Beiträge von Shrew

    Ein trefflicher Grund mehr, sich eine Maske ins Gesicht zu pappen! Eine potentielle Quelle ist naemlich jeder, der das Virus ungewollt weiter verbreitet.

    Eine potentielle Quelle ist jeder, der nachweislich krank ist. Und diese Leute sollten zuhause bleiben um niemanden anzustecken! Das läuft doch in den Medien rauf und runter, jeder mit Erkältungssymptomen soll bitte zuhause bleiben, damit eben nicht noch mehr Menschen angesteckt werden als eh schon.

    Wie schwer ist denn das zu verstehen?

    Es macht aber eben keinen Sinn, dass sich jetzt jeder, der keinerlei Symptome zeigt, so eine Maske aufsetzt, weil wir einfach nicht genug haben und zusätzlich der Nutzen im Besten Fall fraglich ist.

    Und nochmal, eine gewisse Weiterverbreitung des Virus ist auch durchaus gewollt.


    confirmation bias ^^

    Ja ja, ich weiss, kannte schon meine Oma. :thumbup:

    Komm mir jetzt nicht mit albernen Taschenspieler-Tricks, die nur vom zentralen Argument ablenken sollen

    Was für ein Blödsinn. Du bist derjenige, der sich nur die Argumente herauspickt, die passend erscheinen. Und es ist traurig, dass du das nicht mal erkennst, wenn man dich darauf hinweist. Spricht nicht sehr für deine Fähigkeit zur Selbstreflektion.


    Ich habe mir den Link von Sixtyniner artig durchgelesen (jawohl, Herr S.Martinez 8o ) und bin dabei auf die (von mir oben zitierten) Zeilen gestossen. Dieselben hat weder ich, mein Papi, noch sonst irgendeine mir nahestehende Verwandte geschrieben. Mit anderen Worten, ich habe es mir nicht persoenlich aus den Fingern gesaugt, ok?

    Das Zitat oben, dass du aus SixtyNiners Link hast, besagt doch aber genau das:

    Right now, it’s better to keep them for healthcare workers.

    Momentan ist es besser [die Masken] den Mitarbeitern im Gesundheitssystem zukommen zu lassen.


    But if they weren’t scarce, people should wear them in their daily lives, making it less likely that they infect other people when sick

    Aber wenn wir genug haben, können Menschen die Masken im Alltag tragen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren dass sie andere anstecken wenn sie krank sind.


    Auch hier wird gesagt, dass die Masken nur nutzen, wenn sie eben von Erkrankten getragen werden. Und das auch nur, wenn wir so viele haben, dass sie im Gesundheitssystem nicht fehlen!

    Im übrigen ist der Artikel der von SixtyNiner verlinkt wurde keine wissenschaftliche Publikation, sondern nur die Meinung eines Ingenieurs. Er mag das ganz schlüssig dargestellt haben aber man merkt in dem ganzen Artikel, dass er eben kein Wissenschaftler ist. Deswegen würde ich den Artikel nicht überbewerten auch wenn er momentan auf allen möglichen Social Media Kanälen anklang findet.

    Oh je, du bist wirklich extrem beratungsresistent.

    Es ist doch klar, dass ein Infizierter Viren ausscheidet, im Nahbereich über große Tropfen und im Fernbereich über Aerosole. Die OP-Masken oder die selbst gebastelten Masken schützen nur vor den großen Tropfen, da sie an den Seiten nicht dicht sind (und nebenbei bemerkt, viele Leute die man auf der Strasse sieht die auch im Nasenbereich nicht richtig anpassen). Zusätzlich ist aber eine Übertragung über die Bindehaut am Auge möglich, man müsste also auch noch eine Schutzbrille tragen. Jetzt ist aber die Empfehlung eh 1,5m Abstand zu halten, deswegen ist eine Maske, die einen nur im Nahbereich schützt, eben genau nicht nötig. Das Krankenhauspersonal muss aber im Nahbereich arbeiten, deswegen ist hier eine Maske (und Brille, wenn mit nachweislich Infizierten gearbeitet wird) von Vorteil.

    Über die Aerosole kann man sich anstecken (allerdings schwieriger, weil die Viruskonzentration nicht so hoch ist) und das ist auch gewünscht, da wir die Ansteckung nicht komplett verhindern sondern nur verlangsamen wollen.


    Im OP trägt man den Mundschutz aber ausschließlich um den Patienten nicht zu gefährden. Und dafür sind die OP-Masken auch gemacht. Man spricht ja durchaus mal während man operiert und damit da keine Keim-Tropfen im OP Bereich landen, trägt man die Maske. Man muss die aber ca. alle 2h wechseln, da sie sonst durchfeuchtet und ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann.


    Im übrigen ist dein Zitat nicht vollständig, Drosten sagt nämlich insgesamt folgendes:

    "Ja, also die Überlegung ist, je weiter man dann weg ist von dieser Quelle, desto mehr hat man es mit einem feineren Aerosol zu tun. Und das wird auch seitlich in eine Maske eingeatmet, egal, ob man das von vorne in den Mund einatmet. Oder man hat eine Maske auf und saugt es sich an der Seite rein. Das ist dann einfach kein Unterschied mehr. Deswegen: Je näher dran an der Quelle, desto besser. Deswegen muss die Maske an der Quelle sein und nicht am Empfänger. Und das ist sicherlich eine vollkommen einleuchtende Über-legung. Was eben nicht so einleuchtend ist, dass ich mich in der Öffentlichkeit mit einer Maske nicht selber schützen kann. Das ist einfach vielleicht ein bisschen schwer zu vermitteln. Aber es gibt einfach in der Lite-ratur entweder keine oder – je nachdem, wie man es interpretieren will – fast keine Evidenz dafür, dass das helfen könnte"


    Du bist ein richtig gutes Beispiel für den confirmation bias

    Du bist der Überzeugung, dass Masken (du differenzierst da ja nicht mal) helfen und suchst jetzt nur nach Bestätigung für deine Annahme. So interpretierst du Aussagen falsch (die von oben) oder machst unvollständige Zitate (Aussage von Drosten) um deine These zu bestätigen. So funktioniert das aber nicht.


    Die Masken, die helfen könnten, sind die FFP2 und FFP3 Masken. Aber auch nur die ohne Ausatemventil. Die wird aber kaum einer dauerhaft tragen wollen und/oder können. Und was noch wichtiger ist, da gibt es eben auch den Lieferengpass, so dass diese Masken denjenigen zur Verfügung stehen müssen, die sich um die schwer erkrankten kümmern.

    Ich habe es nicht nachgelesen, was ich dort geschrieben habe. Aus der Erinnerung: Ich wollte ausdrücken, dass das Corona (neu) irgendwie deutlich leistungsfähiger ist, als die bekannten Corona- bzw. SARS- und MERS-Erreger der Vergangenheit. Politiker sprechen hier gern von "Heimtücke", so als würde ein Virus bewusst handeln. X/ Es lebt nicht. Es kann nicht denken. Was diese spezifischen Leistungs-Merkmale bestimmt, wüsste ich dennoch gern.

    Also das aktuelle Coronavirus hat halt den Vorteil, dass es schon übertragen wird, wenn noch gar keine Symptome da sind. Zusätzlich macht es bei vielen Menschen nur milde bis sehr milde Symptome, d.h. gerade in der Anfangsphase der Pandemie gab es sicher einige die dachten sie hätten nur einen harmlosen Schnupfen oder etwas husten und sind damit dann weiter zur Arbeit oder zu Freunden oder einkaufen gegangen. Auch jetzt bleiben ja die Leute erst wirklich komplett zuhause, wenn sie Symptome haben, so kann man sich eben auch aktuell noch z.B. beim einkaufen anstecken.


    Ehrlicherweise ist das aber auch gewollt, da wir eine Durchseuchung von ca 70% brauchen, damit die Herdenimmunität wirkt. Allerdings, und das ist das entscheidende, muss diese Durchseuchung genau so langsam ablaufen, dass die Krankenhäuser die Patienten noch stemmen können (flatten the curve).


    Und damit sind wir dann am zweiten Knackpunkt von COVID-19, und zwar die schweren Infektionsverläufe die man bei alten und vorerkrankten Menschen sieht.

    Diese Kombination: alte/vorerkrankte werden richtig doll krank und ca 5% brauchen ein Intensivbett vs junge und gesunde haben oft nur milde Symptome aber sind schon infektiös bevor sich Symptome zeigen, ist das Brisante.

    Bei SARS und MERS war es (wenn ich mich richtig erinnere) so, dass da die Infektiosität mit starken Symptomen einher ging. So war es möglich kranke/ansteckende frühzeitig zu isolieren und die Ansteckungen zu reduzieren.


    Ich erlebe die selbe Ratlosigkeit der Experten nicht zum ersten Mal.

    Ehrlicherweise sind die Experten gar nicht so ratlos. Die Politik allerdings schon, deswegen ist es unbedingt zu begrüßen, dass sie sich den Rat der Experten holen.

    Zusätzlich ist es auch so, dass durch unsere hohen Hygienestandards Seuchen in der humanen Population sehr selten geworden sind. Bei den Tieren sieht das anders aus, weswegen ich eigentlich von Anfang an der Meinung war, man müsste sich einfach mal beim FLI schlau machen. Da gibt es Epidemiepläne für diverse Tierseuchen. Die natürlich nich einfach so übernommen werden können aber es gibt da viel Expertise und die Humanmedizin tut sich keinen Gefallen in einem solchen Szenario nicht die Tierärzte einzuschließen. Im übrigen auch was die Diagnostik angeht. Es gibt einige VetMed Labore, die natürlich die Coronadiagnostik machen könnten und erst jetzt diese Woche wird überlegt wie das umzusetzen ist. Und das Problem, welches jetzt gelöst werden muss, ist, wie sollte es auch anders sein, bürokratischer Natur. Die Kassenärztliche Vereinigung will die Kosten der Diagnostik in einem VetMed Labor nicht übernehmen.

    Völlig absurd. Dabei könnte so die Testkapazität um ein vielfaches erhöht werden.

    Diese Quellen stehen bei mir ohnehin unter Dauer-Beobachtung.

    :thumbup:

    habe diese Quellen aber alle bewusst nicht verlinkt, weil die Artikel drt nicht "peer reviewed" sind

    Momentan werden fast alle Studien zu Corona ohne peer review verfahren veröffentlicht, weil das einfach sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde und die Bereitstellung der Informationen in der aktuellen Situation eine höhere Priorität hat. Daraus folgt natürlich, dass auch qualitativ eher schlechte Studien veröffentlicht werden könnten, da ist man dann selbst gefragt das Studiendesign und die Aussagekraft genauer als sonst unter die Lupe zu nehmen.

    Die Beispiele EHEC, Noro-Vieren dienen mir nicht als Vergleich zum Corona-Virus, sondern zum Infektionsgeschehen im allgemeinen und der Schwierigkeit die Infektionsketten nachzuvollziehen, selbst wenn die Quelle wie zum Beispiel eine Klimaanlage nicht in der Gegend herumläuft.

    Ok, um einen Überblick über Infektionswege zu bekommen, geht das natürlich. Aber in deinem anderen Post hattest du ja gesagt dass Corona potenter ist als die anderen und das kann man eben so einfach nicht sagen, da die Unterschiede zwischen EHEC, Legionella, Noro und Corona für einen Vergleich zu groß sind.

    Zum Schluss noch ein Appell und etwas persönliches: Meine Eltern sind um die 80 und mit der ganzen Palette multipler Vorerkrankungen geschlagen: Bluthochdruck, Diabetes Typ II, COPD, Sarkoidose. Ich muss irgendwie sehen, wie ich die Alten durch den Sommer bringe.

    Deine Eltern sollten unbedingt zuhause bleiben und keinen Fuß vor die Tür setzen. Es sollte jemand für sie einkaufen und die Taschen vor der Tür abstellen. Mit der Latte an Vorerkrankungen wäre jeder der zu Besuch kommt ein potenzielles Risiko. Aber so wie ich dich hier kennengelernt habe weißt du das schon und setzt es auch um so gut es geht :)


    Zitat

    und selbst Virologen einräumen müssen, dass die Empfehlungen und Anordnungen sich aufgrund neuer Erkenntnisse rasch ändern können.


    Ja, auch Virologen sind halt keine Hellseher sondern auch nur Wissenschaftler. Und am Anfang einer solchen neuen Seuche gibt es halt nur sehr wenige Daten, so das eine Vorhersage (oder eine Extrapolation der Daten ;)) einen recht großen Unsicherheitsfaktor hat. Jeden Tag kommen jetzt aber neue Daten und Erkenntnisse dazu, so dass die Vorhersage genauer werden kann.

    Also was die aktuelle Entwicklung angeht würde ich lieber folgende Quellen nutzen:

    Johns Hopkins University

    RKI

    European Centre for Disease Prevention and Control


    Vor allem wenn du sagst:

    Auch wenn ich kein Virologe bin, betrachte ich dieses Rätsel mittlerweile als meine persönliche Herausforderung.

    solltest du dir angewöhnen möglichst nah an der Quelle zu recherchieren und nicht die populärwissenschaftlichen Artikel aus Spiegel, Süddeutsche und Co. heranzuziehen.



    Wenn die Transmission auch indirekt durch Schmierinfektion oder Fäkal-Oral über Oberflächen oder über Zwischenwirte laufen kann, dann bringt Abstand zum Mitmenschen nur Teilerfolge. Will sagen: Wenn SARS-CoV-2 beispielsweise auch auf dem Griff vom Einkaufsagen lauert, kappt ein Kontaktverbot auch nur einen Teil der Infektionsketten.

    Nochmal, die direkte Übertragung ist der Infektionsweg der am aller häufigsten relevant ist. Eine Kontaktvermeidung ist somit das Mittel der Wahl, weil hier die meisten Infektionen verhindert werden können.

    Die Übertragung über Einkaufswagengriffe spielt, wenn überhaupt, eine vernachlässigbare Rolle. Zumal diese Infektionskette durch jeden einzelnen unterbrochen werden kann, indem man sich die Hände wäscht, wenn man vom Einkaufen zurück kommt und zwischenzeitlich absolut vermeidet sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.


    Der neue SARS-Erreger ist noch relativ unbekannt. Nur eines ist sicher: SARS-CoV-2 ist in vielerlei Hinsicht deutlich potenter als seine verwandten Vorgänger. Auch ich wüsste nun zu gerne, was das Muster hinter dieser viralen Erfolgsgeschichte ist.

    Das würde ich so nicht sagen. Zumal du hier Äpfel und Birnen vergleichst. E.coli (EHEC) und Legionellen sind bakterielle Erreger, noch dazu komplett unterschiedliche. Norovirus ist zwar ein Virus, hat aber mit Corona soviel gemein wie der Mensch mit dem Zebra.

    Wenn du einen Vergleich anstellen möchtest, dann den mit Influenza. Da ist der Übertragungsweg der gleiche und auch die Symptome ähneln sich. Da kann man sich dann schon fragen was den einen "erfolgreicher" macht als den anderen. Dazu gibt es mit Sicherheit auch schon Publikationen, wenn dich das interessiert.

    Ansonsten könntest du dich auch mal bei den Tierseuchen umsehen, da ist die Datenlage auch sehr gut. Beim FLI gibt es da viele Informationen (das ist das RKI der Tiermedizin).

    Insgesamt ist es aber so, dass verschiedene Faktoren für die Gefährlichkeit eines Erregers eine Rolle spielen. Auch dazu gibt es noch mehr Informationen, z.B. als kleinen Überblick HIER und hier


    Ach so und ergänzend noch, wenn du dich da wirklich ein bisschen in die Materie einarbeiten möchtest, dann empfehle ich ein gutes Immunologie- und ein gutes Virologiebuch.

    Janeways Immunobiology

    Molecular ans Cellular Biology of Viruses

    Principles of Virology

    Ich denke Oberflächen sauber halten kann nie schaden :) Genauso wie ab und zu mal das Handy oder die Tastatur zu reinigen sicher sinnvoll ist.

    Auf die Studie die du angesprochen hast wäre ich auch gespannt, ich halte die Augen offen. Bisher ist da noch nichts veröffentlicht, ich nehme mal an das die Studie noch nicht abgeschlossen ist.


    Es gibt bislang keine Studie, die belegt, dass sich SARS-CoV-2 ausschließlich nur direkt über Tröpfchen und Aerosole (Airborne) überträgt.

    So eine Studie wird auch ziemlich schwer, da man einen negativen Beweis nicht führen kann. Bedeutet ich kann nur sagen, dass sich Corona eben über Tröpfchen und Aerosole überträgt. Wenn man jetzt Studien zur Übertragung über Oberflächen macht, dann sind nur positive Ergebnisse aussagekräftig.

    Bei negativen Ergebnissen kann man nie sicher sein, dass man nicht doch was übersehen oder einen systematischen Fehler gemacht hat. Deswegen ist die Aussage ja auch immer: Übertragung über Oberflächen ist unwahrscheinlich und nicht unmöglich. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass eine Übertragung über Oberflächen unter den richtigen Bedingungen prinzipiell möglich ist. Ich denke aber auch, dass diese Art der Übertragung für das Pandemie-Geschehen eine sehr, sehr untergeordnete Rolle spielt.

    ok, jetzt werft ihr aber einiges zusammen. Die BZ ist erstmal keine glaubwürdige Quelle. Bei der Japanerin um die es geht würde ich wohl eher davon ausgehen dass der zweite Test falsch negativ war und nicht das sie sich ein zweites mal infiziert hat. Trotzdem ist in der Biologie grundsätzlich mal nichts unmöglich. Aber selbst wenn sie sich nochmal infiziert hätte, dann ist sie eine von vielen tausend. Die wahrscheinlichkeit, dass sich jemand in einem kurzen Zeitraum zweimal infiziert halte ich für gering.

    Hier gibt es zumindest mal eine Zusammenfassung der Immunantwort. Und dort wird auch eine in-vitro Studie zitiert die neutralisierende Antikörper nachweisen konnte:

    SARS-CoV infection induces seroconversion as early as day 4 after onset of disease and was found in most patients by 14 days. Long lasting specific IgG and neutralizing antibody are reported as long as 2 years after infection.For MERS-CoV infection, seroconversion is seen at the second or third week of disease onset. For both types of coronavirus infections, delayed and weak antibody response are associated with se-vere outcome. A limited serology details of SARS-CoV-2 was reported. In a preliminary study, one patient showed peak specific IgM at day 9 after disease onset and the switching to IgG by week 2. Interestingly, sera from 5 patients of con-firmed COVID-19 show some cross-reactivity with SARS-CoV, but not other coronavirus. Furthermore, all sera from patients were able to neutralize SARS-CoV-2 in an in vitro plaque assay, suggesting a possible successful mounting of the humoral responses. Whether the kinetic/titer of specific antibody cor-relates with disease severity remains to be investigated.


    Der Link zu dem Spiegel Artikel ist hier total fehl am Platz, da geht es um Rhinoviren und es wird gesagt, dass man sich mehr als einmal mit Rhinoviren infizieren kann, weil es über 100 Subtypen gibt. Mit jedem Subtyp kann man sich aber nur einmal infizieren.

    COVID-19 ist im übrigen ein Subtyp. Und ich bin mir sicher, dass hier jeder im Forum schon mal mit einem anderen Coronavirus subtyp infiziert war. Das sind nämlich ganz typische Atemwegs- oder Durchfallerreger (je nach subtyp eben).

    Ui ui ui, hier ist ja was los!

    Ich hab gerade keine Zeit auf alles einzugehen, aber ein paar Sachen kann ich schon beisteuern.

    Ein guter Ort für Literaturrecherche ist pubmed.


    Bei den Lebensmittelinfektionen kommen mehrere Dinge zusammen, manche Erreger sind extrem resistent gegen verschiedene physikalische Einflüsse und Dann erreicht man halt mit Lebensmitteln auf einmal sehr viele Menschen. Es gibt ja auch in diesem Bereich immer mal wieder ausbrüche, z.B. in Kantinen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen. Die Epidemiologie einer Lebensmittelinfektion ist dabei aber schon deutlich anders als die der aktuellen Coronainfektion. Deswegen sind auch die Maßnahmen anders.


    Das mit den Handys ist so eine Sache, ich fasse keine fremden Handys an und ich würde auch komisch gucken wenn jemand mein Handy nähme und damit telefonieren oder schreiben würde. Von daher sind auf meinem Handy zwar meine Keime aber die machen mich ja nicht krank ;)

    Und wenn ich nun schon an Corona erkrankt bin, kann ich so viel auf mein Handy niesen wie ich möchte, das macht die Krankheit dann auch nicht schlimmer.


    Und um das nochmal ganz deutlich zu machen, die Infektkette lässt sich sehr gut unterbrechen indem man sich nicht mit den Händen ins Gesicht fasst.


    Von der verlinkten Publikation habe ich jetzt mal aufgrund der fortgeschrittenen Stunde erstmal nur die Zusammenfassung gelesen und was die Autoren sagen ist, dass man sich mit kontaminierten Händen nicht ins Gesicht fassen soll und das daher handhygiene eine sehr wichtige Maßnahme ist.

    "Once contaminated from the environment, hands can then initiate self-inoculation of mucous membranes of the nose, eyes or mouth."

    "Infection prevention and control implications include the need for hand hygiene and personal protective equipment to minimize self-contamination and to protect against inoculation of mucosal surfaces and the respiratory tract, and enhanced surface cleaning and disinfection in healthcare settings."Sie sagen noch, das die Infektion über Oberflächen bei bestimmten Szenarien eine Rolle spielen könnte. Diese benennen sie aber nicht in der Zusammenfassung. Ich lese mir das morgen mal durch, weil es mich auch interessiert welche Szenarien sie meinen. Jetzt ist es mir dafür zu spät :sleeping:

    Ah, ok, jetzt habe ich dich verstanden! :thumbup:


    Was kann der Einzelne dazu beitragen, um die Infektionsketten soweit zu unterbrechen, dass die Kurve der Neuinfektionen in absehbarer Zeit mal wieder abflacht.

    Die Kurve wird in absehbarer Zeit nicht abflachen, das ist schlicht die Epidemiologie einer Viruserkrankung. Die lässt sich nämlich nicht mit einfachen Mitteln eindämmen. Beispiele aus dem Nutztierbereich gibt es sehr viele, da kann man schön sehen was nötig ist, um die Ausbreitung von viralen Seuchen wirklich zu verhindern. In der menschlichen Population sind die meisten dieser Maßnahmen aber natürlich nicht anwendbar.


    Was der einzelne tun kann ist klar und du hast entsprechende Infos ja auch oben in deinem ersten Post verlinkt. Alles andere ist nach momentaner Studienlage nicht nötig / sinnvoll und fällt daher erstmal unter unnötige Panik-mache (ausgenommen sind natürlich immungeschwächte, ältere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen).

    Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall, Privatleute kaufen massen an Desinfektionsmitteln und Mundschutz, so dass Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen ohne da stehen. Ziemlich ungünstige Entwicklung. Zumal sogar die Onkologie der Charité schon beklaut wurde und das geht eben einfach gar nicht.


    Handhygiene nutzt meiner Meinung nach wenig, wenn die Finger sofort wieder in Hochfrequenz auf kontaminierten Oberflächen unterwegs sind.

    Doch, sie nutzt vor allem dann, wenn man sich nicht mit den Händen ins Gesicht fasst. Bedeutet, ich wasche mir jedes mal die Hände BEVOR ich mit meinen Fingern in mein Gesicht gehe. Da lässt sich ansetzten und dass ist eine sinnvolle und umsetzbare Möglichkeit. Das aufbrauchen von Desinfektionsmitteln um alle möglichen Oberflächen in Privathaushalten zu desinfizieren ist momentan maximal kontraproduktiv.


    Hier gibt es nochmal eine Zusammenfassung vom CDC zur Übertragung des Coronavirus

    Gibt auch einen Abschnitt zur Prävention, da wird deine Sorge auch aufgegriffen und es wird empfohlen Oberflächen regelmäßig zu reinigen. Allerdings (und das ist das wichtige momentan) mit normalen, haushaltsüblichen Reinigungsmitteln.

    wenn ich das richtig verstehe, um das Überleben verschiedener Vieren auf "trockenen unbelebten Oberflächen".

    Das verstehst du richtig, denn genau das ist ein smartphone. Ein smartphone besteht aus den Materialien Metall, Aluminum, Plastik, Silikon. Genau die Materialien wurden in den Studien getestet.

    Ich weiß nicht genau worauf du mit deinem Post hinaus willst :/ Der Artikel den ich verlinkt hatte, war ja ein Review, d.h. da sind schon diverse Studien zusammengefasst. Und die Studienlage sagt eben, dass das Virus (je nach Bedinungen) bis zu 9 Tage infektiös bleiben kann (aus nicht lebenden Oberflächen!).


    Ich denke im Augenblick jedoch nicht an die nackte, trockene Oberfläche auf der sich im mikroskopischen Bereich ein paar Vieren tummeln, sondern an den auf manchem Tablet oder Smartphone-Display sichtbaren, makroskopischen Schmier aus Fingerschweiß, Hauttalg und Mucus, der ständig frisch angespuckt, angefeuchtet und mit dem Finger durchgemixt und bei Anruf direkt ins Gesicht transportiert wird. Zum Vergleich: Aus Virenperspektive ist ein einziger Fingerabdruck das, was für einen Menschen die Alpen sind - weites Land.

    Das ist bei Viren ziemlich irrelvant. Viren sind keine Lebewesen. Proteine, Fette und Kohlenhydrate wirken da höchstens der Austrocknung entgegen oder halten pH konstant, was eventuell die Zeit verlängert in der das Virus infektiös bleibt.


    "In suspension, only HCoV-229E gradually lost its infectivity, while the other three viruses, including SARS-CoV, were stable for the entire duration of the experiment. The addition of FCS had no effect. In the dried state, a gradual loss of infectivity was observed for all four viruses tested. HCoV-229E and HSV-1 were most sensitive and completely lost their infectivity within 72 h, with or without added FCS. This is in agreement with previous studies [15]. In contrast, dried SARS-CoV retained its infectivity for as long as 6 days, with 10% FCS exerting a protective influence throughout. Only after 9 days in a dried state had SARS-CoV completely lost its infectivity."

    Quelle


    Da siehst du, dass FCS bei SARS einen Protektiven Effekt hat, so dass dieses Virus eben 9 Tage überlebt

    (FCS ist fetal calf serum, also genau das was du angesprochen hast:

    Fetales Kälberserum enthält eine Vielzahl von Proteinen, von denen heute noch nicht alle bekannt sind. Unter diesen Proteinen befinden sich auch Wachstumsfaktoren die für das Kultivieren von Zellen in Zellkulturflaschen notwendig sind. (Wikipedia))


    "We reporthere that pathogenic human coronavirus 229E remained infectious in a human lung cell culture model following at least 5 daysof persistence on a range of common nonbiocidal surface materials, including polytetrafluoroethylene (Teflon; PTFE), polyvinylchloride (PVC), ceramic tiles, glass, silicone rubber, and stainless steel. "

    Quelle 2


    Auch hier, das Virus bleibt ein paar Tage infektiös auf den verschiedenen Materialien.

    Aber:

    "Contamination of frequent touch surfaces in healthcare settings are therefore a potential source of viral transmission. Data on the transmissibility of coronaviruses from contaminated surfaces to hands were not found. However, it could be shown with influenza A virus that a contact of 5 s can transfer 31.6% of the viral load to the hands. The transfer efficiency was lower (1.5%) with parainfluenza virus 3 and a 5 s contact between the surface and the hands.

    (aus dem Artikel der oben verlinkt ist)


    Also, Coronaviren bleiben auf (nicht-lebendigen) Gegenständen (zu denen das Handy und der Geldschein gehören) eine gewisse Zeit infektiös aber wie die Übertragungsrate zurück auf Hände oder Gesicht ist, ist noch nicht geklärt. Da es bei Influenza mit einer Effizienz von 31,6% möglich ist, ist die Desinfektion von Oberflächen mit denen Erkrankte in Kontakt kommen, anzuraten. Und zwar mit den Mitteln und für die Zeitdauer wie im Review beschrieben.


    Ach so, falls du jetzt denkst "Aber die Geldscheine!" Hier wurden poröse Materialien (Schwämme!) getestet und da gab es keinen Unterschied zu den nicht-porösen Materialien.

    "We also tested HCoV survival after drying,according to a published protocol,12modified inorder to test different environmental surfaces whichare found in hospitals. In particular, we testedporous and non-porous surfaces since differencesin survival according to these types of surfaceswere described for other respiratory viruses.8,15Asexpected, virus survival after drying was shorter thanin suspension, without any differences between sur-faces or virus strains."


    Und noch was am Schluss, ich mag so Diskussionen, finde sie erweitern den Horizont aber die Welt und The Wallstreet Journal sind keine wissenschaftlichen Quellen. Da müsstest du dir schon die Mühe machen und die original Publikation heraussuchen. Dann lese ich mir die auch gerne durch. :)



    Und noch was ganz zum Schluss, du fokussierst dich hier auf einen Übertragungsweg der (nach aktueller Studienlage) nur eine extrem untergeordnete Rolle spielt. Die Übertragung Mensch zu Mensch ist einfach die entscheidende und hier sollte (und wird ja auch) angesetzt werden.

    Außerhalb des Wirts tickt die Uhr gegen ein Virus. Wie lange genau diese Corona-Vieren außerhalb des Körpers überleben können, ist vermutlich noch gar nicht hinreichend erforscht.

    Doch hier z.B.

    Persistence of coronaviruses on inanimate surfaces and their inactivation with biocidal agents

    Ob es tatsächlich eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Handynutzungsfrequenz und der Verbreitungsgeschwindigkeit des Erregers gibt, müsste man untersuchen. Ich habe hier einfach mal ein paar wenige vorhandene Daten extrapoliert.

    Find ich grundsätzlich gut ^^

    Allerdings muss man dabei immer im Auge behalten das Korrelation nicht unbedingt auch Kausalität bedeutet.

    Der Punkt mit den Handys ist der, dass die meisten Leute nur ihr eigenes Telefon benutzen und die Übertragung von Türklinke auf Hände, dann aufs Handy, dann wieder auf die Hände und dann ins Gesicht ist viiiiiiiieeel unwahrscheinlicher als der Übertragungsweg Türklinke - Hand - Gesicht.

    Deswegen ist dein Ansatz zwar interessant spielt aber für die Coronavirus-Übertragung wahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle.

    Also das mit der Übertragung durch Handys ist vermutlich möglich, wird aber nur sehr selten vorkommen. Behüllte Viren sind nicht sehr stabil gegen Trockenheit. Die Infektion von Mensch zu Mensch über Sekrete ist da schon deutlich dominierend.


    Und ich glaube, dass es in Nordkorea noch zu keinem Ausbruch gekommen ist, liegt daran, dass die Bevölkerung nicht reisen darf und das Land auch nicht durch viele Touristen heimgesucht wird. Zusätzlich wage ich zu beweifeln dass die Berichte aus Nordkorea immer der Wahrheit entsprechen. ;)


    Nichtsdestotrotz sind Handys wahre Keimschleudern und man sollte sie schon regelmäßig mal sauber machen. Auch wenn man selten vom eigenen Handy krank wird, da das ja die ganz eigenen Keime enthält.

    Wenn man aber ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte man wohl besser kein fremdes Handy in die Hand nehmen, geschweige denn damit telefonieren.<X