Ladies Board Nitro Victoria

  • Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einem neuen Board und kann mich zwischen dem Nitro Victoria und dem Burton feelgood nicht so recht entscheiden. Ich bin jetzt 10 Jahre das Nitro Black widow gefahren, welches ich bis heute liebe, aber nun gibt es leider wirklich den Geist auf.

    Ist das Nitro Victoria mit dem Black widow vergleichbar?
    Hat jemand Erfahrungen mit dem Victoria ?

    Oder ist das Burton feelgood das bessere Multi Talent?

    Ansonsten fiel mir noch das Rossignol Diva auf, was meint ihr dazu?

    Zu mir:

    - 1,63 m
    - 53 kg
    - Schuhgrösse 36
    - sehr Fortgeschritten mit sauberer Technik
    - hauptsächtlich Piste, sehr gerne Tiefschnee
    - keine Parks


    ach ja und falls ihr Tipps für eine passende Bindung habt, her damit!

    Habe mir Anfang des Winters die Nitro Crown Boots gekauft...

    Danke für eure Hilfe und LG!!!

  • Ist zwar ein älterer beitrag aber vielleicht hilft er dir ja:
    https://www.snowboarden.de/forum/material…chnee-6572.html

    Suchst du ein Real Twin für viel Switch?

    Das Nitro Black Widow war wohl ein sehr direktes aggressives Camberboard.
    Kannst du es auf eine eben Fläche legen und den Abstand der Kante vom Boden messen in der Boardmitte. Das sagt in etwa wie aggressiv die Cambervorspannung ist, meistens zwischen 2 und 7mm hoch.

    Das Burton Feelgood Camber geht auch in die Richtung aggressives Camber, aber du brauchst eine Channel-Kompatible Bindung. Ja nicht das Feelgood Flying V nehmen, das hat auf härterer Piste sehr schlechten kantenhalt.
    Das Victoria ist auch ein reines Camberboard, aber wie stark/hoch der Camber da ist steht halt leider nirgends.

    Das Rossignol Diva ist deutlich einfacher zu fahren als ein reines Camberboard, der Camber ist ja ca. 30cm kürzer und etwa 4-5mm hoch. Kostet weniger Kraft, verkantet fast nicht, dafür ist es ab ca. 50 oder 60km/h nicht mehr so stabil. Die Magnetraction Kante hält dafür super auf harter Piste.

    Wenn es ein richtig aggressives Camberboard für Frauen sein soll, wäre das Gnu B-Pro oder das LibTech Hot Knife mit C3BTX Vorspannung (extremer Camber an den Enden) was für richtig gute Fahrtechnik und mit super Rückmeldung.
    Von Rome gibt es ein ähnliches Profil MtnPopRocker 2.0 im Rome Agent Rocker (es ist KEIN ROCKERBOARD)
    Bei Rossignol wäre es das Justice, aber das ist schon nicht mehr ganz so aggressiv mit etwas Rocker an den Enden.
    Das Arbor Swoon Camber ist auch etwas entschärft mit den Uprise Fenders.

    Im Tiefschnee hilft Setback und Taper, wenn es mehr in den Tiefschnee gehen soll darauf achten. Beides macht das Tail etwas kürzer und schmaler als die Nose also einfacher zu steuern, dafür etwas loser.

    Die aktuellen Nitro Crown sollen ganz guten Response haben.
    Eine steifere Bindung wäre optimal für ein aggressives Board.
    Folgende bieten sehr gute Rückmeldung:
    Burton Escapade oder XBase
    Ride Capo
    Rome Targa
    Flux XF

  • Danke für Deine ausführliche Antwort!

    Ich merke beim Lesen, dass ich überhaupt keine Ahnung von all den technischen Eigenschaften habe, bzw. wie sich diese dann konkret beim Fahren auswirken.
    also heißt das je höher der camber desto aggressiver das Board?
    Das black widow hat 7mm.

    meine Fahrtechnik ist richtig gut, also verkanten ist kein Thema, daher ist aufgrund Deiner Beschreibung das schon mal Diva raus.

    Ich denke ein reines Camberboard ist das Richtige für mich.

    Jetzt habe ich ja noch ein paar andere auf der Liste :)

    und die Qual der Wahl....

    Danke für Deine Tipps!!!

  • 7mm hoher Camber ist schon sehr aggressiv, da gibt es nicht so viele Boards mit so viel Vorspannung. Es gibt ein paar sehr wenige Boards die eigentlich schon richtung Raceboard oder Boardercross gehen mit über 10mm Camberspannung, wo man die Finger schon drunter bekommt (Alloy)

    Das C3BTX von LibTech und Gnu hat etwa 7,5mm hohen starken Camber und ist sehr anspruchsvoll zu fahren für richtig starke Fahrer.
    Das Feelgood und Nitro Victoria solltest du vorher mal messen wie hoch der Camber ist.

    Du solltest dir dann noch überlegen ob du ein direktionales Board brauchst, wo die Bindungen nach hinten versetzt sind oder das hinten schmaler ist als vorne. Die fühlen sich weniger locked in (wie auf Schienen) an, sind einfacher zu steuern und haben im Tiefschnee mehr Auftrieb. Vergleich mal mit deinem Black Widow.

  • also die Bindung ist bei dem Black widow circa 2 cm nach hinten versetzt, aber schmaler ist es hinten nicht...

    das Victoria und das Feelgood sind beide direktional. Das Gnu, finde ich auch sehr cool, ist twin tip, heißt das jetzt das Gnu ist schwieriger zu steuern? Was meinst du mit starke Fahrer, brauche ich mehr Kraft um es zu kontrollieren?

  • Ah gut dann ist das Black Widow leicht direktional ohne Taper.

    Je mehr Cambervorspannung, desto mehr Hochtiefbewegung und besseres Timing ist notwendig um das Board umzukanten. Also bei jedem Umkanten insbesondere auf steilen Pisten ab rot etwa und auch auf Buckelpisten ist eine stärkere Hochtiefbewegung notwendig. Wenn man mal nur eine längere Piste runter gefahren ist spürt man das schon dass es mehr Kraft kostet. Wenn einem die Kraft ausgeht und die Hochtiefbewegungen ungenauer werden führt das evtl. zu leichten bis schwereren Verkantern.

    Was hier hilft: weniger hoher Camber z.B. 4mm statt 7mm, kürzerer Camber durch Rocker an den Enden, mehr Setback, Tail wird kürzer, Taper, Tail wird schmaler, Stance breiter, Hebel Beine zu Kante wird günstiger, Kanten an den Enden anheben/detunen, weniger scharfe Kante im Schnee. Nachteil dabei ist, dass das Board weniger stabil fährt und die Rückmeldung geringer wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Dunkelbazi79 (1. März 2018 um 10:33)