Kicker springen, wie geht's was muss ich üben

Nur ist es auch beim Kicker springen nicht damit getan, einfach gerade auf die Schanze zuzugasen, um sich dann möglichst weit und spektakulär in die Luft zu katapultieren. Um wirklich fette Tricks über den Kicker zeigen zu können, bedarf es einer gewissen Vorübung. Zuerst einmal müssen die Basics erlernt und verinnerlicht werden. Zudem sollten die äußeren Bedingungen nie unterschätzt werden. Niemandem soll der Spaß am spontanen Risikorausch genommen werden. Wer das Ganze allerdings ein bisschen geplanter angeht, wird danach umso mehr Adrenalin produzieren. Ein gelungener Air hängt nämlich nicht nur von deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten ab, sondern genauso von Faktoren wie der Beschaffenheit des Kickers, dem Wetter, deinem Board und dem Schnee. Daher solltest du dir über diese Faktoren zumindest einmal vor deinem Sprung Gedanken gemacht haben, um sie abschätzen zu können und dementsprechend darauf reagieren zu können. Grundsätzlich ist es für jeden Sprung wichtig, genügend Geschwindigkeit mit auf den Kicker zu nehmen, um nicht vorzeitig auf dem Table aufzuschlagen. Sollte dir allerdings, nicht zuletzt aufgrund einiger der angesprochenen Faktoren, mulmig vor dem Absprung werden, ist es manchmal durchaus ratsam, noch mal links oder rechts am Kicker vorbei zu gasen, um keinen ungewollten Sturz zu produzieren.

Absprung
Um den Sprung dann auch sturzfrei und sauber über die Bühne zu kriegen, bedarf es zuerst einmal einer guten Absprungtechnik. Um auch wirklich stylische Tricks hinlegen zu können, musst du mit deinem Board eine gewisse Sprunghöhe erreichen. Das schaffst du zum einen natürlich durch genügend Schwung vor dem Absprung. Zum anderen ist dafür ein saftiger, aktiver Absprung notwendig. Das heißt im Klartext, dass du an der Kickerkante senkrecht zur selben einen schönen Ollie springst, der dir genügend Airtime verschafft.

Straight Air
Der Straight Air mag erstmal ganz simpel und langweilig wirken, ist als Basic für das Kicker springen aber nicht weg zu denken. Hier kannst du das Gefühl für einen sauberen Absprung, genügend Airtime und eine softe Landung entwickeln. Der Straight Air wird genauso angefahren wie er gesprungen wird, nämlich kerzengerade. Tief in der Hocke auf die Kante zuschießend katapultierst du dich mit einem kräftigen Ollie vom Kicker. Je kompakter du in der Luft bist, desto stabiler wird dein Sprung werden. Daher ist es durchaus ratsam, bald einige Grabs mit einzubauen. Die sehen nicht nur stylischer aus, sondern bringen dir auch die nötige Ruhe in der Luft. Angefangen bei Backside-, Frontside-, Mute und Stalefish-Grabs kannst du dich nach und nach in deinen Variationen steigern. Fortgeschrittene können dann schon mal Tweaks und Bones in die Tricks mit aufnehmen. Je länger du den Grab hältst, desto kontrollierter wird der Trick. Bei der Landung solltest du natürlich darauf achten, im dafür vorgesehenen steilen Auslauf aufzukommen. Drück das Brett auf den Schnee und versuch, den Aufschlag in den Knien aufzufangen. 

Zurück