Sandboarding Worlchampionships 1999

Freitag packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Monte Kaolino. Nach zwei Stunden Fahrt ragte dann auch schon der Quarzsandberg stolz vor unserer Nase empor. Leider konnten wir die Qualifikationsläufe nicht verfolgen, aber das Hauptprogramm wurde sowieso sinnvollerweise erst ab Freitag angeboten (Ergebnislisten könnt Ihr bei www.sandboarding.org herunterladen, oder auch bei uns betrachten). Zunächst fanden wir sehr positiv, daß für genügend Parkplätze gesorgt wurde, so daß an allen Tagen keine Parkplatznot (so wie wir das bei anderen Veranstaltungen schon erlebt haben) entstand und sogar Camper, für die auf dem normalen Campingplatz nichts mehr frei war, fanden dort ein Eck zum Übernachten. Das Organisationsteam war durchwegs sehr freundlich und bemühte sich wahrlich, den Zuschauern eine schöne Veranstaltung zu bieten. Dies ist Ihnen auch gelungen! Neben den ganzen Wettkämpfen konnte man sich mit Bungee-Jumping oder auch Zorbing (eine große Plastikkugel, in die man sich durch ein kleines Loch hindurchzwängt, um sich dann mit dieser ein Gefälle herunterkugeln zu lassen) den nötigen Kick besorgen. Des weiteren zierten diverse Imbißbuden und Bekleidungsstände das Gelände. Wer sich kurz abkühlen mußte, der konnte das Freibad mit tollem Sandliegeplatz nutzen. Auf der kurzen Pressekonferenz am Freitag Abend wurden einige Sponsoren und die Gewinner des letzten Jahres in den verschiedenen Disziplinen vorgestellt. Katja Reinauer und Dieter Moherndl mußten sich aber nur wenigen Fragen der Journalisten unterziehen, da schon die Proben der Tonanlage für das geplante Konzert der "Absoluten Beginner" starteten und dies das Zuhören nahezu unmöglich machte. Dennoch betonten sie alle den Spaßfaktor, der doch bei dieser Veranstaltung im Vordergrund stünde (trotzdem zeigten sich dann alle bei den Disziplinen relativ ehrgeizig). Dieses Jahr wurden sogar Teilnehmer aus Südafrika bei der Veranstaltung registriert und auch die nahmen den ganzen Wettkampf eher von der lockeren Seite. Das Konzert der "Absoluten Beginner" war das Highlight des Abends und lockte auch die Jugend der Umgebung an, die das Sandboarden nicht ganz so interessierte. Was uns störte, war das während des Konzerts von vielen Seiten Marihuana-Gerüche wahrzunehmen waren ( so schlecht waren die "Absoluten Beginner" dann doch nicht, das man sich gleich zurauchen mußte ). Am Samstag Vormittag schienen sich die meisten Leute noch von den Feierlichkeiten des Vortags zu erholen. Wohlwissend wurde deswegen die erste Veranstaltung auf 12.30 Uhr gelegt. Die Piste des Giant Slalom befand sich in gutem Zustand, und um ein spannendes Rennen zu sehen muß es ja nicht immer unbedingt Schnee sein. Auf Sand lassen sich ja genauso knappe Rennen verfolgen. Nach diesem Rennen gönnte wir uns eine kleine Pause im Freibad (wie die meisten anderen Besucher auch) und betrachtete die nicht zu knapp vorhandenen schönen Mädels. Dies allein ist schon ein Grund, diese Veranstaltung nächstes Jahr wieder zu besuchen. Um 17.30 begann der Boardercross, der vor allem durch einen kurz vor dem Ziel angelegten Teich ein großes Spektakel war. Außerdem wurden noch zwei Sprünge in den Lauf eingebaut, die zwar leicht aussahen, aber auf Sand eher doch nicht ganz so einfach waren. Nicht nur dem Publikum, sondern auch den Fahrern schien diese Disziplin großen Spaß zu machen. Publikumsmagnet des Tages war natürlich der Monte High Speed Contest, der schon bei Flutlicht ausgetragen werden mußte. Leider wurde der Höchstgeschwindigkeitsrekord von 62,3km/h (Holger Hirsch) dieses Jahr nicht überboten, Axel Sander aus South Africa gewann dieses Jahr mit 58,6 km/h den Monte High Speed Contest. Die Lasershow, die nach der Siegerehrung folgte. war sehenswert, soll aber nächstes Jahr noch um einiges überboten werden. Am Sonntag fand dann der ganze Event seinen Abschluß mit dem Finale im BAD+MAD Sandboardercross den Bernd Flügel gewann und im Duell-Sandslalom Dieter Moherndl. Bei den Damen kassierte Katja Reinauer in allen Disziplinen den ersten Platz ab, und arbeitete sich so in der ewigen Rangliste nach oben. Insgesamt waren wir positiv überrascht von der Veranstaltung und freuen uns auf's nächste Jahr. Im Einklang mit dem schönen Wetter ist der Monte Kaolino der ideale Platz, um ein Partywochenende bei den Championships zu verbringen (wobei die besten Tage Freitag und Samstag sind). Wer das Sandboarden einmal selber ausprobieren will, der sollte eine Tour nach Hirschau unternehmen und sich am Monte einen schönen Tag machen.



Endergebnisse Sandboard WM 99 Final Standings

.
GIANT-SANDSLALOM HERREN 99 (Men) .
Place Name Time

1 Dieter Moherndl 0.34,34
2 Andreas Moller 0.35,03
3 Markus Ebner 0.35,39
4 Stefan Stark 0.36,11
5 Tom Müller 0.36,19
6 Holger Hirsch 0.36,33
7 Bernd Flügel 0.36,34
8 Ralf Basso 0.36,61
9 Franz Sterr 0.37,17
10 Urs Kröpfli 0.37,79


GIANT-SANDSLALOM DAMEN 99 (Women) .
Place Name Time

1 Katja Reinauer 0.39,07
2 Simone Hurt 0.42,81
3 Michaela Hampe 0.42,91
4 Birgit Brei 0.43,38
5 Heidi Leitner 0.44,37
6 Simone Pullen 0.46,53
7 Nana Fritz 0.48,10
8 Jana Englert 0.49,05
9 Ina Schönherr 0.50,21
10 Wendy Scholten 0.51,73


DUELL-SANDSLALOM HERREN 99 (Men)
Place Name

1 Dieter Moherndl
2 Bernd Flügel
3 Andreas Moller
4 Stefan Stark
5 Willi Schiedermeier
6 Bernhard Hornek
7 Markus Ebner
8 Gebhard Stocker
9 Ralf Basso
10 Urs Kröpfli


DUELL-SANDSLALOM DAMEN 99 (Women)
Place Name

1 Katja Reinauer
2 Simone Pullen
3 Michaela Hampe
4 Meike Scholler
5 Heidi Leitner
6 Birgit Brei
7 Wendy Scholten
8 Sandra Münch
9 Kirsten Kroone
10 Nina Nitsch


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BAD+MAD Sandboardercross HERREN 99 (Men)
Place Name

1 Bernd Flügel
2 Alex Mayr
3 Christian Settele
4 Axel Gmeiner


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BAD+MAD Sandboardercross DAMEN 99 (Women)
Place Name

1 Katja Reinauer
2 Birgit Brei
3 Jeanine Salaw
4 Iris Preissinger


.
HIGHSPEED CONTEST 99
km/h Name
58,6 Axel Sander (South Africa) 

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