Gelungene Premiere von freestyle.Berlin

 

Während drei Tagen erlebten 13 000 Zuschauer auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof hochklassige Wettkämpfe, atemberaubende FMX-Action bei der Swatch FMX Show und tolle Live-Musik sowie coole Afterparties. Bei guter Stimmung animierten die Aussteller in der Label World die Besucher mit kreativen Gewinn- und Geschicklichkeitsspielen zum Mitmachen. Das Berliner Publikum war begeistert und weiss nun, was es bei freestyle.berlin zu erleben gibt.

 

 

Jedoch muss sich der Event noch etablieren. freestyle.berlin hat bewiesen, dass unser Konzept auch ausserhalb der Schweiz funktioniert», meint der zufriedene OK-Präsident Erwin Flury. «Die Resonanz seitens der Partner, Sponsoren, Medien und vor allem der Zuschauer war sehr positiv. Der Mix aus Freestyle-Action mit den weltweit besten Athleten, starken Live-Konzerten und den neusten Trends in der Label World bewährt sich auch hier.

 


freestyle.champs Berlin


Am Sonntag traten die Finalisten auf Snowboards, Freeskis und Skateboards zuerst in den Finals gegeneinander an.

 

 

Jeder Athlet griff nochmals tief in die Trickkiste und wollte zuoberst aufs Treppchen steigen. In jeder Disziplin kämpften die erfolgreichsten vier Athleten im Superfinal um den Titel «freestyle.champ Berlin». Die live im TV übertragenen Superfinals der drei Kategorien sowie die Swatch FMX Show fanden alle innerhalb einer Stunde statt und sorgten so für einen hochklassigen Abschluss.

 


Der König der Vertramp


Bei den Skateboardern hiess es einmal mehr «alt gegen jung». Der Sieger der Qualifikation, Jean Postec aus Frankreich, gab das Zepter nicht mehr aus der Hand. Der 24-Jährige rockte die Vertramp und zeigte unter anderem einen Tailgrab 540 und einen Sugarcane. US-Boy Adam Taylor, erst 20 Jahre jung, fuhr mit modernen, sehr technischen Runs gespickt mit Rodeos auf den zweiten Rang. Publikumsliebling Sandro Dias aus Brasilien zeigte zwar spektakuläre Sprünge, stürzte jedoch in beiden Runs und fuhr auf Rang drei.

 

 

Der Australier Renton Millar konnte seine bisherigen Leistungen nicht bestätigen und wurde Vierter. «Ich bin froh, dass es so knapp zum Sieg gereicht hat und freue mich auf jeden Fall riesig darüber», sagte ein glücklicher Jean Postec.

Schwedisch-amerikanisches Freeski-Duell


Auf dem Big Air kam es zu einer sehr knappen Entscheidung: Der Amerikaner Sammy Carlson, aktueller «freestyle.champ Zürich», und der 18-jährige Henrik Harlaut aus Schweden machten das Rennen unter sich aus. Ihre Action war beste Freeski-Werbung, mit einem wahrhaftigen Double Cork 1260 Festival wurde den Zuschauern Freestylesport der Extraklasse geboten. Der Einzige aber, der diesen anspruchsvollen Sprung stehen konnte, war der Schwede Harlaut. Carlson musste sich nach minimalem Rückstand mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auf den weiteren Plätzen folgten US-Publikumsliebling TJ Schiller und der schwedische Sunnyboy Jacob Wester.

Die Überflieger der Swatch FMX Show


Zwischendurch konnten die FMX-Piloten in der Swatch FMX Show zeigen, was Airtime ist. Mit den Deutschen Kai Haase, Stefan Bengs und Sebastian «Busty» Wolter, dem Schweden Daniel Bodin und Superstar Mat Rebeaud aus der Schweiz war sichergestellt, dass die Zuschauer beste FMX-Action zu sehen bekommen. Mit waghalsigen Sprüngen und sogenannten Trains wie in Schwerelosigkeit wurden die Zuschauer während allen drei Tagen ins Staunen versetzt.

 

 

Rebeaud liess den Zuschauern mit seinen Backflip-Kombinationen das Blut in den Adern gefrieren, während Oldschooler Wolter immer wieder mit dem Berliner Publikum spielte und die Blicke mit seinem unverkennbaren Style auf sich zog.

 

Snowboarder bringen das Publikum zum Ausflippen


Der Sonntag war der Tag des Sebastien Toutant. Mit einem an Perfektion grenzenden Sprung errang der erst 16-jährige Kanadier den Titel des ersten «freestyle.champ Berlin» der Diszplin Snowboard.

 

 

Den Judges blieb gar nichts anderes übrig, als seinen einwandfreien Backside 1080 Double Cork mit dem höchsten Score zu werten. Das Publikum dankte ihm den smoothen Sprung mit tosendem Applaus. Dem Finnen Eero Ettala, der Toutant vor zwei Wochen in Zürich noch auf den zweiten Platz verwies, reichte es dieses Mal nur für Rang zwei. Dritter wurde Peetu Piiroinen, ebenfalls aus Finnland, der den Contest zuvor dominiert hat. Der Schweizer Showman Iouri Podladtchikov qualifizierte sich mit einem One Foot als Dritter für das Superfinale.

 

 

Dort konnte er nicht mehr an seine Leistung anknüpfen und wurde Vierter.

Elias Elhardt ist erster crossover.champ Berlin


Die Menge tobte während dem einzigartigen, disziplinenübergreifenden Showwettkampf und peitschte die Athleten zu spektakulären Tricks an. Am Ende waren es noch vier Vertreter aus drei Disziplinen: Skateboard-König Sandro Dias aus Brasilien, der Schweizer FMX-Star Mat Rebeaud sowie die Snowboarder Seb Toutant aus Kanada und Elias Elhardt aus Deutschland. Doch auch wenn es zu einem Zusatz-Voting zwischen Rebeaud und Elhardt kam, war gegen den soliden Double Cork Backside 1080 des 22-jährigen Deutschen kein Kraut gewachsen. Das Publikum hatte sich entschieden und gab ihm seine Stimme. Der erste crossover.champ Berlin heisst verdient Elias Elhardt!

 


freestyle.ch Zürich, der grösste Freestylesport-Event Europas, hat mit freestyle.berlin ein würdiges Pendant bekommen. «Berlin ist eine Sportstadt. Ich finde es wichtig, dass die deutsche Hauptstadt Platz für Trendsportarten bietet. Nie hätte ich mir vorstellen können, Freestylesport auf dem Tempelhof zu sehen. Früher flog ich ja noch selber hier ab – und jetzt fliegen die Athleten», so Dr. Thomas Härtel, Berliner Staatssekretär für Sport.

 



 

Text: Veranstalter

Foto: Andreas Mohaupt

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