Neues Brett für große/schwere Jungs mit Erfahrung und großen Füßen

  • Ich habe eben mal die Schablone ausgedruckt und angehalten. ich habe vorne
    und hinten zwischen 3 und 5mm Luft zwischen Papier und Board. wohlgemerkt, beim
    flachsten Abschnitt.

    Redest du von der Donek Schablone ? flachsten Abschnitt ? Die Schablone musst du so anhalten und umlegen / oder abschneiden bis Sie genau dort wo der Boot / Bindung am meisten übersteht am Boot / Bindung anliegt und die Spitze deine Kante vom Board Berührt. Dann solltest du optimal zwischen 70 bis 75 Grad liegen.. Darunter würde ich keinem fortgeschrittenen Fahrer Empfehlen der einen Großteil Piste fährt, schon gar nicht wenn du gleich mit hohen Geschwindigkeiten und Piste heizen als eine deiner Ziele an uns tritts.



    11353-2019-01-21-13-59-12-fotos-png


    Das was mich aktuell von einer anderen Marke abhält, ist der Gedanke
    Kantenhalt ohne Magnetraktion (oder auch immer das ganze bei anderen
    Herstellern heißt) zu verlieren.


    Bist du mal ein Camber oder Hybrid ohne Magne gefahren ?

    Kann dir nur ans Herz legen wenn es möglich ist mal das Reload zu fahren. Da hast du ordentlich Breite und das ist auch ein Board das zu deiner Größe und Gewicht passt.. ( Und nicht von der Beschreibung double Rocker verwirren lassen es ist im Gegensetz zum Skunk Ape ein Hybrid Camber. )


    IMHO kommt der Kantenhalt von Fahrtechnik und Kantentuning ( Schleifwinkel ) sowie der passenden Breite des Boards...

    Magne ist IMHO nur eine Hilfe einem Rocker Board das sehr verwischt beim fahren schon bei einem geringen Aufkantwinkel ein Haltgefühl zu geben. Eierlegende Wollmilchsau und so verstehst ?

    Wenn du richtig Aufkantest und deine Technik auf einem gepflegten Hybrid Camber oder Camber ordentlich ausfährst dann brauchst du auch keine Magne.


    Eins meiner Lieblingsboards das Dada z.b. hat nur einen ganz leichten Camber und auch nur eine relativ kurze Kantenlänge, dennoch würde ich es vom Kantengefühl und halt den es mir bringt meinem Board ( GNU Fun Guy mit C3 und Magne ) vorziehen falls ich mich entscheiden müsste und nur ein Board aus dem Quiver behalten dürfte. Das Gefühl für die Kante ist einfach viel besser zu dosieren aus meiner Sicht. Du änderst automatisch deinen Fahrstil vom verwischten driften mit dem Rocker zwischen den Füßen bis die Magne teills aggresiv greift und du zwischen Drift und Kante hängst hin zu einem ( für mich vom Gefühl viel saubereren ) Wechsel zwischen carven und sauberen Flatbase gleiten.


    Die Geschwindigkeitsdiskussion können wir denke ich lassen.. App Genauigkeit hin oder her das gibt nur Zoff :D


    Ich glaube du braucht gar keine 2 Boards, wir schießen uns da zu sehr auf den Pisten Bomber ein....

    Aber ich nehme dich einfach mal als gerne flotten Pistenfahrer wahr der seine Switch und Carving Fähigkeiten sowie Pistentricks verbessern möchte mit einem neuen Brett das gut zu seiner Körperstatur passt.


    Das sind meine Erfahrungen dazu, ich habe wie gesagt auch echt lange Füße und daher lange Gesucht und optimiert und x- Bretter und Boots getestet. Ich habe auch extra ein Magne Board in meinem Quiver um eben Genau den Vergleich zu haben.


    Gruß

  • Ein Board, dass alles kann, gibt es nicht. Wären zwei verschiedene Boards nicht ein guter Anfang?

    mit dem Gedanken habe ich auch schon mal gespielt, da würde für mich dann eine Racelatte in Frage kommen, habe mich bisher immer aus Kostengründen und weil wie und was ich fahre schon innerhalb des Tages stark variiert. Im laufe des Tages nochmal zurück zum Auto oder Hotel etc um das Brett zu wechseln. Ich weiß ja nicht.

  • guten Morgen,

    Genau von der Schablone rede ich. Wie gesagt ich schaffe keine Berührung mit dem Brett bei dem 60 Grad Winkel. Ich habe immer immer mal wieder damit zu kämpfen gehabt, das ich mich hingesetzt habe, weil mir das Brett unter den Füßen weg gerutscht ist. Habe das aber, weil es massiv viel viel seltener als bei meinem alten Board war, auf zu harten Untergrund bzw. Mangelnden Kantenhalt geschoben und nicht auf bootout. Man lernt nie aus.


    Ich habe auf einem reinen Camber gelernt. Welches aber im laufe der Jahre (ich bin es bestimmt 10 Jahre gefahren) leider in der Breite nicht mit meinen Füßen mit gewachsen ist. Deswegen habe ich auch keine Angst vor einem etwas weniger Fehlerverzeihendem Board. Mir geht es immer nur um halt auf der Piste. Da bin ich einfach geschädigt, obwohl es vermutlich eher bootout als mangelnder Kantenhalt war.


    Die Beschreibung zügiger Pistenfahrer und so weiter trifft es wohl sehr gut.


    Ich hoffe das Wetter am Wochenende passt. Sonntag kann ich eventuell mal ein paar Goodboards und hoffentlich auch das superbig ausprobieren oder sagt ihr das ist eh viel zu klein, man sagt ja das superpig soll man 5-10 cm kleiner fahren.



    lg


    lukas

  • keine Berührung mit dem Brett bei dem 60 Grad Winkel

    Das ist aus meiner Sicht fatal und da musst du ansetzen. Das Erzeugt nämlich das Gefühl von "Ich wünsche mir mehr Kantenhalt".. Die Kante ist in den seltensten Fällen das Problem. Problem sind die Bootouts.



    Habe das aber, weil es massiv viel viel seltener als bei meinem alten Board war


    Du hast mit dem Skunk natürlich schon ein sicher breiteres Brett gehabt als mit deinem alten Brett.

    Aber besser ist eben noch nicht optimal.


    Aus meiner Erfahrung gehen gerade die HybridRocker Boards mit Magne-Kante wenn Sie greift dann entweder nur wenig ( zwischen Drift und Kante fahren ) oder gleich extrem auf die Kante. Wenn das extrem passiert: Die Kante frisst sich regelrecht zu schnell in den Schnee, die Backsidekante fängt an über den Schnee zu stottern bzw. wird dann durch die Boots ausgehoben weil du gar nicht so schnell den auf einmal einsetzenden Druck mit Entlasten abfedern kannst und das Board verliert den Halt. Du liegtst dann auf dem Hintern bzw rutscht weg und fragst dich warum hat die Kante nicht gehalten..


    Wird dir wahrscheinlich meist bei Backside Kante passieren, bei Toeside carve ist die Kontrolle einfacher und auch meist der Überstand besser, wenn auch noch nicht gut.


    Ich habe auf einem reinen Camber gelernt.


    Camber ist leider nicht Camber.


    Würde dir trotzdem empfehlen mal ein identisches Brett ( Wooden und Reload 167 ) als Camber und Hybrid Camber zu testen wenn möglich.


    Es kommt eben auf viele weitere Faktoren an also nur auf die Vorspannung.


    Mein Cafe Racer hat sehr viel Camberhöhe und lässt sich aber aus meiner Sicht super sauber und auch entspannt bewegen. Mein Stompede mit ähnlichen Ausmaßen und nur einem minimalen Camber ist auf der Piste ein Aggresives Biest beim Flatbase fahren.


    Mir geht es immer nur um halt auf der Piste. Da bin ich einfach geschädigt, obwohl es vermutlich eher bootout als mangelnder Kantenhalt war.

    Sehr sicher ist das genau so. Wenn die Breite stimmt dann bin ich auch mein Flat to Rocker auf der Kante gefahren ohne je den Halt zu verlieren.



    Ich hoffe das Wetter am Wochenende passt. Sonntag kann ich eventuell mal ein paar Goodboards und hoffentlich auch das superbig ausprobieren


    Probieren geht über studieren.


    Superpig ist sicher ein gutes Board aber bei einem so großen und nicht leichten Kerl wie du es bist würde ich doch eher ein längeres Brett sehen.


    Aber klar teste es wenn möglich, gab schon Verfechter langer harter Planken die dann doch auf einem Volume Shifted kurzen Board gelandet sind.


    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von nitrofoska ()

  • Zitat

    Da bin ich einfach geschädigt, obwohl es vermutlich eher bootout als mangelnder Kantenhalt war.

    Das wird es sein. Ich habe bei meinem Mountain Twin +15/-15 eingestellt und hatte in einem Steilstück gleich mal Bodenkontakt mit der Hacke. Ich wollte das anfangs auch nicht glauben, aber mein Board ist zu schmal für meine Schuhe, zumindest, wenn ich Duck stehe.


    Schon gesehen:


    https://www.snowboarden.de/for…?postID=190744#post190744

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • mal noch eine Frage zu deinem letzten Satz, was machen die LTB boards spezieller? Da gibt es ja schon das eine oder andere, was zumindest rein von dem Zahlen passen könnte.



    Lg

    Lukas

  • Das wird es sein. Ich habe bei meinem Mountain Twin +15/-15 eingestellt und hatte in einem Steilstück gleich mal Bodenkontakt mit der Hacke. Ich wollte das anfangs auch nicht glauben, aber mein Board ist zu schmal für meine Schuhe, zumindest, wenn ich Duck stehe.


    Schon gesehen:


    https://www.snowboarden.de/for…?postID=190744#post190744

    ich bin auf meinem alten Völkle Hobel auch ganz klar forward lean gefahren. Alles andere ging nicht mehr.


    Man wächst mit seinen Aufgaben, bzw. Das Board muss breiter werden um so tiefer ich carve. Ganz einfach.

  • mal noch eine Frage zu deinem letzten Satz, was machen die LTB boards spezieller? Da gibt es ja schon das eine oder andere, was zumindest rein von dem Zahlen passen könnte.



    Lg

    Lukas

    Das kannst du halt nirgends Testen, ist schon fast eine Sonderanfertigung und würde ich nur jemanden Raten der genau weiß was er möchte und selbst genau seinen Wunsch Shape technisch beschreiben kann.



    ich bin auf meinem alten Völkle Hobel auch ganz klar forward lean gefahren. Alles andere ging nicht mehr.


    Man wächst mit seinen Aufgaben, bzw. Das Board muss breiter werden um so tiefer ich carve. Ganz einfach.

    *Stance


    Ja da hast du recht. Probier mal die Good Boards. Kann ich dir nur Raten.

    Wenn du sicher ein Full Camber willst steht auch gerade ein Wooden in e*kleinanzei dirn.. Bevor ich es kaufe :D :P


    Würde aber realistisch dazu raten erst mal das Reload zu fahren wenn du vom "dir zu schmalen" Skunk Ape kommst.


    Gruß

  • Meist unterscheiden sich die Modelle nur im Grafikdesign. Es gibt aber auch den Fall, das ein Erfolgsmodell über Jahre hinweg immer wieder modifiziert wird.


    Ruf doch einfach den Hersteller an.

  • Hallo,

    Also es ist das reload von goodboards geworden. Habe das 22 Modell zu einem Gurten Kurs bekommen. Bin ganz froh es nicht im Vorfeld Probe gefahren zu haben. Ich habe knapp einen halben Tag gebraucht um mich dran zu gewöhnen. Vermutlich hätte ich als Test Board nach zwei Abfahrten gesagt nächstes bitte.


    Also, durch den deutlich höheren camber Anteil ist es insgesamt nicht so fehlerverzeihend wie mein altes Brett, ich würde sagen es ist einfach zickiger. Insgesamt muss ich etwas mehr „arbeiten“ (bei knapp 2cm mehr breite aber auch kein Wunder).
    richtig angefangen Spaß zu machen hat es ab nachmittags, als ich dann den Dreh raus hatte. Ich freue mich schon auf die breiten, harten und steilen Pisten in zell am See, bzw. Saalbach. Ich bin gestern beim carven schon deutlich tiefer gekommen, ich bin gespannt wie weit ich es noch reizen kann!
    Switch fahren geht auch ohne Probleme.


    was ich gestern noch nicht testen konnte war einfach mal auf Geschwindigkeit heizen. Als die Piste das noch hergegeben hat, war ich noch mit mir und dem Board beschäftigt. Als ich das Board mich ungewöhnlich hatte, hat die Piste keine wirklich hohen Geschwindigkeiten mehr hergegeben.



    Danke für die Beratung!


    Gruß


    Lukas.

    Einmal editiert, zuletzt von luli ()

  • Erst mal Glückwunsch zum Brett und danke für deinen Vergleich zum schmaleren C2 .


    Das hilft unheimlich für spätere Einschätzungen.


    Es gibt ja nicht viele Boards für deine Größe.


    Ja das Good mag nich driften sondern auf die Kante. Das das eine Umstellung zum zu schmalen c2 ist kann ich mir vorstellen. Aber ich hoffe das bringt dich nun in der Technik voran und macht auch weiterhin die Erfolge.


    Musste ich auch erst mit meinem Nordstau feststellen. Ohne die Hilfe von Winterzahn beim Kantenschliff und ohne 3 Tage fahren und Stance verändern hätte ich das auch nach den ersten Metern zurückgebracht und gesagt „nein danke“.


    Aber jetzt komme ich schon super zurecht mit dem Board. Kommentar von einem Kollegen mit dem ich an 2 Tagen davon unterwegs war: „ Alter was denn mit dir los. Gestern rumgeeiert und heute fährst mir um die Ohren“


    Halte uns gerne auf dem Laufenden


    P.S. Das erste mal auf breiter guter Piste wirst du sicher merken wie definiert und sauber ein Board auf der Kante laufen kann 😉. Bin ich mir ziemlich sicher.


    Gruß

  • Vielen Dank.


    Das es nicht driften mag, musste ich auch feststellen. Es hätte mich fast ein paar mal abgeworfen. Wenn man das weiß ist es aber kein Problem.


    Es ärgert mich etwas, dass ich das Brett noch nicht im Dezember hatte. Ich war schon eine Woche am Kronplatz. Die haben breite und gut präparierte Pisten 😎

  • Ja nicht driften mag ist nicht ganz richtig von mir. Es bietet mehr Kantenhalt als ein Hybrid Rocker aber klar driftet auch ein Good Reload. Selbst das Wooden driftet wenn ich möchte, wenn auch mit Widerworten 😅 . Es Verwischt nur nicht beim Flat-Base fahren aber ein Driften über die Kante ist trotzdem natürlich möglich.


    Aber das ist halt der Unterschied zwischen Hybrid Rocker und Hybrid Camber. Das Hybrid Rocker driftet dir in alle Richtungen. Das Hybrid Camber schwimmt etwas besser als ein reines Camber und verzeiht leichte Fehler trotz gutem Kantenhalt. Das verwischen ist aber weg.


    Es ist aber eben nur so wenn der Rest vom Board . Also Shape , Flex und vor allem der Kantenschliff sonst identisch sind.


    Habe es selbst erst ausprobieren müssen. Du kannst nun auch ein Full Camber haben das aber mit entschärfter ( angehobener/ abgehängter ) Kante geliefert wird weil Freestyle lastig ausgelegt.

    Das driftet leichter als ein Reload mit Hybrid Camber das aber für Piste optimiert ist an der Kante.


    Was ich damit sagen möchte. Schon einmal ein Full Camber Board gefahren oder besessen haben ist manchmal schwer einzuschätzen. Da ein Camber eben nicht gleich Camber ist.


    Finde es gut das du trotzdem dem Board die Chance geben hast und dich weiterentwickelst.


    Gruß