, 180ties, Presses .... alles kein Problem für ihn, nur mein Brett wieder zu bekommen das war ein Problem. ;-) Also man kann auch andere Dinge da mit anstellen , was aber nicht die Paradedisziplin ist, für der Gerät.
    Carven ist nicht so geil glaube ich, was mir aber auch nicht liegt, da es mit einer Waist von 249mm in der Mitte für ein solch langes Brett sehr schmal baut.



    Was bleibt noch :
    Ich bin sehr begeistert von der Vielseitigkeit des Pogos, zum einen der Perfekte Begleiter im Pow, zum anderen auch absolut geeignet die Piste zu rocken, was ich bist her noch bei keinem Board hatte. Wendig komfortabel zu bewegen, fehlerverzeihend. Gerade für jemanden wie mich, der erst Spät angefangen hat mit dem Boarden, perfekt. Ich hatte die Letzte Saison am Arlberg gearbeitet und hatte bestimmt an die 100 Pistentage, und Schnee gab es ja letzte Saison auch mehr als genug. Das Pogo war letztlich das Brett was am meisten von mir Bewegt wurde, weil es sehr vielseitig einsetzbar ist mit Schwerpunkt Pow und Piste. Hätte ich es schon früher besessen, wäre es neben dem Off Axis wohl mein zweites Brett im Quiver. Mehr braucht man # Cheffkoch nicht.


    Nächste Saison geht´sdann wieder zum Arlberg :thumbsup:



    Work # Live # 19/20 Klösterle # Arlberg :thumbsup:

  • Danke für deinen Bericht. Schön mal was über solch edles Holz zu lesen :)

    ich habe auch lange überlegt ob ich das Geld ausgebe oder nicht. Da ich ja schon 4 Bretter hatte (...)

    Wir wissen doch alle: Die perfekte Anzahl der Boards im Quiver kann mit der Formel x=n+1 ausgerechnet werden. Wobei n=aktuelle Anzahl ;)