Suche verspieltes Brett zum Buttern, für Buckel, schlechten Schnee und unebenes Terrain

  • Hallo Leute,


    kurze Vorgeschichte: habe mir letztes Jahr ein Rossignol Jibsaw gekauft, was leider ein ziemlicher Fehlgriff war. Fahre schon sehr lange und gut und war auf der Suche nach einem wendigen Brett zum auf und neben der Piste rumspringen, buttern, Buckel und switch fahren.


    Das Jibsaw hatte für meine Begriffe "zu viel Kante" und war zu hart. Es war trotz des Hybrid Rocker Profils weniger wendig als mein altes Head True (Camber), blieb aber trotzdem öfters irgendwo hängen und machte daher sehr viel weniger Spaß zu fahren. Auch zum schnell fahren oder springen habe ich in dem Brett keine wirklichen Vorteile gesehen. Vermutlich bezieht sich das "Jib" in Jibsaw nicht auf kleine Sprünge über Pistenbuckel und im Tiefschnee sondern über das Springen über große Kicker im Park?


    (Geht demnächst mit ordentlich Verlust bei einem Bekannten Online-Marktplatz raus, falls jemand Interesse hat)


    Mein bisheriges Snowboardsetup:


    Hatte vorher sehr lange ein Head True 163, das an sich perfekt für mich war. Zwei Dinge halten mich jedoch davon ab es wieder zu kaufen:


    - es ist directional und ich fahre viel switch, daher soll es diesmal ein Twin Tip werden

    - es ist eindeutig als Anfänger/Intermediate Brett ausgewiesen zu denen ich mich schon lange nicht mehr zähle - ich muss aber auch gestehen, dass ich nicht verstanden habe was den Unterschied zwischen einem weichen Anfängerbrett und einem weichen Profibrett ausmachen soll und bei vielen Brettern sind sich die Hersteller und Shops selbst nicht sicher für welche Zielgruppe sie eigentlich sind.


    Ich suche: Snowboard

    Snowboardlänge (bisher): 163cm

    Dein Körpergewicht: 80Kg

    Körpergröße: 185cm

    Geschlecht: Mann

    Bootgrösse in Mondopoint und Euro: Mondo 29.5 / EUR 45 / US 11.5

    Außenlänge der Boots: 32,5 cm

    Preislimit: 500 EUR


    Fahrlevel:

    [ ] Anfänger (1 Tag bis 6 Tage Erfahrung auf dem Brett)

    [ ] leicht fortgeschritten (du kommst leichte/mittlere Pisten ohne Probleme runter)

    [ ] fortgeschritten (du kannst alle Pisten bewältigen und hast eine sichere, gute Fahrtechnik)

    [X] Profi (ob Carving, Powder Sprays oder Tricks im Park, du hast deinen Style gefunden)


    Fahrstil/Einsatzgebiet-in Prozent:

    [X] Piste [45%]

    [X] Buckel [45%] (Altschnee-Buckel, Liftspuren, neben der Piste)

    [X] Tiefschnee / Backcountry [10% ] - richtigen Pulver-Tiefschnee hab ich selten (Urlaube werden immer im Voraus gebucht)

    [ ] Park (Kicker/Pipe) [0%]

    [ ] Rails [0%]


    Switch fahren:

    [X] Ja

    [ ] Nein



    Was mir wichtig ist:

    - Ein Brett für "verspieltes Fahren" auf und neben der Piste, rumspringen, Buttern, 360er , kleine Grabs usw.

    - Schlichtes Design (!), ich mag keine Totenköpfe, Tribals, brennende Autos, halbnackte Frauen oder Comicfiguren da drauf haben

    - Sollte im Backcountry nicht völlig versagen - aber echten "Tief"-Schnee gibts ja sowieso nur noch sehr selten

    - Twintip

    - Gerne viel Pop

    - Robust (Bataleon fällt damit z.B. für mich weg, kenne 3 Leute denen die Triple-Base aufgebrochen ist)



    Was mir nicht wichtig ist:

    - Carven

    - Höchstgeschwindigkeit (mit dem Head True 163 konnte ich - auch wenn es ja als Anfängerbrett deklariert war - immer gut heizen und wurde auch von Skilehrern und einem Bordercrosser aus dem deutschen Nationalteam nie wirklich abgehängt)

    - Große Kicker / Pipe fahren

    - Toller Halt auf steilen, eisigen Pisten


    Bretter in der engeren Auswahl:


    _____________________


    Rossignol Sawblade


    ✅ Günstig

    🤔 Eventuell zu kurz? Gibts maximal in 155cm (will kein wide-Board), das sind 8cm weniger als bisher

    🤔 hab Bedenken dass es Ähnlichkeiten mit dem Jibsaw hat, weil es schon in der Beschreibung als "kleiner Bruder" des Jibsaws beschrieben wird und auch viele Technologie- und Form-Ähnlichkeiten aufweist


    _____________________


    Salomon Huck Knife


    ✅ Sehr schön

    🤔 Hab sehr Unterschiedliches und Widersprüchliches zur Härte und Verspieltheit des Brettes gelesen

    🤔 Sehr langer Camber? Klingt eigentlich nicht so nach wendig und spaßig?


    _____________________


    Salomon Villain


    ✅ Soll das "lustigste" Brett von Salomon sein

    🤔 Wird von manchen auch als "Nudel" bezeichnet, das es wohl schnell flattert

    🤔 Nicht so schön (aber noch ok)


    _____________________


    Yes Basic


    ✅ Schlicht

    ✅ Angeblich schön soft und spaßig zu fahren

    🤔 Auch eher als Anfängerbrett vertrieben

    🤔 Form sieht etwas altmodisch aus? Keine Ahnung welchen Effekt die neueren etwas eckigeren Designs haben

    🤔 Hab keine Erfahrung mit der Qualität von YES


    _____________________


    Head Rush


    ✅ Bewährte Qualität (bisher nur auf Head-Brettern gefahren, die haben alle Jahre lang gehalten, trotz oft miserabler Schneebedingungen und nicht immer bester Behandlung des Materials)

    🤔 Wird als Anfängerbrett vertrieben


    Bretter die immer wieder genannt werden, die ich aber auf Grund des Designs oder fragwürdiger Qualität ausgeschlossen habe:

    Capita Horrorscope, LibTech Skate Banana, Gnu Headspace, Rome Artifact, Never Summer Funslinger, alle Lobster Boards, alle Bataleon Boards


    So das waren erstmal meine Gedanken. Freue mich über jeglichen Input!


    Am allerbesten wäre es natürlich wenn ich mal ein paar Bretter ausprobieren könnte vor dem Kauf, damits nicht wieder so ein teurer Reinfall wird. Freue mich daher auch über Tipps wo man Ende Dezember Material in Österreich testen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von McButter ()

  • McButter

    Hat den Titel des Themas von „Suche verspieltes Brett für zum Buttern, für Buckel, schlechten Schnee und unebenes Terrain“ zu „Suche verspieltes Brett zum Buttern, für Buckel, schlechten Schnee und unebenes Terrain“ geändert.
  • Huiuiui... langer Beitrag..


    Ich fang mal an.


    Vermutlich bezieht sich das "Jib" in Jibsaw nicht auf kleine Sprünge über Pistenbuckel und im Tiefschnee sondern über das Springen über große Kicker im Park?

    Absolut nicht. Jibsaw weiches Jib Board wie das Jib schon sagt. gutes Brett, aber du wirst wenn du weiter liest sehen dass ich in die andere Richtung gehe.


    Außenlänge der Boots: 32,5 cm

    [X] Profi (ob Carving, Powder Sprays oder Tricks im Park, du hast deinen Style gefunden)

    Bootlänge mit Erfahrung zusammen schießt gleich mal die Board Breite in die Höhe.. Da müssen wir uns Gedanken machen.

    Sollte dann schon Richtung 27.5 - 28 cm waist gehen.


    Da du ganz selbstbewusst Profi angekreuzt hast, frag ich mal nach.. Wie lange fährst du? Hast du ne Ausbildung?


    Was mir nicht wichtig ist:

    - Carven

    - Höchstgeschwindigkeit (mit dem Head True 163 konnte ich - auch wenn es ja als Anfängerbrett deklariert war - immer gut heizen und wurde auch von Skilehrern und einem Bordercrosser aus dem deutschen Nationalteam nie wirklich abgehängt)

    - Große Kicker / Pipe fahren

    - Toller Halt auf steilen, eisigen Pisten

    Nicht persönlich nehmen, aber das lässt mich irgendwie an der Profi Einstufung zweifeln.. Wenn du gut Buttern willst ist carven können halt das A und O....


    Alle Bretter die du genannt hast sind mMn nicht für dich. Und zudem alle viel zu schmal.

    Bretter die immer wieder genannt werden, die ich aber auf Grund des Designs oder fragwürdiger Qualität ausgeschlossen habe:

    Capita Horrorscope, LibTech Skate Banana, Gnu Headspace, Rome Artifact, Never Summer Funslinger, alle Lobster Boards, alle Bataleon Boards

    Die auch alle..


    Ich predige immer das selbe hier.. Wenn man gut buttern will, dann sollte es kein super weiches Brett sein..

    Die meisten von dir genannten Bretter sind sehr speziell.. (Habe selbst ein Horrorscope, geiles Brett, aber als einziges Brett wollte ich es nicht haben..)


    Für Butter und Park, gerade für verspielte Pistenruns mit sidehits etc... genau mein Fahrstil.. Da muss was stifferes her.

    Du bekommst durch das steifere Brett soviel mehr an Stabilität und Kontrolle zum buttern und springen.


    - Gerne viel Pop

    Sowas hast du halt mit den weichen Nudeln nicht..


    - Sollte im Backcountry nicht völlig versagen - aber echten "Tief"-Schnee gibts ja sowieso nur noch sehr selten

    Das kannst du vernachlässigen.. Mal bisschen Pow neben der Piste kannst mit jedem Brett mitnehmen.. Wenn du hier spezialisieren würdest verlierst du viele andere Eigenschaften


    Allerdings lese ich schon aus deiner Beschreibung raus dass du genau so ein super weiches Flat oder so willst...

    Wenn du das magst, ich kann dich nicht abhalten, aber wenn du so eins kaufst dann solltest du dir bewusst sein, dass da eben nicht viel an Kontrolle bei rum kommt..

  • Hi McButter,


    dein aktuelles Jibsaw ist nicht wirklich 163 cm lang, oder?


    Lib Tech, Capita und Never Summer fallen vermutlich schon allein wegen der Grafik auf dem Top-Sheet raus. Richtig?

    Nein, das ist 159cm lang.

    Die meisten, die ich gesehen habe wegen den Grafiken genau.

  • Fahre seit 16 Jahren, davon einige Winter mit über 30 Pistentagen und einen kompletten Winter in Kanada mit über 8m Schnee in der Saison.

    Habe das Profi nicht als "ich verdiene damit mein Geld" interpretiert, sondern eher verglichen mit anderen Posts hier, die "Fortgeschritten" angekreuzt haben, aber gerade erst die ersten steilen Pisten fahren. Keine Frage man lernt nie aus, gerade im Park- und Tiefschnee-Bereich. Aber gerade in den Bereichen, die mir am meisten Spaß machen (Pisten-Jibbing, Buckel usw.) treff ich selten jemanden, der mir noch irgendwas zeigen kann und will ich auf jeden Fall ein Brett das auch für die nächsten Jahre wieder hält und mich nicht ausbremst.

    Also soll nicht überheblich klingen, sondern einfach nur ein vollständiges Bild abgeben, von dem was ich mit dem Brett machen will: "Profi"-mäßige Pisten und Buckel-Gaudi. Wenn es ein Kreuz zwischen Fortgeschritten und Profi gegeben hätte, hätte ich vermutlich das angekreuzt. (und der Nachsatz: "du hast deinen Style gefunden" trifft auf jeden Fall auch zu.)

    Zu dem was ich will: Das sind nur die Boards die rausgekommen sind, wenn ich nach "Boards zum Buttern" und ähnlichem gesucht habe. Bin da ganz offen auch für komplett andere Richtungen :)

  • Hab schon den Beitrag verfasst wollte ihn nicht löschen..

    Aber ich hab da was überlesen..


    Das Jibsaw hatte für meine Begriffe "zu viel Kante" und war zu hart. Es war trotz des Hybrid Rocker Profils weniger wendig als mein altes Head True (Camber), blieb aber trotzdem öfters irgendwo hängen und machte daher sehr viel weniger Spaß zu fahren. Auch zum schnell fahren oder springen habe ich in dem Brett keine wirklichen Vorteile gesehen. Vermutlich bezieht sich das "Jib" in Jibsaw nicht auf kleine Sprünge über Pistenbuckel und im Tiefschnee sondern über das Springen über große Kicker im Park?

    Das hatte ich falsch verstanden..


    Also das Jibsaw wäre schon am ehesten in die Richtung gegangen die ich anstrebe..

    Ich wäre sogar noch steifer gegangen..

    Ich habe das Jibsaw als recht weich in Erinnerung, gerade in Nose und Tail.

    zuviel Kante kann ich ja noch nachvollziehen.. Allerdings fand ich die Kante ganz nice.

    Gab hier glaub auch einen Testbericht.. musst mal schauen


    Das mit dem jibsaw verwirrt mich irgendwie.. Vielleicht erzählst du mehr von deinen Erfahrungen mit dem Jibsaw..

    Was hat dir nicht gefallen? In welchen Situationen war es nicht so geil etc..


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Regular

    Und du hast das direktionale bei deinem alten Brett gemerkt? Ich finde nicht viel drüber, aber das hat scheinbar nur 10mm Setback und ist sonst garnichts direktionales.. Viele Infos gibt es aber nicht im Netz..


    Fahre seit 16 Jahren, davon einige Winter mit über 30 Pistentagen und einen kompletten Winter in Kanada mit über 8m Schnee in der Saison.

    Habe das Profi nicht als "ich verdiene damit mein Geld" interpretiert, sondern eher verglichen mit anderen Posts hier, die "Fortgeschritten" angekreuzt haben, aber gerade erst die ersten steilen Pisten fahren

    Allright! war ja nur informativ gemeint. Weil hier doch so gut wie nie jemand Profi ankreuzt :)

    Ich bin auch 15 Jahre viel gefahren bis ich mal richtig snowboarden gelernt habe.. :/

    Jetzt fahre ich 19 Jahre und soviel wie ich in den letzten 4 Jahren gelernt habe hätte ich mal gerne in den ersten 4 Jahren gelernt..


    Aber gerade in den Bereichen, die mir am meisten Spaß machen (Pisten-Jibbing, Buckel usw.) treff ich selten jemanden, der mir noch irgendwas zeigen kann und will ich auf jeden Fall ein Brett das auch für die nächsten Jahre wieder hält und mich nicht ausbremst.

    Dann würde ich auf keinen Fall eines der oben genannten Bretter nutzen..

    Wenn du schon buttern kannst, wieso dann so was weiches?


    Normalerweise wäre mein Vorschlag hier das Capita Outsiders, aber das fällt wegen der Breite gleich raus... Und das Design wird dir wohl auch nicht zusagen..

    Fahre selbst den Vorgänger des Asymulator.. Mein butter Favorit zur Zeit. Flex 6 hybrid Camber mit deutlichem Camberanteil.


    Allerdings solltest du mit 32.5 Boots schon auf die breite schauen..

    (will kein wide-Board)

    eigentlich solltest du ein ultra wide Board fahren.. :S

    Ich bin da gnädig und sage ab 27cm solltest du schauen..

  • Erstmal vielen Dank für die ganzen Antworten. Macht mir jetzt schon sehr viel Spaß da mal auf hohem Niveau drüber zu diskutieren!

    Das mit dem jibsaw verwirrt mich irgendwie.. Vielleicht erzählst du mehr von deinen Erfahrungen mit dem Jibsaw..

    Was hat dir nicht gefallen? In welchen Situationen war es nicht so geil etc..

    Also ganz geil war es auf harter glatter Piste. Nicht geil fand ich es in schwerem, eher nassem Schnee und sobald es buckelig wurde. Ich fahre einfach super gerne zerfurchtes, komplizierteres Gelände, in dem man schnell reagieren muss. Also z.B. Liftspuren, auf denen Ziehwege kreuzen, gerne mit vielen Bäumen, Darf von mir aus auch gerne schon komplett zerfahren sein, dann muss man nicht so Angst haben irgendwo an einem Zaun hängen zu bleiben. Da fand ich es einfach ein bisschen "hakeliger" und weniger spritzig als mein altes Head True.

    Finde so ein Terrain immer schwierig in die traditionellen Kategorien einzuordnen, weil Tiefschnee/Backcountry für mich halt eher "ausgesetzte möglichst unberührte Tiefschneehänge mit fetten Drops bedeutet" (Find ich auch geil, die Bedingungen hab ich aber nur super selten und bin oft mit Anfängern unterwegs, daher will ich dafür nicht optimieren sondern einfach nur ab und zu mal mitnehmen wenns zufällig passt)
    Und Piste heißt für die meisten glaube ich eher hart & präpariert und nicht Buckelpiste oder "Pistenränder". Daher habe ich da oben auch mal meine eigene neue Kategorie eingefügt.

    Das ist auch der Grund, warum ich bei den Herstellerangaben immer ein wenig verloren bin. Ich suche kein Parkboard, springe aber gerne und fahre in alle Richtungen. Ich suche kein Tiefschneeboard, fahre aber oft abseits der Pisten. All-Mountain triffts vermutlich noch am ehesten, bei denen hängt aber dann meistens auch direkt das Anfänger-Label mit dran.

    Auch die ganzen Testvideos laufen immer ein Programm durch, was einfach absolut nicht zu meinem Fahrstil passt. Präparierte platte Piste, dann ein paar Sprünge über perfekt präparierte Kicker, dann ein paar Boxen und eine Rail, dann das Fazit. "Solid allround board. Not too agressive, I had a lot of fun."
    Ich will ein Brett für dreckiges Gelände, Altschneehäufen, schweren Neuschnee, Frühlings-Slush. Hauptsache nicht platte Autobahn und nur Schwünge fahren.

    Zitat

    Und du hast das direktionale bei deinem alten Brett gemerkt? Ich finde nicht viel drüber, aber das hat scheinbar nur 10mm Setback und ist sonst garnichts direktionales.. Viele Infos gibt es aber nicht im Netz..


    Nö, habe ich kaum gemerkt. Aber mein Ziel ist es irgendwann Switch genauso gut zu fahren wie normal, weil ich da noch einiges lernen kann ohne direkt zu gefährliche Dinge zu machen. Und wenn ich mir jetzt schon das perfekte Board suche, warum dann nicht eins, dass diesem Ziel gerecht wird?


    Zitat

    Allright! war ja nur informativ gemeint. Weil hier doch so gut wie nie jemand Profi ankreuzt :)

    Kein Problem, war mir schon auch bewusst, dass das ein wenig provokant ist ;)


    Zitat

    Wenn du schon buttern kannst, wieso dann so was weiches?


    Habe einfach versucht herauszufinden, was ein Board für mich angenehm macht, weils mich gewurmt hat, dass ich mich so auf das Aha-Erlebnis mit dem Jibsaw gefreut hatte, nachdem ich jahrelang mit einem gebraucht gekauften "Anfänger"-Brett unterwegs war. Mit dem Ergebnis, dass ich den ganzen Amp-Tech- Magnetec Hybrid sonstwas Technologien nichts abgewinnen konnte und das Brett sogar schlechter fand als das günstige Allrounder-Teil.

    Folgende Variablen hab ich dabei untersucht:

    Bindungseinstellung

    Bei meinem Head war ich irgendwann auf fast maximal breitem Stance gelandet, leicht versetzt um den Setback auszugleichen. Habe da alles mögliche getestet beim Jibsaw - hat ehrlich gesagt keinen großen Unterschied gemacht.


    Vorspannungsprofil

    Bin dazu mal paar andere Bretter von Freunden gefahren

    2019 Rossignol One LF (Hybrid) - fand ich auch nicht so geil
    2011 Drake Green Battle (reiner Rocker) - fand ich ganz geil

    Am Profil konnte es also nicht liegen, weil ich sowohl mein altes Camber als auch einen reinen Rocker gut fand.

    Bretthärte

    ... daher dachte ich dann irgendwann, dass es an der Bretthärte liegen muss. Sowohl das Head True, als auch das Drake Green Battle waren eher soft (nach den Skalen, die man so findet Flex 5 und Flex 3, wobei das ja alles immer überhaupt nicht vergleichbar ist. Das Jibsaw und das One LF sind von Rossignol beide mit Flex 7 angegeben.

    Was natürlich auch noch sein kann, ist dass der Kantenschliff einen Unterschied macht, die beiden Rossignols waren komplett neu. Das Head und das Drake schon einige Jahre auf dem Buckel.

    Ich hab daher jetzt mal eher weichere Bretter recherchiert - wills in die Richtung aber natürlich auch nicht übertreiben und lass mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Was ich einfach vermeiden will, ist den nächsten Jibsaw-Verschnitt zu kaufen. Ich hab noch die Hoffnung, dass es da draußen irgendwo noch eine passendere Brett-Art für mich gibt.


    Zitat

    Normalerweise wäre mein Vorschlag hier das Capita Outsiders, aber das fällt wegen der Breite gleich raus... Und das Design wird dir wohl auch nicht zusagen..

    Da hast du Recht. Gefällt mir leider nicht wirklich.

    Zitat

    eigentlich solltest du ein ultra wide Board fahren.. :S

    Ich bin da gnädig und sage ab 27cm solltest du schauen..

    Auch das wundert mich. Das Head hatte eine Waist von 25,3 (durch meinen maximal-Stance kann man da noch bisschen was draufschlagen) und in einem anderen Thread stand auch die Faustformel von Schuhlänge (außen) - 6,5cm wäre ein guter Minimalwert.


    Meinem Verständnis nach sind breite Bretter auch immer träger, weil man länger braucht um die Kanten zu wechseln. Da ich bisher mit meinem normal-Brett gut klargekommen bin und nur selten auf schwarzen Pisten hart rumcarve ist hier meine Priorität auch klar bei den engen Kurven in schnellen Buckel-Abfahrten.

    Aber ich stand ehrlich gesagt noch nie auf einem Wide-Brett, daher soll das kein harter Ausschluss sein - versuche nur meine Prioritäten zu erklären.

    Einmal editiert, zuletzt von McButter ()

  • Zitat

    Wie empfindest Du das Ride Twinpig oder die Ride Machete für deine Zwecke? Ist das Design noch diskutabel, oder ist das schon zu viel "Screaming Chicken?

    Mit dem Twinpig-Desgin könnte ich noch leben, Machete ist grenzwertig.


    Da etwas zu empfinden fällt mir allerdings schwer, weshalb ich ja hier auch nachfrage. Ich sehe die Stats auf den Seiten und empfinde folgendes:

    Twinpig
    Flex 3 - "Hm klingt gut. Ob das nicht doch zu weich ist?"
    Shape mit Ecken - "Ob man damit wohl gut 360 Grad in alle Richtungen Buttern und Ollies in jeder Hangform machen kann oder kratzt die Ecke da komisch rum?"
    Riding Level: Expert - "Warum? Was passiert wenn sich da ein Anfänger draufstellt, oder schreiben sie das da nur hin, um es teurer machen zu können?"

    Asym Twin Shape - "Klingt interessant - würde ich gerne mal ausprobieren"


    Mehr Gefühle hab ich dazu erstmal nicht. Hast du eines der Bretter?

  • Shape mit Ecken - "Ob man damit wohl gut 360 Grad in alle Richtungen Buttern und Ollies in jeder Hangform machen kann oder kratzt die Ecke da komisch rum?"

    :D Hast du dir mal das Capita Asymulator angeschaut??? Eckiger gehts kaum.. Aber buttert erste Sahne! Mach dir da mal keine Sorgen


    Ich will ein Brett für dreckiges Gelände, Altschneehäufen, schweren Neuschnee, Frühlings-Slush. Hauptsache nicht platte Autobahn und nur Schwünge fahren.

    Was erwartest du dann von dem Brett? Wenn ich das so lese denke ich mir "gut, dann pack ich mein kürzestes Brett ein und heute wirds anstrengend"

    Ich weiß nicht so ganz wie man das auf den Brettkauf übertragen soll

    Ich suche kein Parkboard

    Glaub mir, du suchst ein Parkboard!


    Und wenn ich mir jetzt schon das perfekte Board suche, warum dann nicht eins, dass diesem Ziel gerecht wird?

    Da ist die Frage was denn dein Ziel ist... du willst nicht wirklich in den Park, willst kein Parkboard, aber willst ein Twin mit Pop und Spaß... Für mich schreit das nach Parkboard..


    Am Profil konnte es also nicht liegen, weil ich sowohl mein altes Camber als auch einen reinen Rocker gut fand.

    Da hängt so vieles dran... Rocker ist nicht gleich Rocker und Camber ist nicht gleich Camber..


    ... daher dachte ich dann irgendwann, dass es an der Bretthärte liegen muss. Sowohl das Head True, als auch das Drake Green Battle waren eher soft (nach den Skalen, die man so findet Flex 5 und Flex 3, wobei das ja alles immer überhaupt nicht vergleichbar ist. Das Jibsaw und das One LF sind von Rossignol beide mit Flex 7 angegeben.

    Flex der Hersteller ist leider nicht 1 zu 1 vergleichbar.. das Jibsaw z.B. ist auch in Nose und Tail recht weich, nur zwischen den Bindungen steifer..

    Faustformel von Schuhlänge (außen) - 6,5cm wäre ein guter Minimalwert.

    Wir sagen so Schuh- 5cm sollte es sein. Wenn du tief Carven willst Schuh -4cm

    Das wird oft auch etwas missverstanden... "Ja, ich will eh nicht tief carven" etc... aber brems mal mit 4cm Bootüberhang auf ner steilen piste ab wenn jemand vor dir im Schnee liegt... Ich fahre auch Bretter da bin ich bei 5,5-6cm je nach dem wie genau man misst... und die paar mm ändern halt am Aufkantwinkel schon einiges.. 25cm Bretter bei 32,5cm Boots.. :/


    Ich mach mir morgen mal Gedanken was für Bretter noch in Frage kommen.

  • Zitat

    Was erwartest du dann von dem Brett? Wenn ich das so lese denke ich mir "gut, dann pack ich mein kürzestes Brett ein und heute wirds anstrengend"

    Ich weiß nicht so ganz wie man das auf den Brettkauf übertragen soll

    Weiß nicht so recht wie ich meine Erwartungen noch anders formulieren kann. Anstrengend klingt auf jeden Fall nicht schlimm, ich will mich nur nicht gebremst fühlen durch das Board. Und das habe ich mit dem Jibsaw auf jeden Fall. Da bin ich viel vorsichtiger gefahren als sonst.

    Vielleicht versuche ichs nochmal so:

    Das Brett sollte in absteigender Reihenfolge für folgende Szenarien funktionieren:

    Prio 1: Trails, Trees, Buckel mit kleinen Sprüngen über natürliche Features zwischendurch
    Prio 2: Buttern (immer wenn neben der Piste sonst nichts zum rumspringen zu finden ist - damits nicht langweilig wird)
    Prio 3: Richtige Tiefschneeabfahrten - entweder weils so viel geschneit hat, dass sie mit dem Präparieren nicht mehr hinterherkommen oder ich doch zur Abwechslung mal mit Fortgeschrittenen Unterwegs bin und mal ne Stunde irgendwo rauf laufe oder quere um einen unberührten Hang zu finden.


    Zitat

    Für mich schreit das nach Parkboard..

    Parkboards werden halt auch in Butterweich bis bretthart angeboten. Was ich damit meinte ist, dass ich selten wirklich im Park bin und keine großen Kicker oder Rails fahre. (Familie zu versorgen - da kann ich keine großen Risiken mehr eingehen) - aber kann natürlich trotzdem sein, dass ein Parkboard das richtige ist. Mich wundert nur, dass mich die nach heutigen Maßstäben eher große Länge von 163cm von meinem Head nie gestört hat. Ich meine aber auch gelesen zu haben, dass man die alten sehr runden Shapes etwas länger fährt als die eckigeren kurzen.


    Zitat

    Ich mach mir morgen mal Gedanken was für Bretter noch in Frage kommen.


    Danke! Da freu ich mich drauf

  • Mehr Gefühle hab ich dazu erstmal nicht. Hast du eines der Bretter?

    Nein ich habe keines dieser Bretter. Ich fahre anders, kann aber (a) deine Abneigung gegenüber der zum Teil vorpubertär wirkenden Grafik und (b) dein Anforderungsprofil (zu 1.) Twin (weil switch) sowie (zu 2.) unebenes Gelände gut nachvollziehen.


    Gefunden habe ich die Bretter, indem ich verschiedene Webseiten konsultiert habe:


    Ride Review


    Die ersten Treffer sind sehr gut. Vor allem TGR ist enorm hilfreich. Dort hat man die Möglichkeit Boards nach bestimmten Kriterien zu filtern, wenn man sich dort mal nur die Boards anzeigen lässt, die im sog. "Uneven Terrain " nicht weniger als "Excellent" funktionieren sollen, dass kommt man zu diesem Ergebnis.


    Die Boards, die du suchst, sind sehr Freestyle-orientiert. Das geht vor allem bei den Amis meist mit Totenkopf-Grafik und howlin' wolf einher. Europäische Brands und überwiegend auf Freeride spezialisierte Hersteller holen ihre Kundschaft dagegen eher mit einem etwas "reiferen" Design ab. (Ich habe noch nie ein Split-Board mit wirklich peinlicher Grafik gesehen) Wenn Grafik für dich ein Ausschlusskriterium sein sollte, kannst Du auch überlegen dein Board mit PKW Folie zu überziehen. Ansonsten bist du etwas eingeschränkt und musst bei solchen Marken suchen:


    Amplid

    Arbor

    Korua

    Jones

    Nidecker


    Ich fahre am liebsten Powder. Auf der Suche nach den letzten unangetasteten Flocken, muss man gelegentlich auch hässliches Gelände passieren. Ich kann daher nachvollziehen, dass dein künftiges Board vielleicht auch mal durch Buckel und Chop muss und es deshalb gute Eigenschaften in "uneven terrain" haben sollte. Kürzer, weicher und 3D Kontur in der Schaufel können da schon helfen.

  • Vor allem TGR ist enorm hilfreich. Dort hat man die Möglichkeit Boards nach bestimmten Kriterien zu filtern, wenn man sich dort mal nur die Boards anzeigen lässt, die im sog. "Uneven Terrain " nicht weniger als "Excellent" funktionieren sollen, dass kommt man zu diesem Ergebnis.

    Danke! Die kannte ich noch nicht


    Zitat

    Wenn Grafik für dich ein Ausschlusskriterium sein sollte, kannst Du auch überlegen dein Board mit PKW Folie zu überziehen.

    Gute Idee!


    Zitat

    Amplid

    Arbor

    Korua

    Jones

    Nidecker

    Auch die sind mir alle neu und werden wohl eher selten diskutiert.


    Zitat

    Ich kann daher nachvollziehen, dass dein künftiges Board vielleicht auch mal durch Buckel und Chop muss und es deshalb gute Eigenschaften in "uneven terrain" haben sollte.

    Von "müssen" würde ich hier gar nicht mal sprechen. Ich suche sogar explizit Terrain mit Charakter. Selbst tief verschneite Powderhänge finde vor allem im Zusammenhang mit einer gewissen Geländestruktur, wie kleinen Sprüngen, Wellen und Buckeln interessant.

  • Ich denke bei deiner Beschreibung vor allem an nicht präparierte, buckelige Varianten und zerfurchte Rinnen mit zerfahrenen, gefrorenem Altschnee. Nicht an eine lustvolles Spiel mit nett verschneitem Terrain.


    Nicht geil fand ich es in schwerem, eher nassem Schnee und sobald es buckelig wurde. Ich fahre einfach super gerne zerfurchtes, komplizierteres Gelände, in dem man schnell reagieren muss. Also z.B. Liftspuren, auf denen Ziehwege kreuzen, gerne mit vielen Bäumen, Darf von mir aus auch gerne schon komplett zerfahren sein, dann muss man nicht so Angst haben irgendwo an einem Zaun hängen zu bleiben. Da fand ich es einfach ein bisschen "hakeliger" und weniger spritzig als mein altes Head True.


    Demnach suchst Du etwas, das unter den zuvor genannten Bedingungen "geil" funktioniert. Und außerdem soll es noch gut switch fahren?

  • Ich denke bei deiner Beschreibung vor allem an nicht präparierte, buckelige Varianten und zerfurchte Rinnen mit zerfahrenen, gefrorenem Altschnee. Nicht an eine lustvolles Spiel mit nett verschneitem Terrain.


    - Nicht präpariert: ja!
    - buckelige Varianten: ja!
    - zerfurchte Rinnen: ja!
    - Altschnee: gerne, warum nicht

    - gefroren: nein.

    - eisig: nein.


    Daher oben auch unter "was mir nicht wichtig ist:" krasser Kantenhalt.
    Beim Jibsaw hat die Kante für mich zu viel und zu früh gegriffen. Nett auf Eisplatten und harten Pisten mit wenig Schnee. Hat aber genervt sobald es weicher und unruhiger wurde.


    Zitat

    Demnach suchst Du etwas, das unter den zuvor genannten Bedingungen "geil" funktioniert. Und außerdem soll es noch gut switch fahren?


    Ganz genau :)