CAD Heubach war ein voller Erfolg

Die Stimmung am vergangenen Samstag Morgen im „Spielplatz OST“-Funpark direkt neben dem Lift in Heubach, hätte nicht besser sein können. Am Morgen zog der Parkbulli noch einmal den gesamten Slopestyle Park ab und das CAD-Team dekorierte Selbigen mit Fahnen, Bannern und Zelten. Der Slopestylepark zeigte sich in diesem Jahr leicht verändert. So gab es im oberen Bereich ein neues Kinked-T-Profil-Rail, und zusätzlich zu der gewohnten Kickerline, erst mit zwei Absprüngen in der Mitte des Parks und dem „großen“ Kicker, auch noch ein fettes „Step up – Stepp down“-Obstacle, über das sich die Rider katapultieren konnten. Lieblings-Obstacle war in diesem Jahr natürlich wieder die Straightbox und der große Wallride.

Der angekündigte Regen blieb aus, dafür zeigte sich zeitweise die Sonne mit einigen kleinen Strahlen. Zumindest so, dass sich an diesem Samstag zeitweise mehr als 600 Leute gleichzeitig das rege Treiben im Slopestylepark vom Rande aus anschauten. „...Im Durchlauf waren heute knapp 1.300 Leute - den ganzen Tag über gesehen, am Lift im Heidental! Wir können Stolz darauf sein, dass die ChillandDestroy Tour immer wieder hier nach Heubach kommt!“, so der Liftbetreiber Denis Wagner am Samstag Der Stimmung tat die Menschenmenge keinen Abbruch, denn die zahlreichen Zuschauer kommentierten viele der gezeigten Aktionen mit raunenden „Ahhhs“ und Ohhhs“. Besonders laut wurde es immer, wenn z.B. „Local“ Andreas Altmann sein Können zum Besten gab, stellte er doch so schöne Trickkombinationen wie 50/50 am Kinked-Rail, einen schönen hohen Fs 3er am ersten Kickersowie eine Fs 180 to Bs 360off-Kombo am Step up-step down-Obstacle, in den
Schnee. Leider vergeigte er in seinem zweiten Run beide Fs 540’s, sonst hätte es an diesem Tag locker ins Finale – und damit auch zu einer Top-Platzierung gereicht.

Ins Finale schafften es schließlich zehn der über 40 Starter in der Kategorie Snowboard Jungen über 15 Jahren. Unter ihnen auch die beiden Bayerwäldler Richard Enzmann und Gerhard Kirsch (...wie immer im Doppelpack unterwegs...!), der Evergreen aus Düsseldorf Gianni Baggenstoss, die Oberwiesenthaler Fraktion Martin Simon, Marian Schmidt und Toni Kurschat, aber auch Henning Rabe aus Chemnitz und Thomas Fimmel aus Dresden drehten mächtig auf. Letztendlich komplettierte
Kai Schüssel aus Bayreuth das illustre Teilnehmerfeld im Finale. Andreas Altmann (11. Platz) aus dem Nachbarort Waldau verpasste das Finale ebenso knapp, wie der aus Miesbach im Süden Bayerns angereiste Andi Polke (12. Platz).

Die Wertung der "Mini-Shred's" - genau genommen den Jungs unter 16 Jahren, wurde von drei Jungs dominiert. Zum einen gab Julian Bochmann aus Chemnitz mächtig in der Qualifikation Gas (Fs 360 Tailgrab am ersten und auch an den anderen Kickern), aber auch die angereisten Südbayern Moritz Birkendahl aus Berg und Maximilian Öttl aus Gmund ließen es an den Obstacles ganz schön krachen. Letztendlich ging der Sieg in den Süden nach Gmund an Maximilian Öttl (50/50 fs180 off, Fs360 am Kicker, Crooked Slide an der Kinked-Box Fs Boardslide am Rainbow). Platz zwei ging an Julian Bochmann und der dritte Platz ging an Moritz Birkendahl (schöne Bs Shifty’s und Rock to fakie an der Wall).

Wie bereits erwähnt, schaffte es der Dresdner Thomas Fimmel gerade noch so ins Starterfeld, da er sich an diesem Tag „etwas“ verspätet hatte. Er ließ er bei den netten Damen an der Anmeldung seinen Charme spielen und verschaffte sich so noch Zugang in das Sarterfeld. Er belohnte diese Geste mit einem astreinen ersten Run, bei dem er Fs Lipslide 270 off am Kinked-T-Profil zeigte, sw bs mute 180 am ersten Kicker und „back to back“ bs 540 hinterher zauberte. An der Wall gab es dann noch einen 50/50 stall hinterher und letztendlich den höchsten Score des ersten Runs. Auch im zweiten Run zündete Mr. Fimmel eine Trick-Rakete nach der anderen und schaffte es sogar noch seinen Score aus dem ersten Run zu toppen...

Bei den Snowboard –Girls rockte Jana Eichhorn aus Reilingen den Park. Sie holte sich in der
Qualifikation schon den Sieg vor Sandra Hinnobert aus Jena (2. Platz) und der Mainzerin Johanna
Blum.

Zwischenzeitlich wurden die Teilnehmer ausgiebig zum "Essenfassen" am großzügigen CAD-BBQGrill gerufen. Moderator Harald Döpfert gab unwiderstehlich den Ton an diesem Tag an und informierte die zahlreich erschienenen Zuschauer mit Fachkompetenz und lustigen Slapstick- Einlagen. Frisch gestärkt und mittels Red Bull auch mit der nötigen flüssigen Energie versorgt, wurden die besten Zehn der Qualifikation hinauf zum Start geschickt. Im Finale waren die Rider dann wohl schon etwas außer Atem, denn nur wenige standen ihre hochkarätigen Tricks, dass selbst die Judges, rund um Headjudge Matty Meierr, Alex Projer und Stefan Vögerl – allesamt aus dem Bayerischen Wald angereist, öfters beim Kopfschütteln zu beobachten waren.

Aus dem Kopfschütteln kamen viele der anwesenden Zuschauer nicht mehr heraus, als zum Finale ein Helikopter, der eigens für die Filmaufnahmen und Fotos zum Contest, freundlicherweise bereitgestellt wurde, zeitweise eine gute halbe Stunde über ihre Köpfe hinweg flog. Auch die ChillandDestroy-Filmer und –Fotografen waren sichtlich beeindruckt, als sie wieder aus dem Fluggerät steigen konnten...

Den Sieg sicherte sich im Finale der Dresdner Thomas Fimmel letztendlich mit seinem ersten Run. Hier zeigte er folgende Tricks: Bs Boardskide270 off (Kinked-Rail), sw BS 360 indy (1. Kicker) to cab 720 indy und ein grandioser rock 270 off an der Wall. Highscore! Obwohl auch die anderen Finalisten wie Henning Rabe (Bs Rodeo 540 und cab 540 an den Kickern
und slide to fakie an der Wall), oder Toni Kurschat (‚Gap Fs Lipslide am Kinked-Rail, BS 720, Bs 360 melon an den Kickern und eine stylische Bs180 to 180off–Kombo an der Wall) im Finale zauberten, fuhr keiner so konstant wie Thomas Fimmel. Somit geht der erste Platz auch verdient nach Dresden. Platz 2 geht nach Chemnitz an Henning Rabe und der dritte Platz geht nach Oberwiesenthal an Toni Kurschat.

Letztendlich macht es die Mischung aus dem Flair, der im Thüringer Wald herrscht, der guten Laune der Liftbetreiber, sowie der feine Slopestylepark, der den Tourstopp in Heubach immer wieder zu einem besonderen Erlebnis werden lässt.

Auch im Osten kann sich der Riding-Level sehen lassen. Jedenfalls hatten am Nachmittag bei der Siegerehrung alle einen großes Grinsen im Gesicht. Der Tag hat richtig Spaß gemacht! Ende gut alles gut! Und mit Einbruch der Dunkelheit ging es auch bis in die Nacht hinein weiter!

Am Abend auf der Eiszeit-Spezial-Party im extra aufgestellten beheizten Zelt wurde dieser Tag standesgemäß gefeiert und die besten „Runs“ des Tages bei reichlich Bier und Thüringer Spirituosen zum Besten gegeben. Die Locals battleten sich mit freiem Oberkörper noch bis in die Nacht hinein an der Straightbox und die Fotografen nutzen dies für einige geschmeidige Nightshots. Einen besseren Ausklang für einen CAD-Tourstopp hätte es nicht geben können!

Jedenfalls wird man sich in Thüringen bereits jetzt schon wieder über den nächsten ChillandDestroy Tourstopp in Heubach freuen. Der Letzte hat jedenfalls wieder für viel Gesprächsstoff gesorgt!

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