Hochkarätiges Finale beim CAD Alpendorf

Knapp 30 Teilnehmer waren trotz des schlechten Wetters nach Alpendorf gereist. Am Samstag Morgen mussten die fleißigen Radtrack-Fahren der Alpendorfer Bergbahn nochmals den BETTERPARK ALPENDORF abziehen, da es in der Nacht nochmals knapp 20 Zentimeter Neuschnee gegeben hatte. Danach stand der Funpark perfekt da! Eine wunderschöne zweier Kickerline mit jeweils 15-16 Meter Tablelänge. Oben ein steiles Downrail als Inrun zur „Big Berta“, dem großen Kicker mit knapp 22 Meter Table. Die Rider konnten sich auch für eine Railline entscheiden und shreddeten dann eine ca. 9 Meter lange
Wavebox und im Anschluß das 6 Meter lange Jump_Rail. Weiter unten im Wettkampf-Areal durften die Rider noch einen Treerun jibben, oder die Kinked-Box via fs Boardslide oder Ähnlichem clearen. Eigentlich gibt es in Alpendorf noch viel mehr Obstacles (z.B. 9m Rainbow-Box, 6m Downbox, 9m Curved-Box, 3m Buttered-Box,, 6m Up-Down-Box u. 4m Flatbox), aber die waren vom Judge-Podium leider nicht mehr einzusehen und wurden deswegen aus der Wertung genommen.

Bereits in der Qualifikation überraschten die Protagonisten mit einem hohen Riding-Level. Der Pinzgauer Andreas Fritzenwanker aus Bruck /AUT konnte mit seinen extremen Japan- Grab-Style-Rotations ebenso überzeugen, wie der Wahl-Söldener Jonel Fricke aus Bremen /GER der mit einem Double Frontflip eindrucksvoll bewies, dass sein Gesamt-Toursieg bei der ChillandDestroy Tour im vergangenen Jahr, keine Eintagsfliege war. Die beiden Lokalmatadoren Chris Hedegger und Thomas Minichberger aus St. Johann i. Pg. konnten sich leider nicht für das Finale qualifizieren.

Unauffällig aber effektiv katapultierten sich die beiden Österreicher Mathias Weissenbacher (u.a. bs 180 mellon, inverted bs 720) und Kerin Scherübl (u.a. bs 540 nosegrab u. bs 360 indy) ins Finale. Der Franzose Victor De La Rue (...ja, der kleine Bruder vom X-Games Boardercross-Gewinner Xavier De La Rue!) fiel nicht nur durch seine leuchtend pink farbene
Jacke, sondern auch durch feinstes Snowboarding auf. Auch sein Franzosische Kollege Jean Jaques Roux rockte(u. a. Fs 720 indy u. fs 540 indy), dass die Schwarte krachte! Ein Mann dominierte jedoch die Qualifikation mit einer spielerischen Leichtigkeit, dass es schon fast unheimlich wirkte, wie easy und sicher Friedel May /GER seine Jumps (u.a. Fs 549 mute
u. Cab 720 mellon) hinstellte.

Die Schweiz wurde an diesem Tag würdig durch Bastian Jauslin aus Basel vertreten. Trotz der langen Anreise und obwohl er wegen des Schlafmangels ständig nur am Gähnen war, erreichte er das Finale (u.a. bs 9er slam, fs inverted 540 u. bs inv. 360). Schon relativ früh stellte sich heraus, dass die beiden Norweger Mikkel Bentzon (u.a. fs 720 stalefish u. bs 180 mellon) und Petter Kristiansen (u.a. fs 720 indy u. bs 720 mellon) das Starterfeld gehörig aufmischen würden. Die beiden stammen eindeutig aus der Vollgas-Fraktion und schwenkten sich wirklich nichts.

In der Pause zwischen der Quali und dem Finale checkten die Beiden Skandinavier auch erst einmal den Speed für die „Big Berta“ und befanden, dass dieser eindeutig ausreichte um das Teil zu clearen! Als „first try“ machten sich die beiden in bester „Gunfire-Manier“ auch gleich daran das Teil auszuprobieren (Petter: fs 720 indy u. Mikkel: fs 540 tailgrab). Das konnte sich Friedel nicht gefallen lassen und checkte das Monster ebenfalls erst mal mit einem Straight Air.

Im Finale der besten zehn Snowboarder wurde nicht gekleckert und so pushten sich die Fahrer im perfekt geschapeten Betterpark Alpendorf zu wahren Höchstleistungen. Der amtierende Deutsche Slopestylemeister Friedel May /GER spulte mit einer an Perfektion grenzenden Sicherheit einen harten Trick nach dem anderen herunter. Letztendlich musste er sich im Finale nur dem Norweger Petter Kristiansen geschlagen geben. Beide zeigten Tricks der höchsten Schwierigkeit. Während Friedel May eine frontside 540 to switch backside 900 Kombination an der zweier Kicker-Line zeigte, konterte der Norweger mit einem stylischen Nosepress am Downrail und einem absolut perfekt ausgeführten frontside 900, - jedoch über die „Big Berta“! Somit Platz eins und 1.750 US $ für den Norweger und Platz zwei und 900 US $ für den Deutschen. Auch der Franzose Jean Jaques Roux konnte überzeugen. Mit einer fs 720 to backside Rodeo 540 stalefish Kombination landete der sympathische Franzose auf dem dritten Platz und holte sich einen Scheck über 500,- USD ab.

Bei den „Kleinen“ Snowboardern (bis 15 Jahren) dominierte Max Glatzl aus Birgitz /AUT die Konkurrenz. Als einziger in der „Kids-Wertung“ traute er sich mit einem frontside 360 Indy als „First Try“ auch über die „Big Berta“! Erster Platz und 600,- US$ für ihn. Platz zwei ging ebenfalls an einen Österreicher. Angelo Gastl aus Langenfeld sicherte sich mit konstanten Leistungen 300,- US$ und den zweiten Platz. Rang drei und 150,- US Dollars gingen an den Bulgaren Georgi Mihaylov.

Wieder einmal haben es die Jungs und Mädels von der ChillandDestroy Tour, mit Hilfe der Bergbahn Alpendorf und den Shapern von Betterpark geschafft, dass alle Rider am Nachmittag, trotz des miesen Wetters, nach der Siegerehrung mit einem fetten Grinsen nach Hause gefahren sind. Und Alpendorf hat sich mit dem ChillandDestroy, TTR 3stern Tourstopp in die Analen hochkarätiger, internationaler Snowboard Veranstaltungen, eingetragen.

Weitere Informationen auf www.chillanddestroy.com!

Zurück