Rookie meets Pro Slopestyle Jam

Der Park bestand aus zwei parallel zueinander liegenden, gleichgeshapten Kursen über die die Teilnehmer der Jam am Samstag zur gleichen Zeit fuhren. Der Kurs begann auf jeder Seite mit einem etwa 7 Meter langen Sprung und einer schönen recht langen und steilen Landung, die allerdings dem windingen Wetter entsprechend, eisig war. Der 2. Sprung war wesentlich größer und konnte sowohl als corner als auch als straight jump, der dann etwas 13m lang war, gefahren werden. Der Take-Off war recht steil und den Zuschauern wurde hier besonders viel Airtime geboten.
Anschließend gab es zwei straight rails, wobei das zweite sicher 6m lang und alles andere als straight war. Das letzte Obstacle war eine kleine Quarterpipe, die entlang des Copings auf der äußeren linken und rechten Seite rails herausschauten, auf die man auch gar nicht so leicht rauf kam. Leicht rauf kamen die Fahrer allerdings zum Anfang des Parks. Die Jungs vom Playboard hatten nämlich einen Pistenbully arrangiert, in deren Schaufel sich die Fahrer bequem und schnell hoch fahren ließen.
Samstag wie gesagt war ein reiner Jam ohne judging. Sonntag dann fand der Contest statt, der ein interessantes und spaßiges Format hatte. Um 11.30 Uhr war das Riders Meeting, eine sehr humane Zeit für einen Sonntag morgen, der den Landungen auch was Zeit ließ, sich aufzuwärmen. Dann fing die halbstündige Aufwärmsession für die Rider an. Jeder fuhr nach Lust und Laune. Das galt dann auch für die anschließende Contest-Jam. Jeder, der teil nahm, konnte eine Stunde lang nach Herzenslust fahren und um seinen Run judgen zu lassen musste man oben am Start dem Tobi Bescheid sagen, der dann den entsprechenden Namen zu den Judges durchgab. Man konnte drei Runs judgen lassen, wovon die besten zwei in die Wertung einflossen.
Obwohl der Event zeitgleich zum Kaunertaler Opening statt fand, war er sehr gut von vielen bekannten Namen aus der Snowboardszene besucht. Jan Michaelis und Martin Rasinger, sind nur einige davon. Besonders fiel das Santa Cruz Team mit Besetzung aus den US auf.
Alexis „Lexi“ Waite corkte ihre 360 auf den 2. Platz bei den Mädels und fiel mit schönen Boardslides auf. Sie lag ganz schön knapp hinter dem ersten Platz, Vera Janssen. Dritte wurde Kati.
Der 16jährige Curtis gewann die 1500 Euro Preisgeld bei den Jungs mit sehr sauberen Runs und dem größten Backside 180 über den 2. Sprung, den er fast im Flachen stompte. Charley Morace gewann als 2. noch immer 750 Euro und brachte die Judges mit FS Rodeos auf seine Seite. Dritter wurde der Münchener Alex Schmaltz auf Völkl mit unter anderem einem saugeilen FS Boardslide über das schwerste Rail, das auf der Quarter stand und schönen switch7ern.
Es war ein sehr gelungener Contest denn wir brauchten keine Nummern anzuziehen. Das Warten bei Tobi am Drop-In kann bei so vielen Teilnhmern nicht ausgeschlossen werden, und das windige Wetter auf den Stubaier auch nicht. Im ganzen erinnerte es mich mehr an ein Fahren mit Freunden, bei dem man sich einfach gegenseitig pusht und Spaß an den ersten Tagen der Saison hat. Zukünftig könnte man vielleicht auch für die Mädels ein kleines Taschengeld rausspringen lassen.


Gruß

Vera Janssen       

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