Holländer dominieren Railbattle 2007

 Aus ganz Europa und auch teilweise Übersee reisten die Snowboarder und Freeskier an, um um den Sieg zu kämpfen.

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In diesem Jahr war das Teilnehmerfeld mit etwas mehr als 200 Fahrern doppelt so groß wie 2006. Dennoch konnte die Qualifikation am Freitag ohne große Zeitverschiebung abgeschlossen werden. Durch das Jam Session-Format war es sogar möglich, am Abend noch mal ein offenes Training durchzuführen. 

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Den ganzen Samstag lieferten sich dann Favoriten und auch einige neue, hierzulande noch unbekannte Gesichter heftige Duelle im K.O.-System um die letzten 20 Plätze im Superfinal. Dabei mussten auch große Namen wie der Vorjahreszweite Mark Swoboda oder der Vorjahresdritte Severin Guggemoos, Patrick Hollaus, Steffi Hamann und Flo Wieser schon bald ihre Ski respektive Snowboards einpacken.

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Spätestens um 20 Uhr am Samstag abend scherten sich die knapp 20.000 Zuschauer, etwas mehr als 200 Snowboarder und Freeskier und auch das Orgateam nicht mehr um die niedrigen Außentemperaturen. Die Zeit fürs Superfinale der besten 20 Fahrer beim Pow Wow Railbattle 2007 war angebrochen. Die Stimmung auf dem Willy-Brandt-Platz in Augsburg wurde sowohl durch den Moderator als auch die 20 Finalisten immer mehr angeheizt.

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Das Level der Tricks war schon in den vorhergehenden K.O.-Runden sehr hoch gewesen, doch nun setzte vor allem die niederländische Delegation die Akzente. Sowohl die junge 17-jährige Britte van der Pouw als auch der Vorjahrsdritte Gerrit Verweij siegten bei den Snowboardern mit stylischen und vor allem sehr schwierigen Tricks.

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Dennoch war das Ergebnis so eng, dass sich die Jury rund um Silli Mittermüller und Nico Zacek entschied, keinen letzten Platz in den Snowboardfinals zu vergeben. Bei den Snowboard Herren belegten Paz Gruber aus Österreich und der Deutsche Chris Boehnke die weiteren Podestplätze, bei den Frauen waren die Schweizerin Helene Nadig und die Deutsche Maya Gehrmann auf dem Treppchen zu finden.

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Dominierten die Holländer das Snowboarden, so war das Freeskiing eher in deutscher Hand. Roy Kittler aus Pirna setzte sich vor Landsmann Beni Mayr und dem Finnen Oskari Raitanen aus dem über 2.300 Kilometer entfernten Jyväskylä durch. Bei den weiblichen Freeskiern ging der Sieg wiederum an einen „Kühlschrankfahrer“ – diesesmal jedoch nach Belgien an die mit 31 Jahren älteste Teilnehmerin Katrien Aerts. Sie, die sich wie alle anderen Skifahrer und Snowboarder ohne Bergnähe in Skihallen fit hält, gewann vor der Österreicherin Eva Patscheider und Caja Schöpf aus dem bayerischen Ohlstadt.

Ergebnisse 2007

Freeski Women
1. Platz: Katrien Aerts (Belgium)
2. Platz: Eva Patscheider (Austria)
3. Platz: Caja Schoepf (Germany)
4. Platz: Robina Romani (Netherlands)
5. Platz: Kerstin Weibeler (Germany)

Freeski Men
1. Platz: Roy Kittler (Germany)
2. Platz: Benedikt Mayr (Germany)
3. Platz: Oskari Raitanen (Finland)
4. Platz: Szczepan Karpiel (Poland)
5. Platz: Xavier Gehring (Germany)

Snowboard Women
1. Platz: Britte van der Pouw (Netherlands)
2. Platz: Helene Nadig (Switzerland)
3. Platz: Maya Gehrmann (Germany)
4. Platz: Andrea Lucht (Germany) & Mandy Langbroek (Netherlands)

Snowboard Men
1. Platz: Gerben Verweij (Netherlands)
2. Platz: Paz Gruber (Austria)
3. Platz: Chris Boehnke (Germany)
4. Platz: Marcus Bernhard (Austria) & Wouter de Lange (Belgium)

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Nach der Siegerehrung wurde die Party im Cinemaxx gestartet, wo schließlich über 1.000 Menschen auf zwei Floors feierten. Als DJs lieferten sich die Augsburger Locals wie FORZAelectroniCA, DJ Stylopath, Grizu oder auch Roughmix ein heftiges Battle mit DJ Stylewarz aus Bremerhaven und DJ Smart aus Kempten. Erst gegen fünf Uhr leerten sich die Tanzflächen und im Laufe des Sonntags zogen völlig erschöpfte aber glückliche Sportler wieder von dannen. Und alle werden im nächsten Jahr wieder nach Augsburg kommen.

Bilder, Videos und Informationen zu den Pow Wow Railbattle 2005 bis 2007 in Augsburg sind auf powwowrailbattle.com zu finden.

Text: Veranstalter

Foto: Andreas Mohaupt

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