Snowboard-History - Vom Surfboard zu den heutigen Snowboards

Wie alles begann! Vom Schneesurfen zum Snowboarden

Der Amerikaner Sherwin Popper hatte Mitte der sechziger Jahre die faszinierende Idee, den damals in Amerika bereits sehr verbreiteten Surf-sport auf den Winter auszuweiten. Popper fand schnell jemanden, den er für seine Idee be-geistern konnte. Gemeinsam mit Brunswick Sproting Goods, einem Hersteller für Bowlingkugeln, der sowohl Mittel wie Materialien zur Verfügung stellte, wurde über Nacht ein neues Freizeit-vergnügen kreiert: das Schneesurfen. Das gemeinsame Produkt, der "Snurfer", kann mit Recht als Vorläufer des heutigen Snowboards, vielleicht sozusagen als Ur-Snowboard bezeichnet werden. Seine Form entsprach des eines Surfboards, das mit einer an der Brettspitze befestigten Schnur und einer Hantel am Schnurende ausgestattet war. Mit diesem aus Plastik gefertigten Minisurfboard konnte man im Schnee herumrutschen und den Surfsport zumindest imitieren. Um 15 Dollar pro Stück wude es als Winterspielzeug über den Spielzeugmarkt vertrieben und er-reichte immerhin die stattliche Verkaufszahl von einer Million. Dann war allerdings Schluss. Die Legende weiss von einem völlig unkontrollierbaren und deshalb gefährlichen "Unding" zu be-richten, daß durch seine Anwender - eben einer Horde ausser Rand und Band geratener Kinder - für eine ganze Menge Aufregung auf den Pisten sorgte. Die Kinder jedenfalls hatten ihren Spass, die Liftbesitzer dagegen ihren Ärger. Nachdem sich der Snurfer endgültig verabschiedet hatte, blieb zunächst nur die schlechte Erinnerung an ein chaotisches und auf den Skipisten uner-wünschtes Gerät. Diese schlechte Image hatte jedoch auch für die zukünftige Entwicklung des Snowboardens negative Folgen: es musste erst einmal lange Zeit gegen den schlechten Ruf seines gescheiterten Vorgängers ankämpfen.

Die Väter des Snowboards Wer den Stammbaum des snowboarding zurückverfolgt, der wird unweigerlich Mitte der siebziger Jahre auf zwei Namen stossen, deren Träger zurecht als Väter des Snowboardens bezeichnet werden. Ihr Namenszug ziert auch heute noch zwei bekannte Boardmarken: Tom Sims und Jake Burton . Jake Burton war so von der Idee überzeugt, dass er 1977 seinen Job aufgab und sich ganz der Entwicklung eines funktionstüchtigen Sportgerätes widmete. Er war der erste, der sich auf die Bauweise der Skier besann und im Dezember 1978 das erste Board in Serienproduktion auf den Markt brachte - das "Backhill" . Der erste Schritt zu einer revolutionären Entwicklung im Wintersport war getan. Durch die Erfindung der Schalenbindung Mitte der 80ziger und der weiteren technischen Ent-wicklung der Boards erlangte der Sport zunächst in Amerika Anerkennung. Neben dem Snow-board waren zu dieser Zeit auch noch andere Exoten wie der Monoski oder das Swingbo auf der Piste zu sehen. Letzendlich hat das Snowboard sich aber aus der Unterstützung der damaligen Skateboardsszene gegenüber diesen Sportgeräte durchsetzen können.

Anfang der 90ziger boomte das Snowboard und schien für die jüngere Generation als echte Alter-native zum herkömmlichen Wintersportgerät Ski . Diese Entwicklung führte zu der Gründung der ersten Dachverbände und organisationen ( North American Snowboard Association,Snowboard European Association ,sowie nationaler Verbände ).

Durch den internationalen Zusammenschluss der Snowboardverbände entstand als Dach-organisation die International Snowboard Federation , mehr bekannt unter dem Kürzel ISF. Der weiter anhaltende Boom des Snowboards führte dazu das ab 1994 die FIS, als internationaler Skiverband , mehr und mehr Interesse an dem "ehemaligen " Konkurrenten Snowboard fand .Da die ISF Organisationen ,Fahrer und Sponsoren Auffassungsunterschiede zu der FIS Organisation hatten ,kam es nicht zu einer Übernahme durch das FIS komitee.

Im Jahre 1998 wurde Snowboarden zum erstenmal olympisch ( Japan , Nagano ). Diese Veranstaltung und die steigenden Verkaufszahlen in Nordamerika und Europa sind wohl als auschlaggebend dafür zu nennen, dass Snowboarding sich als Wintersportgerät neben den Ski etablierte. 

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