Unsere Gletscher im Rekordsommer 2013

2013 – Nass-kühler Frühling rettet Gletscher
Dieses Jahr starteten die Gletscher mit einer meist recht durchschnittlichen Winterschneedecke in das Sommerhalbjahr, das ein Wechselbad der Gefühle mit sich brachte. Anfang Mai stand die Lage vorübergehend schlecht. Föhniger Südwind sorgte für hohe Temperaturen und der mitgeführte Saharastaub färbte die Schneeoberflächen schmutzig grau – ein Faktor zur Beschleunigung der Schmelze. Dann folgte allerdings eine außergewöhnlich kühle und im Gebirge schneereiche Witterungsperiode, die in stark überdurchschnittlichen Schneehöhen Anfang Juni gipfelte. Der Rest des ersten Sommermonats brachte teils heißes und teils gemäßigtes Wetter, sodass sich bis weit in den Juli hinein trotz ungewöhnlich viel Sonne und Hitze verhältnismäßig viel Schnee im Hochgebirge halten konnte. Die Augusthitze legte dann zwar immer größere Gletscherflächen frei, im Großen und Ganzen ist die Situation im Moment aber als durchschnittlich und wenig kritisch einzustufen. „Die markanten Neuschneezuwächse von Mitte Mai bis Anfang Juni haben uns vor einem katastrophalen Gletscherjahr bewahrt. Hätten wir nicht diesen Schneepolster gehabt, wären ähnliche Schmelzraten wie im Hitzejahr 2003 zu erwarten gewesen!“, stellt der UBIMET-Meteorologe fest und ergänzt: „Nach drei warmen Augustwochen konnte man aufgrund der Abkühlung mit Neuschnee in der letzten Augustwoche aufatmen. Somit ist das Gröbste für dieses Jahr überstanden.“

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