Wien ist anders - Kick off in der Hauptstadt

Per Limo und mit Snowboards geht es in den nächsten zwei Wochen für eine Handvoll internationaler Snowboard Profis quer durch Europa. Am 11. und 12. November startete der Road Trip in Wien. Für die Mitwirkenden eine lohnende Erfahrung.

Morgenstund’ hat Gold im Mund – Grund genug für Hans Ahlund (SWE), Dmitry Fesenko (RUS), Darrell Mathes und Loui Vito (beide USA), Juuso Laivisto (FIN) und den österreichischen local Hero Peter König (Tirol) am Samstagmorgen bereits zeitig um 06.30 die Wiener Stadthalle zu beschlagnahmen. Aufgrund des Jetlags putzmunter zeigte sich der Amerikaner Loui Vito am ersten Rail des Tages bereist höchst motiviert und imponierte mit einem FS board pretzel out. Als warm-up Spot gedacht, hielten sich aber auch die anderen kaum zurück – für viele war es das erste Rail der Saison – und starteten Tag und Tour mit 5-0 180 off (Hans Ahlund) oder bs board 270 out (Peter König). Beim zweiten Spot des Tages, einem Downrail im Herzen Klosterneuburgs, boten die Boarder den stehen gebliebenen Autofahrern wahre Glanzstücke ihres Könnens: Nose press Tricks von Juuso Laivisto und Peter König sowie ein Switch 5-0 180 von Hans Ahlund und einen 50-50 to switch 5-0 von Loui Vito. Gebührend gefeiert wurde dieser erste Tag bei der offiziellen Kick off Party im Volksgarten Banane bis zum Morgengrauen.

Die Session am Gasometer tags darauf fiel Regen, Wind und geparkten Autos zum Opfer. An passenden Locations nicht reizlos, präsentierte sich die Bundeshauptstadt am Sonntagnachmittag freundlicher und Mittelsmann Peter König führte die Crew an die Schiffsschleuse Nußdorf, direkt am Wasser. Der etwas andere Cityspot wurde richtiggehend ausgekostet. Der neu angekommene Max Legend (CAN) lieferte sich mit dem Österreicher und dem nimmermüden Loui Vito einen trickreichen Schlagabtausch bis zum Sonnenuntergang. Zur Verbrennungsanlage, der Nachtsession des Tages, drängte Dmitry Fesenko, der nach Fieberschüben am Vortag wieder auf Touren gekommen war und sich in den letzten eineinhalb Stunden des ersten Tourstopps austobte. Während es für Peter König anschließend wieder zurück auf die Schulbank im Zillertal ging – „es war mir eine große Ehre mit den Jungs zwei Tage quer durch Wien zu rippen“ - verabschiedete sich der Tross in Richtung Bratislava (SVK).

Noch bis zum 26. November ist Red Bull drive by auf Shooting Tour durch Europa unterwegs. Die Landkarte zeigt in einigen Teilen dieses Kontinents blanke Stellen – snowboardtechnisch völlig unberührt und fotografisch unverbraucht. Die eingeschlagene Richtung rückt die östlichen Länder ins Rampenlicht. Ein Road Trip im Gangsta Look von Wien bis Belgrad auf der Suche nach ungewöhnlichen und urbanen Spots. Für die Geheimtipps in jeder Stadt sind die local Heroes zuständig; sie führen ihre internationalen Kollegen zu den besten Spots ihrer City.

Prag als Auftakt und Amsterdam als Abschluss, ansonsten quer durch Österreich, die Schweiz und Deutschland - der Streckenplan von 2005. Heuer weist das GPS deutlich gen Osten. Nach dem Auftakt-Shooting in Wien führt der Weg in Woche eins über Bratislava (SVK) und Brno (CZE) in die polnische Kleinstadt Katonice nahe Krakau, wo auch Hannes Metzler zur Truppe stoßen wird. Suchen, shooten, weiter reisen – Timisoara im Westen Rumäniens steht als nächste Location auf dem Programm. Nach weiteren drei Tagen und insgesamt 2000 Kilometer zeigt die Peilung nach Belgrad, der serbischen Hauptstadt und Final Destination der Red Bull drive by Tour 2006.

Ein integriertes Kühlsystem im mitgeführten Anhänger macht den Road Trip unabhängig von den jeweiligen Bedingungen vor Ort. Egal ob die Sonne scheint, regnet oder schneit - im Trailer ist immer genug Kaltes für In-Run und Landung. Anfahrtsrampe, Soundsystem und Schubkarren gehen ebenfalls mit on tour.

Das geshootete Material der einzelnen Stopps samt Tour Diary, Bilder und Videos der Sessions gibt es online auf der Veranstaltungsseite www.redbulldriveby.com. Wer wissen will wo und wann genau welcher Spot zum Gangsta’s Paradise wird, kann sich über ein sms-Service auf der Website informieren lassen.

Zurück