Riding auf Pro-Level beim CAD Serfaus

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Nachdem es in den Tagen vor dem Wettbewerb jeden Tag ca. 15-20 cm geschneit hatte, musste der Funpark in den Vortagen komplett neu geshaped werden. Das Shaper-Team um Mexx Flach leistete hierbei großartige Arbeit. Der Funpark stand am Samstag Morgen so exzellent da, dass zahlreiche Contestteilnehmer nach der ersten Parkbesichtigung, „ein voll geiler Park!“ als Kommentar abgaben. Entsprechend gut war dann auch die Stimmung beim vorletzten Qualifikations-Tourstopp der ChillandDestroy Tour in Serfaus. Letztendlich waren es Philipp Frötscher /AUT bei den Herren, Angelo Gastl /AUT bei den Kids und Sandra Graf /AUT bei den Girls, die mit ihrem Riding glänzten und an diesem Tag die begehrte CAD-Trophäe mit nach Hause nahmen.

Es hatte wie bereits erwähnt die ganze Woche über geschneit, so dass die Parkshaper die Obstacles jeden Tag auf’s Neue ausgraben mussten. Entsprechend genervt war dann auch der Kommentar einer der Shaper, Flo Achenreiner: „Diesen Winter ist es wirklich krass, sonst habe ich mindestens fünf Snowboardtage die Woche, wo ich zum Shredden komme! Momentan sind wir nur am Obstacles Ausgraben und am Parkshapen, so dass ich grade mal zwei Tage die Woche zum fahren komme...!“ Ja, ja, Mexx, Flo, Basti, Goffi, Friedrich & Co. nehmen ihren Job ganz genau! Und das spiegelt sich im exzellenten Zustand des Slopestyle Parks wieder. „Es reicht nicht, damit zu werben, dass ein Funpark vorhanden ist – der Park muss auch immer gut dastehen!“, so das einhellige Credo der Shaper-Crew. Und wer einmal die Gelegenheit hat, den Park in Serfaus zu shredden, der wird zum einen die Vielfalt an Obstacles zu schätzen wissen und zum Anderen die perfekte Shape-Arbeit. Wer einmal in den Genuss kommt, diesen feinen Obstacle-Park zu fahren, wird auf jeden Fall wieder nach Serfaus kommen....! Aber nun zurück zum CAD-Contest!

Beim Blick aus dem Fenster am Samstag Morgen nach dem Aufstehen, erhellte sich sicherlich bei vielen die Mine schlagartig, als sie den strahlend blauen Himmel über den schneebedeckten Bergmassiven erblickten. Die Temperaturen an diesem Tag ließen Erinnerungen an gewisse Summercamp-Erlebnisse wach werden, konnte man doch mit T-Shirt bekleidet, locker den ganzen Tag am Berg, zum chillen verbringen. Das Wettkampf-Areal bestand aus einer großen Kickerline mit einem 15 Meter und einem 18 Meter Table, sowie einer Medium-Kickerline mit jeweils ca. 10-12 Meter Tablelänge. Danach konnte ein wunderschönes Stufen-Setup mit ca. 20 Meter Länge (Double-Kinked Box und Double Kinked-Rail) oder wahlweise auch ein knapp 8 Meter langer Picknick-Table gecleart werden. Den Abschluss des Contest-Geländes markierte ein längs eingebauter Wallride mit zahlreichen Variationsmöglichkeiten. Die Obsatcles im „gejudgeden Areal“ sind wie bereits erwähnt nur ein kleiner Auszug aus dem Repertoire des „FLIGHT & CROSS PARk“ in Serfaus. Weiter oben im Park gibt es u.a. noch zig Downrails, Straightrails & Boxen – auch mit Ledges, Kinked-Rails & Boxen, Rainbowrail, Picknick-Tables, A-Frame-Rails, Jib-Tonnen, Jib-Tree’s und viele Obstacles mehr zu shredden. Wirklich ein kleines Jibber-Paradies...!

Das Judge-Team um Headjudge Flo Müller behielt im Zuge der Competition immer den vollen Durchblick, obwohl das Riding-Level an diesem Tag wieder sehr hoch und die Leistungsdichte massiv war. Zahlreiche Pistenbesucher verfolgten an diesem Samstag vom Rande aus das rege Treiben im Slopestylepark. Die Fahrer wurden mit lautstarken Zurufen, bei besonders anspruchsvollen Tricks angefeuert. Die Stimmung war sowieso sensationell, da auch das Wetter und das wunderbare Bergpanorame seinen Teil dazu beitrug.

Die auffälligen Rider in der Quali waren sicherlich der Lokalmatador Friedrich Gram, die beiden Deutschen Jonel Fricke (Inv 5er, fs 7er o. bs 5er – 5. Platz nach der Quali) und Benno Postert (bs 7er, bs 5er – 8. Paltz nach der Quali ), die beiden Tschechen Roman Dlauhy (u.a. fs 7er – 9. Palatz nach der Quali) und Thomas Tuzcar (fs 5er u. bs 7er – 3. Platz nach der Quali), die Schweizer Patrick Müller (fs 9er u. fs 7er – 7. Platz nach der Quali) und Roger Schuler (Cab 5er u. fs 7er), sowie die weiteren Österreicher Bernhard Kraxner (bs 5er u. bs 7er - 10. Platz nach der Quali), Dominiert jedoch, wurde das Fahrerfeld der Männer vom Mayerhofener Florian Heim (u.a. fs 7er Tailgrab, Shifty 180 u. wunderschöner fs 7er – 2. Platz nach der Quali) und von Philipp Frötscher aus Nauders /AUT der mit Platz eins in der Quali und einem super ausgeführten fs 9er (sowie bs 3er, fs 7er) in die verdiente Pause zwischen Qualifikation und Finale ging. In diesem besagten Break konnten die Rider in gewohnter Maier wieder ihre Energievorräte mit Red Bull Energy Drinks auffüllen, den Hunger mit reichlich Grillwürsten vom großzügigen CAD-Barbeque, oder heißer Suppe stillen, sowie den Durst mit Pfefferminze-Tee löschen.

Bei den Jungen unter 16 Jahren kamen die besten drei aus der Quali weiter. Unter ihnen auch Fabian Fraidl (Zams /AUT), der als Führender überlegen ins Finale einzog. Dahinter sorgte wieder einmal Angelo Gastl, der bereits beim CAD in Alpendorf letzte Woche gewonnen hatte, für Furore! Als Drittplatzierter der Quali zog der Innsbrucker Phillip Kundratitz auch noch ins Finale ein. Die Moderatoren Harald Döpfert und Markus Volkmar gaben unmissverständlich den Ton an diesem
Tag an und informierten Teilnehmer, wie auch die zahlreich erschienenen Zuschauer mit Fachkompetenz, Interviews und „Mundakrobatik“ vom feinsten. Frisch gestärkt nach der Pause wurden die Finalisten zum Start geschickt. Während in der Quali die Scores aus den beiden Runs addiert wurden, durften die Rider im Finale drei Mal an den Start gehen, wobei der beste von den drei Runs zählte. Den Sieg bei den „Größen Jungen“ sicherte sich im Finale Philipp Frötscher. Nach
zweijähriger Contest-Abstinenz konnte er gleich im ersten Contest zeigen, auf welchem Level er sich bewegt und landete dabei ganz oben auf dem „Stockerl“. Sehr eindrucksvoll sein bester Run: bs 3er am ersten Kicker, dann fs 1080 am großen zweiten Kicker, danach 270on-270 off-Combo am Picknick-Table und als Abschluß noch einen schönen Wallride-Jib. Zweiter und damit auch fürs CADFinale in Arosa qualifiziert, wurde der Tscheche Roman Dlauhy ( Sein bester run: bs 720, fs 540,
50/50 180off am Stufen-Setup). Der Zillertaler Florian Heim erhielt vom Veranstalter für seine beeindruckende Performance über den gesamten Contest und aufgrund seines dritten Platzes vorab eine Wildcard für das CAD-Finale in Arosa am 4. April. Sein bester run: bs 3er Shifty, fs 720 doublegrab! Der undankbare vierte Platz geht an den Deutschen, aber in Innsbruck lebenden Benno Postert, der als Zweitplatzierter im CAD Finale 2008 sowieso schon für das CAD-Finale 2009 gesetzt
ist. Fünfter wird Thomas Tuzar aus Prag /CZ vor dem Lokalmatador und Parkshaper Friedrich Gram (6.) und den beiden Schweizern Roger Schuler (7.) und Patrick Müller (8.). Jonel Fricke, das sympathische blonde Energiebündel aus Worpswede /GER landet mit seinem sehenswerten gestandenen „Signature Trick“ Double Frontflip auf dem neunten Platz. Bernhard Kraxner komplettierte die „Top Ten“ mit dem zehnten Platz.

Bei den Kids machte Angelo Gastl aus Längenfeld /AUT mit einem Backside Rodeo im Finale alles klar und platzierte sich auf dem „Stockerl“ ganz oben. Zweiter wurde Fabian Fraidl aus Zams /AUT. Platz drei ging wieder einmal an den Innsbrucker „Nachwuchsrocker“ Phillip Kundratitz. Alle drei „Minishred’s“ dürfen sich über einen Startplatz beim CAD-Finale in Arosa freuen!
Bei den Snowboard-Girls holte sich die Schweizerin Sandra Graf aus Eggersried den1. Platz (u.a. Shifty, fs 3er und bs Boardslide). Maria Teifel aus Reit im Winkl /GER landete mit Straight Airs, 50/50 am Picknick Table und einem sehenswerten Wallride auf dem 2.Platz und die Deutsche in Salzburg lebende Nadine Härtinger platzierte sich auf den dritten Platz. Alle drei sind für das Finale in Arosa qualifiziert!

Am Abend wurde in einer urigen Serfauser Kneipe, deren Name dem Verfasser dieses Berichtes leider entfallen ist (...irgendwas mit „Holzstadel oder Lederhosen...?“) und den zwei local DJ’s - „Burtonfuzzi vs. MC Fotzenkaiser“ gefeiert. Dabei ging es ebenso gechillt zu, wie schon den ganzen Tag über und die eine oder andere „Kaltschale“ wurde bei guten Gesprächen auf der offiziellen After-Contest-Party, genossen. Viele der anwesenden Gäste wachten am nächsten Morgen mit einem gehörigen Kater auf. Warum, daran konnten sich einige nicht mehr erinnern.

Serfaus wird sich auf jeden Fall als fester CAD-Tourbestandteil etablieren! Der Tourstopp hat bewiesen, dass dort eine super Stimmung im perfekt geshapten Funpark herrschen kann. Wer einmal die Gelegenheit hat, nach Serfaus-Fiss-Ladis zu fahren, wird mit einem Gefühl der Genugtuung nach dem Trip wieder nach Hause fahren. Denn Serfaus-Fiss-Ladis bietet unzählige Möglichkeiten, von unendlich vielen Pisten und Bahnen angefangen, über den exzellenten Funpark, bis hin zur
ausschweifenden Nightlife Action – es ist bestimmt für jeden etwas dabei!

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