Snowboarder gründen eigenen Verband

Vizepräsidenten wurden Germut Bielitz, Bernd Kroschewski und Alexander
Dörr gewählt. Timm Stade übernimmt die Geschäftsführung. Um von der
Infrastruktur und der Administration eines Spitzensportverbandes
profitieren zu können, werden die Snowboarder vorläufig ihre
Schaltzentrale im Haus des Ski in Planegg eröffnen.

Heute haben in Stuttgart elf Landesskiverbände der Bundesrepublik
Deutschland einen eigenständigen Snowboardverband gegründet. Da die
Landesskiverbände mit rund sieben Prozent ihrer Mitglieder vertreten
sind, umfasst der neue Snowboardverband rund 45.000 Mitglieder. Die
Gründungsversammlung wählte ein vierköpfiges Präsidium mit Dr. Otmar
Spies an der Spitze. Als Vizepräsidenten wurden Germut Bielitz, Bernd
Kroschewski und Alexander Dörr bestellt. Die Geschäftsführung liegt in
der Hand von Timm Stade.

DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller hatte zuvor die Notwendigkeiten, aber

auch die bisherigen Schwierigkeiten einer eigenständigen
Snowboardstruktur unter dem Dach des DSV erläutert: "Bei der Gründung
des Verbandes waren wir uns der Probleme bewusst, die der Spagat einer
Einheit aller Snowboarder aus den Lagern des DSV und der German
Snowboard Association (GSA) mit sich bringt."
Unterschiedliche Philosophien und Wettkampfserien hätten eine optimale
Entwicklung erschwert. Nun gehe es darum, tragfähige Strukturen
aufzubauen, die zum einen die Arbeit der Landesskiverbände und der
Vereine in der Breite fördern und zum anderen eine solide Finanzierung
des Trainings- und Wettkampfbetriebes im Spitzenbereich sicherstellen
soll. Darüber hinaus, so Dr. Otmar Spies, müssen für den Nachwuchs
attraktive Wettkampfserien aufgebaut werden.

Dass der neue Snowboardverband seine Geschäftsstelle vorläufig im Haus
des Ski von Planegg einrichtet, sieht der neue Präsident als Chance für
die Snowboarder: "Durch die Ortswahl geht es nicht darum, die Inhalte
des Snowboardsports zu reglementieren. Der neue Snowboardverband soll
vielmehr die Möglichkeit bekommen, beim seinem Aufbau von den
Erfahrungen, dem Know-how und der bestehenden eines erfolgreichen
Spitzenverbandes zu lernen und zu profitieren." Durch das Ausschöpfen
von administrativen Synergien, betont Dr. Spies, könne kostengünstiger
gearbeitet werden. "Gerade in der schwierigen Startphase muss besonders
beachtet werden, dass das Geld primär dem Sport und seiner
Leistungsentwicklung zufließt."

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