Zweite Posi/Posi Versuche...

  • ... welche Winkel würdet Ihr zum Testen nehmen?

    Ich weis es zwar nicht aus dem Kopf, glaube aber, dass ich aktuell +15/-9 oder -12 Duck fahre.

    Nächste Woche gehts wieder ins Wallis :), und der zweite Posi/Posi Versuch steht an, noch dazu mit den Padride Riserpads.

    Jetzt überlege ich, welche Winkel?

    Bei den optisch schön anzuschauenden Toyride Videos aus Japan, ist alles vertreten. Neben wenigen Duck Carven, ist da alles zu sehen, von 21/0 bis 45/33, desöfteren ca. 30/9-12


    Meine Überlegung geht zu mind. hinten +12 um keinen kleineren Winkel als aktuell (mit eventueller Bootoutgefahr) zu benutzen, tendiere aber zu deutlich mehr, da ich im Wohnzimmerposiposi bequem bei hinten 18 oder gar 21 stehe, vorne gehts dann auf über 30.

    Gibt es da irgendwelche Regeln? Lars Horstmann spricht ja von rantasten, Cherry fährt deutlich mehr forward. Nun bin ich natürlich weit von allen Horstmanns und Cherrys dieser Welt entfernt, denke aber, dass man zur nötigen Technikumstellung eher bei einem größeren als kleineren Winkel quasi automatisch gezwungen wird. (Und falls die nicht klappt, liegt man halt mal im Schnee :)) Wie seht Ihr das?

    Mein theoretischer Favorit aktuell ist +33/+21...

    Neben den Winkeln gibt dazu noch die Stance Frage, hier tendiere ich zu kleinstmöglich, um möglichst viel Power in die Boardmitte zu kriegen, um dadurch den Turnradius beeinflussen zu können. Also vordere Bindung soweit nach hinten wie möglich?

    Neben Stancewidth, wäre dann noch die Frage nach einem eventuell Setback? Da ich tendenziell immer stark über den Frontfuß fahre, ist bei Carven vielleicht eine stärkere Belastung des Backfoot, besonders am Turnende wünschenswert. Soll ich deshalb hinten testweise mit ein oder 2 Schrauben weiter hinten anfangen (Was den Stance natürlich wieder um das gleiche Maß vergrößert).

    Wie handhabt Ihr das?

  • puh.. ja, mit der Theorie habe ich mich beim forward nicht groß beschäftigt.


    Habe auch nur ein Brett welches ich im forward fahre. Da war es tatsächlich einfach mal montieren und schauen wie es sich anfühlt. Im Endeffekt habe ich dann paar mal umgeschraubt und bin doch deutlich steiler und enger zusammen gegangen.

    Setback würde ich vorerst außenvor lassen.

  • Vergiss die Japaner.. solch eine Beweglichkeit aus den Gelenken bekommen wir nicht hin..


    Beim Forward musst du am gleichen Brett auf jeden Fall wesentlich enger gehen. Das ist ein Schlüssel.


    Und ich persönlich bevorzuge inzwischen weniger Spreizung. ( nur 9-12 Grad Spreizung im Forward und 33 im Duck )


    Ich kann dir den Tipp geben…


    - Mind . 6-8cm enger gehen vom Stance als im Duck. Setback kannst du einfach den Ref. Setback nehmen und von da aus parallel enger gehen.

    Kann sein das du an die min Stance Grenze deines Bretts gehen musst.


    - Wenn Du bisher die klassischen +15 -12 gefahren bist würde ich dir am Board +36 +24 einstellen.


    - Nutz die HB Rotation der Bindung wenn möglich und stelle die HB parallel zur Backsidekante


    - Hintere Bindung vollen Forward lean. Vordere Bindung nur 1/3 Forward Lean.



    Und dann alles vergessen was du im Duck gefahren bist. Körper in Linie mit Board vergessen. Einrotiert starten. Blick und Oberkörper in Fahrtrichtung. Beide Hände nach vorne bringen (wichtig) . ( wie wenn du ein Tablet vor dir trägst und darfst nichts verschütten ) Halte ruhig die Hände hoch wie wenn du ein Tablet trägst und fange so an zu fahren. Heelside Turn hinterer Arm wandert zum vorderen Knie. Toeside Turn vorderer Arm zum vorderen Knie. Schultern und Gedachtes Tablet bleiben dabei immer in Waage ( nichts verschütten)



    Soweit meine Tipps zum Einstieg in den Forward.


    Mehr würde ich mir nicht vornehmen für die ersten paar Tage.

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    2 Mal editiert, zuletzt von nitrofoska ()

  • Ja super! Danke! Und ja, das deckt sich mit meinen Überlegungen. Ich wollte ja die Bindung engstmöglich, also ganz nach innen und 33/21... Highback muss ich mal schauen, ich weis nicht, ob ich das bei meiner Flow NX verdrehen kann, befürchte nein, aber hinten voller forward lean und vorne 1/3 ist auch ein super Tip.

    Ja und dann fang ich mal mit leichtem Kantenwackeln an :)

  • Kommt darauf an welche NX2 du hast. Die alte Version mit dem Eco Kush Strap kann das.. die aktuelle und die Carbon sowie TM kann das nicht.


    Ist aber auch nicht so kriegsentscheidend


    wichtiger sind die anderen Tipps.

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  • So, die Urlaubsvorbereitungen sind ziemlich beendet, vor allem hab ich mir sämtliche Videos von Cherry und Lars Horstmann reingezogen. Theoretisch nun perfekt, werde ich natürlich mal wieder die Praxis wagen.

    Je nach dem wie bequem es erscheint, werde ich die Bindungswinkel auf 36/24 oder 33/21 oder vielleicht auch 36/21 einstellen und dann gehts spätestens am Sonntag, bei hoffentlich guten Bedingungen auf die walliser Piste, heute schneits zumindest noch ein bisschen.

    Wenn ich 180° Turns bei einer Brettaufkantung von >45° schaffe, wäre ich schon super zufrieden, eigentlich schon, wenn ich tatsächlich nur eine "Pencilline" über 3-4 S-Turns hinkriegen würde, egal welcher Radius und wie langsam/schnell.

    In der Hoffnung mich nur wenig hinzulegen und vor allem, dass die neue Crashpant auch den Steiß schütz, werde ich mich dann melden und berichte.

  • ... , Cherry fährt deutlich mehr forward. Nun bin ich natürlich weit von allen Horstmanns und

    ....

    Mein theoretischer Favorit aktuell ist +33/+21...

    cherry faehrt nur +27/+12


    also nicht steil forward, deswegen benoetigt er auch mehr Boardbreite als im duck +-15


    ich empfehle dir +33/+15 als Einstieg



    und mach deine CX Bindung hinten relativ locker und schnuer den Boot hinten locker.


    Erst musst die boardkontrolle umkanten und S tuers im flachen ueben, Driftschwuenge und abbremsen im steilen. Dann Carving im Flachen bei wenig speed, dann bei mehr speed.


    ich bin dann erst durch gesteigerten Speed und Vertrauen wieder an die hohen Auflantwinkel des Duck gekommen. Bei hohen Aufkantwinkeln und carven im steileren Gelaende muss die Furcht erst mal weg,.und die Ablaeufe und Timings muessen sitzen


    Du musst das board erst natuerlich auf Kante laufen lassen koennen bevor du versuchst den Turn eng zu ziehen und hoeheren Aufzukantwinkel zu erzielen. Die Angst vor dem zu schnell werden muss auch weg


    Gewicht beim Carving Umkanten hinten, das ist richtig


    Mein Fazit bislang: ich verwende steilen fwd nur wo es von der Boardbreite, Boarttyp notwendig ist.


    Rest des Quivers bleibt bei mir Duck. Finde bei Verwendung von Softboots das Carven und Fahren im Duck generell einfacher und wegen switch erheblich interessanter und variabler.

    5 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • In der Hoffnung mich nur wenig hinzulegen und vor allem, dass die neue Crashpant auch den Steiß schütz, werde ich mich dann melden und berichte.

    Der "Schiss" muss erst mal weg..


    Mir hilft für den Kopf da oftmals ganz langsam einfach tief gehen .. Aufkanten bis über den Kippunkt und dann bewusst stürzen.. Mit dem Kopf voran die Piste Runter.. Die Angst muss erst mal weg.. wenn die zu tief sitzt .. Nix..



    So, die Urlaubsvorbereitungen sind ziemlich beendet, vor allem hab ich mir sämtliche Videos von Cherry und Lars Horstmann reingezogen. Theoretisch nun perfekt, werde ich natürlich mal wieder die Praxis wagen.

    Schwierig.. Versuche das nicht alles umzusetzen..


    ich habe bewusst da einiges weggelassen, weil dir das "noch" nichts bringt..


    IMHO... Bleib bei den Tipps:



    Und dann alles vergessen was du im Duck gefahren bist. Körper in Linie mit Board vergessen. Einrotiert starten. Blick und Oberkörper in Fahrtrichtung. Beide Hände nach vorne bringen (wichtig) . ( wie wenn du ein Tablet vor dir trägst und darfst nichts verschütten ) Halte ruhig die Hände hoch wie wenn du ein Tablet trägst und fange so an zu fahren. Heelside Turn hinterer Arm wandert zum vorderen Knie. Toeside Turn vorderer Arm zum vorderen Knie. Schultern und Gedachtes Tablet bleiben dabei immer in Waage ( nichts verschütten)

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  • So, eine Woche Schweiz bei traumhaftem Wetter vorbei. Dank Magic Pass konnten Erfahrungen in Leukerbad, Zinal und Saas Fee gesammelt werden. Leider kein Neuschnee, aber meist gut fahrbare Pisten, morgens teilweise eisig, mittags Sulz. In höheren Lagen relativ guter Grip.


    Nun zum Thema Posi/Posi:

    Nach diversen geringfügigen Änderungen gelangte ich final zu engstmöglichem Stand, also innerste Inserts vorne und hinten, dazu die Disk noch maximal nach innen verschoben. (Wäre noch enger möglich, hätte ich dies auch noch versucht). Winkel vorne final bei 30 Grad, hinten 18(oder waren es doch noch 21?).

    Die PadRide Riserpads natürlich montiert, bei Fahren keinerlei negative Einflüsse, definitiv keine Bootouts; Gewicht nur beim Tragen so wirklich gespürt, das Brett ist deutlich schwerer. Da der direkte Vergleich fehlt, kann ich nicht mal sagen, ob der Krafteinsatz zum Kantenwechseln geringer ist, aber negativ war gar nichts fühlbar, so dass die RiserPads auf jeden Fall dran bleiben werden.

    Zwischenzeitlich wurden noch die orthopädischen Einlagen gegen die Adidas Einlagen und wieder zurück getauscht, der Ride Insano sitzt knalleng, im Zweifel gab es noch leichte Zehenschmerzen und Strumpffalten rächten sich... :( Aber am letzten Tag hatte ich dann alles einigermaßen im Griff.

    Mit diesen Einstellungen fuhr es sich super, keinerlei Probleme, weder Ermüdung noch größere Fußprobleme.


    Posi/Posi macht schon Spaß! Flatbase ist gefühlt einfacher und gefühlt bin ich gecarvt wie ein Weltmeister, zumindest dachten meine Oberschenkel, dass viel mehr nicht geht, die Kräfte in der Kurve waren schon deutlich zu spüren.


    Ein Video brachte aber die Ernüchterung, von James Cherry meilenweit entfernt :(


    Boardwinkel, wenn überhaupt, max. 45Grad, Hüfte meist noch in Brettrichtung anstatt Richtung Front, Schwungeinleitung zu spät, Kante zu wenig eingesetzt, Brettspur mind. 10cm breit, nix Pencil Line... In der Theorie von Malcom Moore bin ich also wenn überhaupt zwischen "Gripped" und "Carved" gelandet, teilweise natürlich schneebedingt (oder besser eisbedingt), aber es mangelt definitiv noch an der Technik oder am Selbstvertrauen noch mehr auf die Kante zu gehen.


    Kurzum, da gibt gibt es noch viel zu tun, aber ich werde versuchen dass weiter auszubauen, weil es richtig Spaß macht!

    Jedem der kein Interesse an Park und Jumps hat, würde ich das Experiment auf jeden Fall empfehlen!


    PS: das Iphone-Video hat 33MB, krieg ich das irgendwie hochgeladen?

  • fwd Experimente kann man schon machen falls man Zeit hat, und viel Geduld, oder eine Notwendigkeit durch geringe Boardbreite vorhanden ist.


    Es ist halt nicht so, dass es das carven besser macht, sondern nur anders. Was fwd etwas loest ist: boardbreitenproblematik.


    Allerdings Cherry faehrt hintem nur +12 Grad

    Moore +15 (und nur gelegentlich fwd)

    Lars +15


    somit ist bei diesen Winkeln nichts entschaerft bezueglich Boardbreite gegenueber duck zB +-15


    ich fahr fwd NUR am Eliminator, da es sonst fuer laydowns zu schmal waere.


    Wer Laydowns und tiefes Carven im Duck konnte, lernt Laydows im fwd ueblicherweise an einem Tag, etwaige Koerper haltungskorrekturen und optimierungen dauern dann etwas laenger.


    wer laydowns und tief im duck nicht konnte wird diese Carves zu 99% im fwd auch nicht koennen.


    Generell erfordert die Umstellung mehr Training und Einsatz als manche vermuten, und laydown ist dann noch eine eigene Nummer.


    Da einige fwd stance Influencer aufkamen, hat das Thema wieder etwas Hype. Aber genauso wie beim Knapton Hype gilt:

    es ist nur deutlich kleiner 50% das Material, und Bindungseinstellung, der ueberwiegende Grossteil der erfolgreichen Umsetzung kommt vom Koennen des Fahrers.


    Also Leute die Duck nicht carven koennen werden sich vermutlich fwd nicht einfacher tun.

    Selbes gilt fuer laydown.


    Vermutlich werden 95% der Leute mit Experimenten nur wertvolle Pistenzeit vergeuden.


    Aber jedem sei das Experiment vergoennt.


    Es verhaelt sich ein bisschen wie switch, wobei man fuer switch wenigstens die Bindung nicht umschrauben muss... switch /fwd ist wie snowboarden neu lernen.


    Fuer Leute die gerne switch fahren, und ab und an Tricks einstreuen, und boards haben die fuers carven breit genug sind, die sollten sich fwd experimente sparen, es bringt nix,

    Duck ist der universellere bessere Stance.


    Hier noch ein Video, im Duck stance, der den fwd. Carves von Cherry und Lars um nichts hinterherhinkt


    , perfekte pencil line, perfekter Duck style.


    Short cellphone clip on the 3:45pm end of day chopped up groomers at Park City Canyons. | By Michael | Facebook
    Short cellphone clip on the 3:45pm end of day chopped up groomers at Park City Canyons.
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    2 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Duck ist der universellere bessere Stance.

    Da hast Du sicher recht, dass Duck universeller ist, aber ich glaube tatsächlich, dass posi/posi durchaus überlegenswert ist für Leute, die weder Switch noch Park wollen, und denen es um bessere Kantenkontrolle beim directional geradeausfahren geht.

    Ich habe das zumindest für mich so festgestellt und werde dabei bleiben. Ich komme deutlich besser, kontrollierter, auf die Kanten, besonders beim Heel Turn, als im Duck, müsste aber in der Hüfte wohl noch deutlich beweglicher sein. Die Balance zu halten fällt etwas einfacher, als im Duck die Balance über den ausgestreckten Hintern zu halten, wo eine Hüftrotation für mich ziemlich unmöglich ist.


    Aber es gilt wie überall "it is not the arrow, it is the Indian", so wie Du es auch beschrieben hast. Mir fehlt es da offensichtlich an können und werde es zwar noch etwas verbessern können, aber ein James Cherry werde ich in meinem Leben wohl nicht mehr... :)

  • ja hat beides Vor- und Nachteile und ist im Endeffekt einfach Geschmacksache. Im Posi Posi bekommt man halt das hintere Knie einfacher nach vorne, aber das geht auch im Duck, vor allem mit kleinem Bindungswinkel am hinteren Fuss. Ich fahre z.B. hinten -6° und das ist schon relativ angenehm. Problematisch wird das halt mit großen Füssen, weil das Brett dann noch mal breiter sein muss, wenn die Bindungswinkel kleiner werden. Ich würde einfach schauen, was mehr Spaß macht und da dann dran bleiben. Die Umstellung braucht natürlich Zeit, aber ist definitiv machbar, sofern man sich die Zeit nehmen will und kann.

  • youtube

    JA, das scheint zu funktionieren!

    Hier also die bescheidenen Versuche eines Ü-60! Vielleicht hat der eine oder andere ja noch ein paar Tipps, wie das alles besser gemacht werden könnte (einiges was verbessert werden muss, hab ich ja schon oben beschrieben, offentsichtlich muss ich auch deutlich mehr in die Knie)


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    Einmal editiert, zuletzt von Olddude ()

  • ja mehr in die Knie gehen und weniger mit der Hüfte und dem hinteren Bein machen. Du kommst beim Umkanten immer direkt in den Drift.

    Danke! Ich gehe davon aus, dass das auch mit die üblichen Umstellungsprobleme sind. Schließlich hat man sich genau das jahrelang angeeignet, wenngleich das auch schon im Duck nicht wirklich korrekt ist. Scheint sich um die Reste falscher Gegendrehungstechnik zu halten :(

  • Danke! Ich gehe davon aus, dass das auch mit die üblichen Umstellungsprobleme sind. Schließlich hat man sich genau das jahrelang angeeignet, wenngleich das auch schon im Duck nicht wirklich korrekt ist. Scheint sich um die Reste falscher Gegendrehungstechnik zu halten :(

    ja, das ist im Duck auch nicht richtig ;) Sowas sollte man sich daher erst gar nicht aneignen, wenn es allerdings schon in Fleisch und Blut übergegangen, ist es schwierig das wieder wegzubekommen - jedoch nicht unmöglich. Braucht halt einfach etwas mehr Zeit und Disziplin.

  • ja der Fehler begann schon um Duck beim Umkanten, setzt sich nun im fwd stance Umkanten fort.


    Der Drift beginnt bereits beim falschen Umkanten, ist danach im Rest des Turns nur mehr begrenzbar aber nicht mehr voellig behebbar.


    und einmal falsch antrainiert, ist es schwierig es wieder los zu werden


    Noch flachere Piste verwenden, waere auch angebracht. Und dann gecarvtes Umkanten ueben, langsam steigern, beim Umkanten hinten belasten, tiefer in die knie und das board lenken lassen, hinteren Fuss passiv halten, nur zum Aufkanten aber nicht zum Rausdruecken / Wischen benutzen. Das board Einlenken lassen.

    Einfach auf Kante stellen und balancieren.

    Und die arme stabil , wie ein tablett haltend nach vorne, dabei die virtuellen Getraenke am Tablett nicht verschuetten.


    Weil diesen step zu ueberspringen und gleich im Mittelsteilen bei speed die Koerperhaltung und Timing zu korrigieren, da sperrt sich der ganze Koerper dagegen und moechte immer automatisch die angelernte Drift Technik anwenden (die ja gleichzeitig die Umkantphase verkuerzt und den Speed reduziert, 2 schoene Effekte im Steilen, die dann halt leider zum Drift fuehren)



    Was ich positiv sehe, speed hast du, also die angst vor speed wird dich dann nicht zurueckhalten. Viele haben auch zu sehr Angst vor dem Speed und die sind noch nicht bereit fuer das Carven, weil Carven heisst das board auf Kante laufen lassen, bei dem speed das der radius/ board sidecut + pisten neigung vorgibt.


    also eine leicht flachere gute nicht eisige Piste waehlen, und dann die oben genannten Umkantaufgaben ueben.

  • Ja super, Danke für die Tipps!

    Dann heisst es also die J-Turn Übung konsequent durchzuführen. Interessant ist besonders der Tipp mehr im Flachen zu üben, bis dato hatte ich das Steile bevorzugt, weil da die Kontrolle der Kante am Kurvenausgang einfacher schien. Aber wie zu erkennen, beginnen die Fehlerchen schon beim Kurveneingang, bzw. Umkanten.

    Das ist übrigens eines der wenigen Videos seit langer Zeit. Ich kann jedem nur raten, sich selbst filmen zu lassen. Das ist echt ein Eye-Opener! Man sieht sofort, wo es noch hapert. Ich bin trotzdem mit meiner ""Flachland-Boomer-Performance" zufrieden, habe aber den Ehrgeiz daran weiter zu arbeiten. Leider ist die Saison für dieses Jahr aber höchstwahrscheinlich beendet...


    Zum Thema Speed, bei ca. 60kmh ist bei mir Schluss, dann fangen mir die Augen trotz Visier an zu Tränen und der Respekt vor den Folgen eines Sturzes steigt... früher sagte man dazu "Angst" :).

    Ich hab am Sa meine Apple Watch mit meinem skifahrenden Sohn getauscht. Statt Highspeed 60, stehen jetzt fast 100 kmh in der Slope App... Wahrscheinlich würde ich mir nach ein paar Tagen Gewöhnung zurück auf Ski auch >80 zutrauen, aber so wie Du (Winterzahn) bald 100 auf dem Board, no way!

  • nicht Jturn uebung,

    die hilft gar nix beim Umkanten


    du musst die Umkantuebung machen, S-turns

    tiefer in den knien, das Gewicht leicht hinten,

    holding the tray (mit beiden armen das Tablett stabil vorne halten, nix verschuetten)


    im etwas flacheren Gelaende ueben, umkanten, umkanten, umkanten, die Turns dabei nicht ganz ausfahren, moeglichst viele Umkantvorgaenge in kurzer Zeit ist das Ziel.


    wenn das mal sitzt, dann im Steilen in der traverse anwenden.


    Board einlenken lassen.


    20 kmh reichen anfangs vollkommen fuer die Uebung.


    du musst das Gefuehl fuer das Board auf Kante erlernen.


    Nicht du lenkst ein, sondern das board lenkt ein, du bist Passagier und haeltst die Balance, holding the tray, und machst nur das Aufkanten.


    Das Boardgefuehl beim Umkanten muss als erste Uebung her.


    Tipp: mach die hintere Bindung und Boot lockerer,

    das hilft im Fwd stance enorm um das boardgefuehl zu bekommen und knietiefer zu fahren.