freestyle.ch war ein Grosserfolg - 25.09.2005

Marc-André Tarte gelang mit seinem Sieg einen Hattrick: drei Mal hat der Kanadier das freestyle.ch hintereinander gewonnen. Insgesamt gab es 120 000 US$ Preisgeld zu gewinnen.

Zürich, 25.9.2005

In den vergangenen drei Tagen strömten 41 000 begeisterte Zuschauer auf die Landiwiese in Zürich, um bei schönstem Wetter die sportlichen Höchstleistungen der weltbesten Athleten zu bewundern. Mit spektakulären Contests und einem hochkarätigen Startfeld, in dem in allen Disziplinen Weltmeister und X-Games-Sieger starteten, war freestyle.ch wieder ein riesiger Erfolg. Heute Sonntag traten die Finalisten auf Snowboards, Freeskis, FMX- und BMX-Bikes sowie Skateboards in nervenaufreibenden Duellen gegeneinander an.

Luftduelle in den Finalläufen In allen Disziplinen traten die Athleten heute im K.o.-System gegeneinander an – spektakuläre Luftduelle waren also vorprogrammiert. Im Viertelfinale trafen bei den Snowboardern die beiden finnischen Spin-Spezialisten Antti Autti und Risto Mattila aufeinander. Mit einem perfekt gestandenen Backside 720° konnte sich Mattila für einen der beiden Finalplätze qualifizieren. Das zweite Duell um den Einzug ins Finale fand zwischen Mathieu Crepel (FRA) und dem zweifachen «freestyle.champ» Marc-André Tarte (CAN) statt. Tarte begeisterte das Publikum und die Judges mit einem überraschenden Onefoot Backflip und obwohl er ihn nicht sauber landen konnte, zog er weiter, um im grossen Final gegen Risto Mattila anzutreten. Der Finne stürzte bei der Landung seines 900° mit Tailgrab. Erneut zeigte Tarte einen Onefoot Backflip, doch auch beim zweiten Versuch stürzte der Kanadier – aber erst im Auslauf. Tarte verwies den Finnen auf den zweiten Platz. «Mit meinem Hattrick geht für mich heute einen Traum in Erfüllung», meinte Tarte nach der Siegerehrung. Im kleinen Final flog Mathieu Crepel vor Antti Autti auf den dritten Platz. Auf dem Big Air kristallisierten sich bei den Freeskiern die beiden Paarungen Niklas Karlström (SWE)/Florian Wieser (AUT) und Jon Olsson (SWE)/Laurent Favre (FRA) heraus. Olsson stürtze bei seinem Finalsprung und landete auf dem 2. Platz. Der Franzose Laurent Favre wurde mit einem wunderschönen Switch 720° Mute «freestyle.champ». Dritter wurde Florian Wieser. Schlag auf Schlag ging es in den Reihen der FMXern weiter. Der Westschweizer Mat Rebeaud schaffte das Unglaubliche: Mit einer Serie schwierigster Backflip-Variationen, die er alle einhändig landete, verwies er den momentan weltbesten FMXer Nate Adams (USA) auf den zweiten Platz. «Es gibt Tage, da passt einfach alles – c’est parfait», meinte der Sieger überglücklich. Im kleinen Finale schlug der «crossover.champ» 2003 Manu Troux (FRA) seinen Landsmann Remy Bizouard. Bei den BMXern trafen nach zahlreichen Battles Koji Kraft (USA) und Simon Tabron (UK) im Final aufeinander. Der amtierende Halfpipe Weltmeister Tabron konnte Kraft mit einem No Handed 540° und einem gigantischen Flair (Rückwärtssalto mit eineinhalb Drehungen) auf den zweiten Platz verweisen.
Dritter wurde der Amerikaner Jimmy Walker. Eine weitere Überraschung gab es im Finale der Skateboarder. Ein Konzentrationsfehler kostete dem amtierenden Halfpipe-Weltmeister Sandro Dias (BRA) den Titel. Er rutschte im Flat aus und landete auf dem zweiten Platz. Der Finne Jussi Korhonen überzeugte die Judges mit einem technisch anspruchvollen Run mit vielen Flip- und Varial-Kombinationen. Dritter wurde Sascha Müller aus Deutschland.

The Ultimate Crossover Session
Der finnische Snowboarder Eero Ettala hat am Samstagabend die Ultimate Crossover Session gewonnen. Die Landiwiese verwandelte sich in einen brodelnden Hexenkessel: Abertausende Zuschauer feuerten die Stars im disziplinenübergreifenden Showwettkampf an. Im Superfinal trat Ettala noch gegen den BMX-Weltmeister Koji Kraft und den Freeskier und mehrfachen X-Games-Sieger
Simon Dumont an. Eero stürzte zwar bei seinem Finalsprung, das Publikum belohnte seinen Einsatz aber mit dem prestigeträchtigen und heissbegehrten Titel «crossover.champ».

Weitere Informationen gibt es unter www.freestyle.ch

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