Jones Flagship Wide Board Umtausch

  • Servus,


    Nach etlichen Tagen Recherche habe ich mir ein Jones Flagship 164 zugelegt. Mein Anspruch an dieses Board ist viel Piste mit einer ordentlichen Geschwindigkeit, Carven und Backcountry/Pow soviel es geht.


    Bei der Montage der Bindungen gestern bin durch das Forum auf ein paar Dinge nun aufmerksam geworden. So habe ich mit meinem Setup F +18° B -9° eventuell ein Boot out Problem. Ich habe an der hinteren Bindung "nur" 60° Aufkantwinkel (Donek Schablone). Sicherlich könnte ich die hintere Bindung mit einen Duck-Stance ähnlichen Level versehen, aber ich habe eigentlich nicht wirklich vor Switch zu fahren. Einen Forward Stance bin ich bisher noch nie gefahren und werde ich erst in 14 Tagen testen können.
    Hatte mich schon hier im Forum in den anderen ähnlichen Threads belesen und fand dort sehr viele mir bisher unbekannte Informationen.

    Nun habe ich mein Online Shop kontaktiert und ich habe die Möglichkeit mein Flagship zurück zu senden und mir ein 162w oder 165w dafür schicken zu lassen.

    Mein langjähriger Snowboard Buddy versucht mich zu überzeugen, dass ich kein Wide Board brauche und der Kraftaufwand für das Fahren dadurch deutlich höher werden würde.

    Kann ich seine Aussage gekonnt ignorieren und mir ein Wide Board holen und falls ja - welche Größe sollte ich von den beiden wählen?


    Mein Setup

    Boots: Nitro Venture TLS MP 28.5 (Boot Außenmaß 30,5cm)

    Größe: 1,80m

    Gewicht: 95kg

    Bindung: Burton Cartel L

    Waist width Angabe von Jones:
    164 - 25,4cm
    162W - 26,3cm
    165w - 26,6cm


    Besten Dank für eure Mühe hier :)

    Einmal editiert, zuletzt von wusawusa ()

  • Mein langjähriger Snowboard Buddy versucht mich zu überzeugen, dass ich kein Wide Board brauche und der Kraftaufwand für das Fahren dadurch deutlich höher werden würde

    Also meine Boots sind auch 30.5 und ich fahre inzwischen unter anderem ein Brett mit 269mm Mittelbreite..


    Natürlich ist das recht breit, aber zum Carven und für Pow doch genau das richtige. Und du bringst ja auch genug Gewicht mit, dass das keineswegs Kraftaufwändig ist. Ich fahre das mit rund 20kg weniger als du.


    254mm vom 164 sollten aber auch fahrbar sein. Habe auch Bretter mit 250/252mm, klar kann ich die nicht so carven wie meine breiteren, aber lassen sich trotzdem gut carven. allerdings fahre ich die +-18°


    Spricht aber auch nichts gegen forward Stance wenn du kein Switch fährst.

  • wenn du die Chance hast es umzutauschen, dann mach das. Fahrbar sind mit 30,5cm Bootaußenlänge alle drei, aber wenn du schon gezielt auf‘s Carven aus bist, dann ist breiter natürlich besser. Das mit dem Kraftaufwand kannst du getrost vergessen, das wirst du nicht mal merken.

  • Servus,



    ich fahre mein K2 Manifest in 160W mit 31cm Bootlänge bei ca. 10 kg weniger als du.

    Das K2 hat eine Mittelbreite von 262 mm, also nicht wesentlich weniger als das Flagship.

    Aufgrund von Größe und Masse würde ich zur Widevariante raten.


    Servus

  • Hi, ich nehme an, du kennst diesen Thread:


    https://www.snowboarden.de/for…inkel-14055.html?pageNo=1


    Weiter nehme ich an, dass du in der Rubrik „Questions“ die offiziellen Empfehlungen von Jones gelesen hast:


    https://www.jonessnowboards.co…ng/289-2426-flagship.html


    Jones empfiehlt die Wide-Modelle offiziell erst ab Schuhgröße US10.5 aufwärts. Du liegst also genau an der Grenze. beides ist theoretisch fahrbar.


    Was für dich passt, hängt also ganz entscheidend von den eingestellten Bindungswinkeln, den zu erwartenden Schneeverhältnissen und deiner bevorzugten Fahrweise ab.


    Der Nitro Venture Boot ist recht weich. Wenn du aus 95Kg Muskeln bestehst, kannst du auf das breitere Brett gehen und wirst das nicht merken. Wenn du kein Athlet bist, würde ich das breitere Brett eventuell mit einem härteren Boot kombinieren, oder das schmalere Board mit einem gut gewählten Bindungswinkel fahren.


    Mit der Burton Cartel wäre ich da vorsichtig. Die Bindung hat die Eigenart, dass sich die Ecken der Base recht unschön in das Board drücken. Aufgrund dieser punktuellen Krafteinleitung kam es schon gelegentlich zum Bruch des Holzkerns. Beim Wide Board, harten Boots und 95 Kg könnte das eventuell kritisch werden.

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • wusawusa


    60 Grad ist auf Piste unfahrbar, egal was da im Jones Katalog steht... SixtyNiner Katalog Referenz würde ich da mal vergessen. 60 Grad kann man nicht schönfärben.


    Donek hat hier recht, die Donek Schablone lügt nicht.


    und zur anderen Frage ab welcher Breite wird es unfahrbar /schwerfällig zu breit:


    min waist= Bootlänge -3cm und hartes Board an unterer Gewichtspec wird sich nach Baumstamm manövrieren anfühlen, das habe ich selbst mit langen und 280mm breiten boards schon getestet.


    Bootlänge -4cm lassen sich aber bereits mit akzeptablen (unerheblichen Unterschied im Kraftaufwand zu etwas schmäleren boarss fahren) wenn man kein board in super Überlänge gekauft hat.


    Ich fahr mit 82kg das Konkurrenzprodukt vom Flagship, das Ride Mtnpig 164W.

    Und das ist noch voll ok vom Kraftaufwand.(obwohl 268mm breit, steif und relativ lang)


    bei 95kg hätte ich beim Flagship 162W null Bedenken wegen Trägheit.


    Und das Flgship 165W hat eine Gewichtsrange die bei 95kg endet, das wird sich vom Kraftaufwand in etwa so fahren wie mein Mtnpig 164W


    Eins ist klar: wegen der Länge und Steifigkeit sind sowohl Flagship 165W als auch Mtnpig 164 bei 1m Buckeln kein Genuss mehr.


    wenn du bei 1m Buckeln gerne rumfährst dann das flagship 162W, sonst bezüglich Carven bei besseren verhältnissen das Jones 165W (wenn 1m Buckel keinen grossen Anwendungsfall darstellen.. bei mir stellen diese Buckel keinen Hauptanwendungsfall dar)


    Es ist die Kombination breit, lang, steif, die einen Fahrer überfordern.. ein 158cm kurzes Warpig mit 278mm Breite bewege ich mit 82kg Fahrergewicht durch 1m Buckel mit Leichtigkeit (auch selbst getestet), viel leichter als ein Flagship 165W oder Mtnpig 164W obwohl beide schmäler sind.


    Also Umtauschen und entweder das 162W oder das 165W holen

    11 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • tauschen!


    so groß und schwer wie du bist geht auch 165w

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  • Wenn es an der hinteren Bindung -9* sein müssen, könnte man auf die Wide-Variante ausweichen. Doch lies vielleicht zunächst diese Überlegungen zum Stance:


    https://www.jonessnowboards.com/content/216-find-your-stance


    Dreh die hintere Bindung mal probeweise auf +6 und miss dann noch einmal. Ob das Board passt, hängt im Wesentlichen von den eingestellten Bindungswinkeln ab. Wenn man hinten negative Winkel fahren muss, kann der Griff zum breiteren Brett nötig sein. Wenn man sich beim Freeride Flagship auch mit einem ausgeprägten +/+ Bindungswinkel anfreunden kann, ist das nicht zwingend nötig. Ich kann dich nur ermutigen, hier etwas zu experimentieren.


    Weil ich auch experimentierfreudig bin, habe ich inzwischen übrigens selbst ein Flagship in 159W, habe es aber noch nicht montiert oder gefahren. Gefahren bin ich (bei einem Test-Event) bislang nur das reguläre 158. Mit geeigneten Winkeln geht das. Man muss sich vielleicht einfach von der Vorstellung verabschieden, dass man bei allen Boards die gleichen (ggf. Auch ungeeigneten) Winkel fährt, nur weil das gerade Mode ist.

  • exakt


    vermeidbare fehler vermeiden - optimieren erst wenn die basis stimmt


    vorher als disclaimer: bei niedrigen winkeln hatten wir hier mal im forum festgestellt, dass es keine/kaum unterschiede gibt, der schuh baut nicht wahnsinnig viel anders auf bei den kleinen änderungen


    im übrigen müsste +6 schlimmer als -9 sein .. die fußspitze ist dann an einer NOCH engeren stelle des boards - meine persönliche erfahrung ist, dass man frontside tiefer kommt als backside .. einfach weil man eine federebene mehr hat im fußgelenk und damit verrücktere winkel fahren kann (fehler besser kompensiert werden die backside zum bail führen)


    man verlagert am ende nur den highbacküberstand zur breiteren stelle und den zehenüberstand an eine schmalere

    wenn der überstand im allgemeinen ein problem ist dann ändert man damit nichts


    >=(+-)15 fängt man an was zu merken, eher 20

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    2 Mal editiert, zuletzt von supermo ()

  • würde auch ganz sicher umtauschen. das kürzere, wenns dein eins für alles brett ist, das längere wenn du mehrere bretter hast.


    geh davon aus, dass schuhe die passende grösse sind und nicht ne nummer grösser als deine normalen strassenschuhe?

    oder andersrum: zehen sind bei gestrekten beinen vorne etwas in kontakt mit dem schuh, beim in die knie gehen rutschen zehen nach hinten, kontakt verschwindet.

  • Okay vielen Dank für eure Auskünfte - habe mir nun das 162W zusenden lassen.

    SixtyNiner

    Ja genau den Thread und ein paar andere hatte ich mir dann nach der Montage der Bindungen angesehen.

    Aktuell sind die 95kg leider keine Muskelmasse haha, aber arbeite an einer weiteren Gewichtsreduzierung - Ziel: 90-85
    Ich hoffe darauf dass die potentielle Gefahr des Holzkern Bruchs nicht eintritt.

    Winterzahn
    Durch deine Beiträge bin ich ja auch auf die Donek Schablone aufmerksam geworden und dadurch auch erst zum testen gekommen.
    Hinten habe ich knapp 2,5cm Boot Überhang mit eigentlich unter 60° bei meinem gewählten Bindungswinkel und das hat mich dann doch stutzig gemacht.
    Ich warte nun bis das 162W kommt und werde sehen was ich mit diversen (meinen favorisierten) Bindungswinkel erreichen kann.

    Also wenn ich eine 1m Buckelpiste sehe, schreie ich auf alle Fälle nicht vor Begeisterung los. Wenn es sein muss fahr ich die sicherlich runter, aber wie du sagst ist das nicht mein erdachter Hauptanwendungsfall.

    Ich hatte nun 3 Season (50+ Tage) das Yes Typo 161 mit waist width 254mm - aber mit Duckstance +/- 15°. Richtige Fortschritte im Bereich Carven waren eher määhh.

    Raffi
    Schuhe sind sogar "kleiner" als meine Straßenschuhe.. bei den Straßenschuhe habe ich noch keine unter 44 gefunden die mir passen.
    Und meine Nitro sind ja "nur" 28.5 MP 43 1/3

  • Hey Leute, danke für Eure Beiträge!

    Ich wollte mir beinahe ein Flagship in 169W bei 88kg und 1,88 Größe zulegen, aber das scheint ja reiner Schwachsinn zu sein, wenn Ihr wusawusa bei 95 kg das 162W empfiehlt! Mein Boardladen wollte das lange wohl nur losewerden hab ich das Gefühl, denn von der Mittelbreite ist das 165W nur 4 mm schmaler als das 169er in Wide.

    Ist fahre immer gern eher am unteren als am oberen Gewichtslimit, damit das Brettl schön knackig bleibt, daher dachte ich länger läuft besser und hat mehr auftrieb im Powder...

  • Macht ein ein Custom X62Wide oder Custom 66Wide Sinn wenn man kein switch fährt ausser bei der Landung bei Sprüngen?

    Dachte immer ich müsste switch lernen damit man sich richtig smooth durch den schnee bewegen kann, aber das brauchts doch nicht wirdklich!

    Hab ein übel gutes angebot von einem Freund für´n Custom und kann es fast nicht ausschlagen...

    Eigentlich wollte ich mir eher das Flagship zulegen!

    mit welchem carve ich am besten und ist ein kurzes Custom x entspannter zu fahren und mit einem 166er custom vergleichbar ?

    Ich weiss auch wenn es durch die Carboneinlagen wesentlich aggressiver ausgelegt ist aber durch mein Gewicht wahrscheinlich zahmer wird...

  • Ich fand Deine Ausführungen bisher schon sehr logisch und wertvoll!

    Weiss nur nicht ob ich mich echt gleich auf ein korua legen soll, die machen mich ja schon an mit ihrer Waistbreite und der reduzierten Länge!