Jones Mountain Twin oder Flagship

  • Hallo zusammen


    nach mehreren Jahren Pause möchte ich wieder mit dem Snowboarden beginnen. Nachdem ich mich im örtlichen Shop beraten lassen habe und mich hier im Forum eingelesen habe, schwanke ich nun zwischen dem Jones mountain twin und dem Flagship (beide jeweils in der 162W Version). Das Flagship wäre aktuell mein Favorit. Nun habe ich jedoch gelesen, dass dieses Board eher für sehr fortgeschrittene Fahrer sein soll. Deshalb wäre ich über eure Meinung dankbar.


    Unten stehend meine Daten:


    Ich suche:


    X Snowboard

    [ ] Snowboardbindung

    - [ ] normale Ratsche

    - [ ] Schnelleinstiegsysteme (Flow/Cinch/Expresso/Fastec)

    [ ] Snowboardboots (Wobei immer noch als Regel N°1 gilt: Im Laden anprobieren!!

    [ ] Sonstiges (Protektoren, Snowboardbrille, Snowboardhose, Snowboardjacke usw.)


    Snowboardlänge: (bisher)

    Müsste 160 sein


    Dein Körpergewicht:

    82


    Körpergröße:

    186


    Mann / Frau:

    Mann


    Schuhgröße/Bootgrösse in Mondopoint und Euro:

    (falls bereits Boots vorhanden sind bitte zusätzlich die Außenlänge in cm angeben)

    44,5



    Preislimit: von: XXX - bis: XXX EUR

    max. 650 Euro


    Fahrlevel:

    [ ] Anfänger (1 Tag bis 6 Tage Erfahrung auf dem Brett)

    [ ] leicht fortgeschritten (du kommst leichte/mittlere Pisten ohne Probleme runter)

    [X] fortgeschritten (du kannst alle Pisten bewältigen und hast eine sichere, gute Fahrtechnik)

    [ ] Profi (ob Carving, Powder Sprays oder Tricks im Park, du hast deinen Style gefunden)


    Fahrstil/Einsatzgebiet-in Prozent:

    Falls du hier ein ganz spezielles Brett, zum Beispiel für Rails oder fürs Backcountry, suchst, gib einfach 100% an.


    [ X] Piste [ 90]%

    [ X] Tiefschnee / Backcountry [10 ]%

    [ ] Park (Kicker/Pipe) [ ]%

    [ ] Rails [ ]%


    Falls du ein Board suchst: Möchtest du damit viel switch fahren?

    [ ] Ja

    [ X] Nein

  • Hi! Das Mountain Twin finde ich nicht sonderlich anspruchsvoll zu fahren. Für mich war es Anfangs allerdings etwas ungewohnt, weil es sich im Gegensatz zu dem Full-Camber, den ich bis dahin jahrelang gefahren war, deutlich weniger spurtreu verhielt. Das MT ist in beide Richtungen sehr gutmütig. Das ist vor allem dann interessant, wenn man gerne und viel switch fährt, was bei mir jedoch nicht der Fall ist. Ich bin auf eine Fahrtrichtung festgelegt. Meine Fach-Verkäufer haben mich daher seiner Zeit aufgrund meines Fahrerprofils auch eher mit oder beim Flagship gesehen. Aufgrund des über Jahre gewachsenen Rufs der diesem Brett vorauseilt, habe ich von dieser Empfehlung jedoch abstand genommen. Das war im Nachhinein betrachtet ein Fehler, denn die neuen Flagships sind weit weniger anspruchsvolle Flaggschiffe als angenommen. Ich glaube, das Board wurde mehrfach überarbeitet und dabei auch entschärft. Aufgrund des leicht löffelförmigen 3D Shapes kommt die Kante nicht abrupt und zickig. Gemerkt habe ich das erst, als ich das Flagship mal bei einem Test-Event gefahren bin. Man muss allerdings dazusagen: Ich habe in den 90ern auf Full-Camber gelernt und bin jahrelang eine Planke gefahren, bei der ich mit meinem Fahrergewicht mit Mühe und Not am unteren Ende der Gewichtsrange gekratzt habe. Gemessen daran, war und ist das Flagship zwar kein Anfängerbrett, aber auch keine furchteinflößende For-Experts-Only-Säge.


    Um aus der Distanz einschätzten zu können, wie du mit dem Flagship klarkommst, müsste man jetzt etwas mehr über dich wissen. Was bist vorher gefahren? Wie lange stehst du schon auf dem Brett? Wie lange hast du pausiert? Wie alt bist du? Wie oft wirst du pro Saison fahren wollen?

    Noch besser wäre, du fährst beide Boards mal zur Probe. Es sind ja keine seltenen Exoten. Das Flagship findet sich bestimmt irgendwo als Tester oder im Verleih.

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • mess mal bitte die Außenlänge deiner Boots, die sind wahrscheinlich super lang (schätze mal so um die 33cm?). Das Flagship hat in 162W eine Waist Width von 26,3cm. Bei so Riesentretern muss man etwas aufpassen bzgl. Bootout-Gefahr.

  • Hi! Das Mountain Twin finde ich nicht sonderlich anspruchsvoll zu fahren. Für mich war es Anfangs allerdings etwas ungewohnt, weil es sich im Gegensatz zu dem Full-Camber, den ich bis dahin jahrelang gefahren war, deutlich weniger spurtreu verhielt. Das MT ist in beide Richtungen sehr gutmütig. Das ist vor allem dann interessant, wenn man gerne und viel switch fährt, was bei mir jedoch nicht der Fall ist. Ich bin auf eine Fahrtrichtung festgelegt. Meine Fach-Verkäufer haben mich daher seiner Zeit aufgrund meines Fahrerprofils auch eher mit oder beim Flagship gesehen. Aufgrund des über Jahre gewachsenen Rufs der diesem Brett vorauseilt, habe ich von dieser Empfehlung jedoch abstand genommen. Das war im Nachhinein betrachtet ein Fehler, denn die neuen Flagships sind weit weniger anspruchsvolle Flaggschiffe als angenommen. Ich glaube, das Board wurde mehrfach überarbeitet und dabei auch entschärft. Aufgrund des leicht löffelförmigen 3D Shapes kommt die Kante nicht abrupt und zickig. Gemerkt habe ich das erst, als ich das Flagship mal bei einem Test-Event gefahren bin. Man muss allerdings dazusagen: Ich habe in den 90ern auf Full-Camber gelernt und bin jahrelang eine Planke gefahren, bei der ich mit meinem Fahrergewicht mit Mühe und Not am unteren Ende der Gewichtsrange gekratzt habe. Gemessen daran, war und ist das Flagship zwar kein Anfängerbrett, aber auch keine furchteinflößende For-Experts-Only-Säge.


    Um aus der Distanz einschätzten zu können, wie du mit dem Flagship klarkommst, müsste man jetzt etwas mehr über dich wissen. Was bist vorher gefahren? Wie lange stehst du schon auf dem Brett? Wie lange hast du pausiert? Wie alt bist du? Wie oft wirst du pro Saison fahren wollen?

    Noch besser wäre, du fährst beide Boards mal zur Probe. Es sind ja keine seltenen Exoten. Das Flagship findet sich bestimmt irgendwo als Tester oder im Verleih.

    Guten Abend! Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Dies hilft mir schon mal sehr weiter und bestärkt weiter die Tendenz zum Flagship. Zu deinen Fragen;

    - Ich bin nun 27 Jahre alt und habe mit ca. 14 Jahren angefangen zu Snowboarden. Pausiert habe ich nun 5 Jahre - wobei ich diese immer mal wieder für einen Tagestrip in die Alpen unterbrochen habe (bin also nicht ganz aus der Übung).

    - Durch die Nähe zu den Alpen habe ich die Möglichkeit sehr regelmäßig zu fahren. Wie oft kann ich stand jetzt nicht ganz genau sagen.


    mess mal bitte die Außenlänge deiner Boots, die sind wahrscheinlich super lang (schätze mal so um die 33cm?). Das Flagship hat in 162W eine Waist Width von 26,3cm. Bei so Riesentretern muss man etwas aufpassen bzgl. Bootout-Gefahr.

    Boots werden ebenfalls neu gekauft. Hier wird es wohl auf die Burton ION in 44,5 hinaus laufen. Ich habe gelesen dieser ist relativ kurz. Denkst du das würde passen?

  • Ich gehe jetzt davon aus, dass du trotz der langen Pause ein routinierter Snowboarder bist. Wenn du am Anfang Kurse gemacht hast und jedes Jahr nicht nur zwei Tage gefahren bist, müsstest du mit dem Flagship sehr gut klarkommen.


    Was für eine Art Board hast du bislang genutzt?


    Ich würde mir an deiner Stelle jetzt mal ein Flagship leihen, auch um zu testen, wie das mit den Schuhen passt.

  • hatte ein mountain twin, ein aviator und ein flagship. leider keines der ganz aktuellen.

    (mountain twin war noch ohne 3d shape und das flagship ist auch ein vorgänger vom akzuellen).

    bin 36, vor 5 jahren wieder angefangen, davor über 10 jahre pause.


    mittlerweile ist das flagship mein absolutes brett für jeden tag 😅…


    es fährt sich meeega gutmütig. macht laune in jedem turn, lässt sich mehr aus dem hinteren fuss steuern oder mit mehr gewicht vorne. hat tollen kantenhalt ohne zu verbissen zu sein. das brett verhält sich sehr zuverlässig, egal ob sulz, eis oder pow. und es lässt auch mal n switch turn zu.

    also wenn du nicht viel switch fährst oder sonst rumtrickst, empfehl ich klar das flagship vor dem mountain twin.

    burton ion‘s dazu klingt gut. die in 44.5 sollten auch gut gehn mit dem brett.

    dazu die burton Cartel x.

  • Boots werden ebenfalls neu gekauft. Hier wird es wohl auf die Burton ION in 44,5 hinaus laufen. Ich habe gelesen dieser ist relativ kurz. Denkst du das würde passen?

    normalerweise solltest du dann zuerst die Boots kaufen, die Außenlänge messen und dann nach einem Board schauen. Zur groben Orientierung gilt Bootaußenlänge - 5cm = minimale Waist Width des Boars (+/- ein paar mm).

  • Wenn du die Möglichkeit hast, die Schuhe im Geschäft anzuprobieren, würde ich mir schrittweise kleinere Boots geben lassen, bis es unangenehm kurz wird. Das nächstgrößere Exemplar ist meist richtig. Immer vorausgesetzt, dass der Boot sonst gut sitzt, keine Druckstellen verursacht und die Ferse im Schuh nicht hochgeht.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Basierend darauf sehe ich mich darin bestätigt, das Flagship zu nehmen. Wegen den Schuhen werde ich dann nochmal schauen - ich denke allerdings das die nächst kleineren schon zu klein sind. Ich hatte die IONs in 44.5 bereits an und bin im Stehen mit den Zehen leicht angestossen. Soweit ich gelesen habe soll das die optimale Größe sein? Kann mir eventuell von euch jemand die ungefähre Aussenlänge der IONs in 44,5 mitteilen? Im Internet kann ich hierzu leider nichts finden. Danke!

  • Bitte miss deine Füsse aus.

    Das mit dem vorne Anstossen kann bei neuen Burtons so trügerisch sein.


    Ferse ohne Socken an den Türstock pressen, vorderste Zehe am Boden markieren, Disranz ausmessen, der grössere Fuss zählt.


    ich bin mir ziemlich sicher, dass.du unter 28cm Fusslänge hast, da wäre 44.5er Burtons deutlich zu gross.

  • Als Alternative für das Flagship könnte man sich das Frontier 161w oder 164w anschauen. Nicht so steif wie FS, spannender als MT, da immer noch directional.


    Aber es gibt noch einige Alternativen. All Mountain Snowboards mit etwas Rocker vorne oder All Mountain Freeride Snowboards mit Rocker vorne.

    ride hard - ride long - ride snowboard

  • Das stimmt, das Frontier ist das attraktivere Mountaintwin. Beide Kandidaten sind für leicht fortgeschrittene Fahrer gut zu beherrschen. Für einen fortgeschrittenen Fahrer, der auch mal mühelos carven möchte, ist das Flagship die bessere Wahl. Die beiden vorgenannten Boards gehen nicht so willig auf die Kante - finde ich.


    An welche Alternativen denkst Du?

  • Ja da gibt es einige. Ich persönlich würde folgendes suchen, da ja "nur" 10% Powder und kein Switch angegeben wird :


    - S-Rocker mit nicht allzu viel Rocker in der Nose, fühlt sich reaktionsfreudiger an

    - Keine Kanten-Spezial-Technik (Magna-Traction u.ä.), lässt sich schöner carven

    - Keine Spoon/3D Nose/Tail

    - Länge 159 - 165 cm

    - Breite 264 - 270 mm

    - Steifigkeit ca. 7/10


    Z.B.


    Rocker-Camber:

    Amplid Creamer 165 - 265mm waist

    Amplid Surfari 161 - 264mm waist

    Burton Flight Attendant 159w - 264mm waist

    Burton Home Town Hero 160w - 265mm waist

    Rider Commissioner 157w - 264mm waist oder 165 - 266mm waist

    Rider Super Pig 154 - 270mm waist


    Rocker-Camber-Flat:

    Capita BSOD 157w - 264mm waist oder 161w - 267mm waist


    Rocker-Camber-Rocker

    Romes SDS National 157w - 268mm waist oder 162w - 270mm waist

    ride hard - ride long - ride snowboard

    2 Mal editiert, zuletzt von blackboarder ()

  • Hallo zusammen,


    nochmals vielen Dank für eure Rückmeldungen. Sehr gerne gebe ich euch noch ein kurzes Update was es nun geworden ist. Beim Bord habe ich mich nun für das Flagship entschieden, Bindung: Cartel X und beim Boot habe ich den ION in 44 genommen. Beim Messen der Füsse wurden genau 28 cm gemessen. Dementsprechend habe ich mich für den 44er entschieden. Was diese Entscheidung angeht bin ich jedoch noch immer etwas unentschlossen und habe etwas die Sorge, dass der Boot zu klein sein könnte. Was denkt ihr? Im Stand stoßen die Zehen merklich -aber ohne Schmerzen- vorne an (was ja soweit normal ist). Jedoch habe ich auch noch in den Knien und beim „zurücklehnen“ einen leichten Kontakt nach vorne. Vom Gefühl schliessen die Zehnen in dieser Position genau mit dem Boot Ende ab (um es etwas genauer zu beschreiben). Über eure Einschätzung hierzu wäre ich sehr dankbar.

  • Der ION Inliner von Burton ist thermoformbar. Burton Schreibt über den Inliner:

    Zitat

    Ultralon Performance Foam® verfügt über eine hervorragende Thermoformbarkeit und passt den Innenschuh an die Fußform an

    Wie sich solche EVA Schäume verhalten, kann man glaube ich sehr gut in folgendem Bastelvideo ca. ab 4:40 sehen:



    Die Idee scheint zu sein, das man den Schuh mit einem maximal aufgeblähtem EVA Schaum im Inneren ausliefert. Das bedeutet, der leere Freiraum für den Fuß ist zunächst maximal klein und eng. Anschließend hinterlässt man dann idealer Weise unter Wärmeeinfluss seinen persönlichen Fußabdruck im Inliner und bildet sich so seinen individuell angepassten Innenraum aus, indem man überschüssigen Foam einfach zusammenpresst.

    Dieses Verfahren hat seine Grenzen. Auf weniger als Null kann man diesen Foam auch nicht zusammendrücken. Entscheidend ist also auch das Innenmaß der Außen-Schale, denn diese wird beim Thermoforming keinesfalls größer.


    Was man nun machen könnte, wäre, den Inliner herausnehmen und mit dem nackten Fuß in die Außenschale treten, mit der Zehenspitze ganz nach vorne rutschen und dann messen, wie viel Platz zwischen Ferse und Boot bleibt.

  • Jedoch habe ich auch noch in den Knien und beim „zurücklehnen“ einen leichten Kontakt nach vorne. Vom Gefühl schliessen die Zehnen in dieser Position genau mit dem Boot Ende ab (um es etwas genauer zu beschreiben). Über eure Einschätzung hierzu wäre ich sehr dankbar.

    Das soll auch so sein. Ich kaufe meine Boots so, dass ich auch in den Knien noch stark vorne anstehe.


    Laut Burton Größentabelle solltest du einen 43/34.5 nehmen. 1-2 Nummern größer sollte nicht zu klein sein ^^