Snowboardbrille und -helm

  • Wenn der Helm zerstoert war, dann wird das wohl kein guter Helm gewesen sein..

    naja, wenn der Helm geschützt hat, ist es ja egal, wie.

    Die Frage wäre eher, wie alt der Helm war. Die Dämpfungseigenschaft lässt nach.


    Obwohl, wenn der Helm bricht, dann kommt man nicht in Versuchung, ihn nochmal weiter zu verwenden...

  • naja, wenn der Helm geschützt hat, ist es ja egal, wie.

    Die Frage wäre eher, wie alt der Helm war. Die Dämpfungseigenschaft lässt nach.


    Obwohl, wenn der Helm bricht, dann kommt man nicht in Versuchung, ihn nochmal weiter zu verwenden...

    Ja, den Helm sollte man sowieso nach heftigeren Stürzen austauschen...

    Don't drink and drive, take dope and fly...

  • Wenn der Helm zerstoert war, dann wird das wohl kein guter Helm gewesen sein..

    Wieso ? Das verstehe ich nicht. Genau das soll der Helm doch machen. Die Energie aufnehmen. Wenn ich einen Tollen Helm habe der wie 10mm Panzerstahl alles überlebt dann bringt das ja meiner Birne nichts die alles voll durchgeleitet bekommt…


    Beim Aufprall des Helmes erfüllt der Schaumstoff des Helmes die Funktion einer Knautschzone und nimmt durch Kompression oder Bruch Energie auf. Auf diese Weise wird die auf das Gehirn ausgeübte Beschleunigung vermindert und die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs des Schädelknochens herabgesetzt.


    Natürlich war das nun kein Helm der in der Formel 1 eingesetzt wird aber auch keine Wühltischware.


    Es war ein Alpina Snow Tour der zu dieser Zeit gerade mal 1 Monat alt war.

    Okay 1 Monat in Besitz… evtl lag der beim Händler vorher 2 Monate und beim Hersteller schon 6 ..


    Aber da Alpina den Helm 12/2017 auf der ISPO präsentiert hat und wir ihn schon 3/2018 schon kaputt hatten kann das nicht am Alter liegen.


    Im Gegenteil, warum soll man denn einen Helm nach Sturz tauschen auch wenn sogar äußerlich noch okay ? Weil er eben genau das macht wozu er konzipiert wurde. Die Stoß und Aufprallenergie im Fall der Fälle durch Verformung oder Bruch aufzunehmen.




    Glaube das Foto hatte ich hier auch schon mal gepostet in der Diskussion Helm vs Mütze.


    BTW .. wir sind eine Woche später wieder auf der Piste gewesen in Österreich. Ohne Helm … will ich gar nicht wissen wo wir dann wären..

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  • Wieso ? Das verstehe ich nicht. Genau das soll der Helm doch machen. Die Energie aufnehmen. Wenn ich einen Tollen Helm habe der wie 10mm Panzerstahl alles überlebt dann bringt das ja meiner Birne nichts die alles voll durchgeleitet bekommt…

    Was verstehst du nicht?

    Der Helm soll verhindern dass die Schaedeldecke bricht. Ein zerstoerter Helm wird das nicht verhindern. Ein Carbon-Helm kann durch die hohe Steifigkeit bei gleichzeitig geringerem Gewicht lebensrettend sein. Schumi war nicht schnell unterwegs, trotzdem ist die Schale seines Helms geplatzt, mit katastrophalen Folgen.

  • Ein zerstoerter Helm wird das nicht verhindern.

    Er war ja auch nach dem Sturz zerstört.

    Danach kann er das natürlich nicht mehr dann muss ich ihn tauschen.

    Aber die Arbeit war getan. Energie aufgenommen durch Verformung und Bruch.


    Der Helm soll verhindern dass die Schaedeldecke bricht.

    Und das macht er indem er die Schlagenergie aufnimmt durch Verformung oder Bruch.


    Wäre der Helm so konstruiert das er nicht verformt oder bricht , dann ist es nur noch ein Schürfschutz aber die Stossenergie würde einfach ohne Abschwächung an die Schädeldecke weitergeleitet.


    Auch mit einer Carbon Aussenschale brauchst du innen eine Zone die durch Verformung oder Bruch Energie aufnehmen kann…


    Sonst könnten wir uns alle 2mm Carbon auf die Schädeldecke laminieren und bräuchten keine so dicken Helme. Das nimmt aber null Energie auf.

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  • Was verstehst du nicht?

    Der Helm soll verhindern dass die Schaedeldecke bricht. Ein zerstoerter Helm wird das nicht verhindern. Ein Carbon-Helm kann durch die hohe Steifigkeit bei gleichzeitig geringerem Gewicht lebensrettend sein. Schumi war nicht schnell unterwegs, trotzdem ist die Schale seines Helms geplatzt, mit katastrophalen Folgen.

    falsch. Das ein Helm bei einem Sturz gelegentlich bricht ist vollkommen normal und kein Mangel des Helms. Er soll die Energie die beim Aufprall entsteht aufnehmen und vom Kopf abhalten. Wenn der Helm das schafft, ist es völlig egal, ob er dabei reißt, bricht oder komplett auseinander fällt. Wenn man es ganz genau nimmt, sollte der Helm so oder so nach einem heftigeren Sturz ausgetauscht werden, wie insight bereits erwähnt hat. Auch wenn man keine Beschädigungen sieht, kann er kleine/unsichtbare Risse im inneren der Schale haben, die die Schutzfunktion einschränken können.

  • Hier mal ein Zitat dazu aus dem Motorrad Helm Segment:


    Zitat

    Dass nur "harte" Helmschalen sicher sind läßt sich physikalische leicht widerlegen. Nicht die Härte der Schale, sondern die Verteilung der Aufprallenergie ist entscheidend.

    Natürlich muss die Helmschale eine gewisse Härte und Reibfestigkeit haben, um den Kopf beim harten Aufschlagen bzw. Rutschen auf der Fahrbahn zu schützen. Das Schlüsselwort jedoch ist Verstauchungsenergie. In einer weicheren Helm-Außenschale können sich die Moleküle besser bewegen und somit die Energie gleichmäßig verteilen.

    Bei einer weicheren Schale wird die Aufprallenergie nicht punktuell sondern auf eine große Fläche verteilt wird und besser abgebaut. Wenn sie dann noch zerbricht, wird noch weitere Energie vernichtet, somit wirkt dieser Aufbau wie eine Knautschzone.

    somit ist das sicher kein Mangel an Qualität vom Helm wenn er bei einem starken Aufprall bricht.

    Gruß Nitrofoska - Ausrüstung Passform/ Welche Größe KLICK | Breite Boards ab Waist 27 KLICK | Fragebogen: KLICK

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  • Trotzdem bleibt die Frage, ob ein Helm noch genügend Reserven hat, wenn er bei einem starken Aufprall zu früh bricht.


    Aber um mal zur Startfrage zurück zu kommen: da es sich hier um den seltenen Ausnahmefall handelt, würde ich den Vorteil, bei einem vorzeitigen Helmneukauf die Brille weiterverwenden zu können, nicht allzuhoch priorisieren, wenn ich dafür an anderer Stelle Nachteile im täglichen Nutzen in Kauf nehmen müsste.

  • Schumi war nicht schnell unterwegs, trotzdem ist die Schale seines Helms geplatzt, mit katastrophalen Folgen.


    War das nicht so, dass er iwie auch ne GoPro vorne hatte?


    Dann verteilt sich die Kraft anders und wird nicht auf ne größere Fläche übertragen, sondern hast an dieser Stelle eine punktuelle Überbelastung, für die der Helm nicht ausgelegt ist.

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  • Auch mit einer Carbon Aussenschale brauchst du innen eine Zone die durch Verformung oder Bruch Energie aufnehmen kann…


    Sonst könnten wir uns alle 2mm Carbon auf die Schädeldecke laminieren und bräuchten keine so dicken Helme. Das nimmt aber null Energie auf.

    Das hast du aber dazugedichtet. Davon habe ich nie geredet.

    Da koennte ich genausogut behaupten, dass eine einfache Styrophorschale mit einem Gummiband am Kinn einen ausgezeichneten Aufprallschutz bieten wuerde..

  • War das nicht so, dass er iwie auch ne GoPro vorne hatte?


    Dann verteilt sich die Kraft anders und wird nicht auf ne größere Fläche übertragen, sondern hast an dieser Stelle eine punktuelle Überbelastung, für die der Helm nicht ausgelegt ist.

    Klar, der Unfall ist von der Kamera aufgezeichnet worden. Es heisst, dass er recht langsam unterwegs war. Die GoPro war anscheinend robuster als sein Helm.

  • Es heisst, dass er recht langsam unterwegs war.

    Spielt keine Rolle. Entscheidend ist immer die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zur Aufprallfläche.

    Wenn du also mit dem Kopf auf den Boden knallst, ist die Sturzhöhe entscheidend, als im Prinzip die Körpergröße.

    Erst wenn du gegen ein stehendes Hindernis fährst, wird die Fahrgeschwindig relevant.

  • Meistens stürzt man doch, weil die Kante wegerutscht und dann beschleunigt der Körperschwerpunkt (Hüfte) mit Newton Richtung Boden.

    1 m Fallhöhe reicht für 16 km/h, der Kopf kann dann aufgrund des Peitscheneffekts auch schneller sein, und das nur durch Umfallen aus dem Stand.

    Wenn dann der Kopf zuerst auf ein hartes Hindernis (Stein) trifft bevor ein anderes Körperteil den Boden berührt und den Fall bremst, dann reicht das völlig aus für einen irreparablen Schaden.