CAD Postwiese 2009

Die Bedingungen für einen perfekten Slopestyle-Contest waren an diesem Wochenende nicht unbedingt als optimal zu
bezeichnen. Dabei hatten die späteren Gewinner Rene Werner /GER, Elke Cogghe /BEL und Clemens Simon /GER und auch die anderen 52 Starter nicht nur mit dem starken Nebel zu kämpfen. Auch der aufgrund des Tauwetters sulzige und sehr langsame Schnee machte es nicht leichter! Dennoch wurde den trotz des „miesen“ Wetters angereisten Zuschauern im
Finale Snowboard Slopestyle vom feinsten geboten...

Bis vor einer Woche wurde auf der Postwiese noch im Kniehohen Champagner-Powder geshreddet. Jedoch machte Tiefdruckausläufer „Zenon“ dann ernst und ab Mittwoch/Donnerstag begann es zu regnen. Resultat die ganze Powderpracht versichtete sich bis zum Freitag hin zu „Slush“ der Extraklasse! Dirk Scheumann und Max Kaiser von Schneestern Parks & More, die den „mythinkbig.de“-Funpark bereits im vierten Jahr betreuen, hatten alle Hände voll zu tun, um zusammen mit den lokalen Shapern vom Think Big / Stylefish.eu-Team den Park auf Vordermann und ChillandDestroy-Niveau zu bringen. Das war wahrlich keine leichte Aufgabe, aber trotz allen Widrigkeiten und stundenlangen Shapen bis in den Abend hinein, stand der Slopestylepark am Samstag Morgen nahezu Perfekt da!

Die Kicker waren in bester Schneestern-Manier wie Skulpturen aus dem Schnee gemeißelt. Der knapp zehn Meter hohe Startturm überragte den Funpark auf beeindruckende Weise. Auch die Kicker der zweier Kickerline, sind wohl aufgrund massiver Umbauarbeiten im Sommer mittlerweile auf eine beachtliche Größe angewachsen. Die bereist bekannten Schneestern Obstacles (Straightbox, Wave- Rail, Downrail, und Kinked-Rail sind um ein paar weitere Teile angewachsen. So lädt nun auch eine „The Stash“ ähnliche 10 m A-Frame aus Baumstämmen, jedoch mit PVC-Belag ausgerüstet zu
bequemen Slides ebenso ein, wie die easy über einen Meter breite Double-Buttered-Box und ein zur Up&Straight-Box „gepimpter“ Nissan Petrol.

Am Contest Morgen lagen die Temperaturen bei knapp fünf Grad plus! Die Fahnen, Banner und Zelten waren rasch aufgestellt und schon ging es mit dem Warm up für die Starter los.. Mit Sonne war an diesem Tag sowieso nicht zu rechen, dafür war die Sicht trotz den Nebels meistens so gut, dass keiner behindert wurde. Auch das Judge-Team um Headjudge Philip Sorbi behielt wieder einmal in bereits gewohnter Weise den Durchblick. Auch die an diesem Samstag extra angereisten zeitweise
mehr als 250 Zuschauer feuerten die Teilnehmer vom Rande des Funparks aus zu einigen Höchstleistungen an. Die Stimmung war nach zwei Jahren Pause erwartungsgemäß sensationell, obgleich das Wetter nicht mitspielte. Dazu trugen mitunter auch die beiden Speaker „Basti“ Schröder und „Dirty Harry“ Döpfert bei, die unermüdlich, unterhaltsam und informativ durch den Contesttag führten und so keine Langeweile aufkommen ließen.

Im 35 Mann starken Starterfeld der Snowboard Jungs über 16 Jahren zogen schließlich die zehn besten Rider ins Tagesfinale ein. Während sich die ersten vier „Männer“ in der Qualifikation – Renè Werner, der Deutsch-Schweizer Gianni Baggenstoss, David Grzybowski und Markus Halmen mit Punken für ihre Runs im zwanziger Bereich absetzten, gab es bis platz fünfzehn ein Starterfeld welches im Bereich von 18 bis 12 Punkten punktete. Dementsprechend knapp fielen die Benotungen
in diesem Fahrerfeld auch aus. Die Weiteren Finalisten waren Lukas Thilke, Christopf Hick, Tom Kuntoff, Steffen Dickel, Philipp Ramhofer und Marko Böhner.

Bei den Jungen unter 16 Jahren kamen die besten vier von den 10 Startern aus der Quali weiter. Hier dominierten ganz klar Clemens Simon und Julian Bachmann den Contest. Weiters qualifizierten sich Cedrik Lüdecke und Maximilian Schneider fürs Finale. Das Starterfeld der Snowboard-Girls war wieder einmal prominent besetzt. CAD-Feldberg Gewinnerin Elke Cogghe aus Belgien dominierte erwartungsgemäß die Quali. Aber auch die Lokalmatadorin Lisa Dickel aus Neuastenberg gab eine sehr gute Figur ab. Die überraschende „Iron Night“ Gewinnerin der aktuellen Saison, Andrea Lucht ging ebenfalls ab wie ein Zäpfchen. Auch Pia Gärtner zeigte attraktives Snowboarding und rückte als viert Platzierte noch ins Finale ein. Überhaupt zeigte das zarte Geschlecht an diesem Tag eine überaus gute Show auf der Postwiese. Auch Kim Sieper und Jana Eichhorn zeigten durchaus respektable Runs und gefielen nicht nur durch ihr gutes Aussehen...

Ab halb Elf wurde der Grill angezündet, so dass zur Mittagszeit großzügig die kostenlosen Bratwürste an alle Teilnehmer rausgehauen werden konnten. Und damit den Teilnehmern auch nicht der „Saft“ ausging, wurde mittels Red Bull auch die nötige flüssige Energie gereicht, oder wahlweise auch heißer Pfefferminze-Tee gegen den Durst. Jedenfalls ging es in der Riders Lounge teilweise ab wie beim Mittagessen im Jugendinternat. Bei einer Löwenfütterung geht es vergleichsweise ruhiger zur Sache.

Nach einer kurzen Mittagspause zum Verköstigen und zum Reshape des Funparks, ging es dann zügig weiter und die Finales standen an. Sämtliche Fotografen – und es waren einige Vorort, suchten sich die besten Stellen zum Fotografieren aus und platzierten sich Vor hinter und neben den Kickern. Das war auch gut so, denn so hatten alle gute Sicht auf den Siegerrun von Rene Werner, der sich via Bs Rodeo 540 und Inverted 540 am zweiten Kicker verdient Platz eins und damit das Ticket fürs CADFinale in Arosa sicherte. Gianni Baggenstoss stylte sich mit seiner „signture Combo“ Fs 540 am ersten
Kicker zu Bs 360 Indy Nosebone auf den zweiten Platz. Platz drei ging an David Grzybowski. Den undankbaren vierten Platz belegte Marko Böhner.

Bei den Kids machte Clemens Simon aus Groß Wittensee im Finale alles klar und platzierte sich auf dem Podest ganz oben. Dahinter wurde Julian Bachmann aus Chemnitz Zweiter. Den dritten Platz belegten der Reddinghausener Maximilian Schneider.

Elke Cogghe gewann erwartungsgemäß die Konkurrenz der Girls! Lisa Dickel erntete lautstarken Beifall für ihren zweiten Platz und Andrea Lucht aus Frechen, bestätigte Ihre Contest-Leistung vom Kleinwalsertal und wurde Dritte. Pia Gärtner aus Grefrath landete hinter ihr auf dem vierten Rang.

Wieder einmal wurde bewiesen, dass auch oberhalb des Mains in den Mittelgebirgen erstklassiges Snowboarden geboten werden kann. Die Stimmung auf der Postwiese ist immer wieder einzigartig! Wenn auch nur ein wenig die Sonne während des Contests aufgetaucht wäre, oder die Voraussichten besser gewesen wären. Dann wäre es vermutlich nur etwas Lauter im Funpark zugegangen. Denn die anwesenden Zuschauer sorgten mit ihrem immer wiederkehrenden Applaus für einen würdigen Contest-Rahmen Auch die lokalen Think-Big-Shaper hatten an diesem Tag reichlich zu tun, jedoch auch immer ein Lächeln im Gesicht.

Am Abend wurde am Westhang im Sunside auf der offiziellen After-Contest-Party, in sauerländer Manier der Erfolgreiche Contesttag mit reichlich Bier begossen und exzessiv gefeiert. Viele der anwesenden Gäste (unter anderem das gesamte Shaper-Team, das CAD-Orga-Team und auch das Pisten-Team um Matthes Leber hatten am nächsten Morgen sicherlich einen schweren Kopf vom feiern.Die Postwiese hat sich Gott sei Dank wieder als fester CAD-Tourbestandteil etabliert und bewiesen, dass auch in nördlichen Gefilden gut organisierte und sehenswerte Slopestyle-Contests mit super Stimmung und vielen Zuschauern in perfekt geshapten Funparks durchgeführt werden können.

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