Bock auf mehr Board (Carving, Freeride)

  • Hallo zusammen,


    wie der Titel schon sagt habe ich Bock auf ein neues bzw. etwas "mehr" Board. Mein erstes und einziges eigenes Board ist mein Jones Explorer 161W (heißt mittlerweile Frontier). Damit bin ich die letzten 5-6 Jahre jeweils 10-15 Tage pro Saison im Schnitt unterwegs gewesen.

    Mit dem Board komme ich generell gut klar. Mittlerweile wünsche ich mir in manchen Bereichen etwas mehr Stabilität, Drive, Kantenhalt.

    Ich möchte gerne mal etwas neues ausprobieren, da ich neben dem Explorer bisher wenig Erfahrung habe.


    Eure Erfahrung hat mir schon sehr bei der Boot und Bindungsauswahl geholfen. Deshalb hoffe ich auch bei beim Board auf eure Tipps :)


    Zur mir:

    1,83m mit 80 kg

    Ride Lasso Pro in MP 27.5

    Rome Katana Fase


    Die vergleichsweise wenigen Tage die ich pro Saison fahre, möchte ich aber auch nutzen. Es geht mir nicht darum das Skigebiet zu erkunden um alles mal gesehen zu haben oder immer die nächste Hütte anzusteuern.

    Ich möchte aktiv fahren, habe Spaß daran auf meine Fahrtechnik zu achten und besser zu werden.

    Ich würde mich als intermediate bis leicht fortgeschrittenen Fahrer mittlerweile bezeichnen. Komme verschiedenste Pisten sauber und sicher runter und übe mich neben der Piste und beim Carven.


    Was soll das Board können?:

    40 % Piste carven und in unterschiedlichen Bedingungen guten Kantenhalt und Stabilität bieten.

    40 % neben der Piste bei wechselnden Bedingungen und auch steilerem Gelände Sicherheit bieten + guten Auftrieb im Powder

    20% Spaß auf kleinen natürlichen Features und Side Hits


    Park und Switch fahren sind kein Thema.


    Nach meinem Gefühl suche ich nach einem directional Allmountain / Freeride Board, das etwas steifer ist als das Explorer und mehr Camber bietet.

    Allerdings fehlt mir wie gesagt die Erfahrung. Korrigiert mich gerne.


    Mit ein Grund weshalb ich gerne auch etwas testen möchte bevor ich kaufe. Insofern das halt möglich ist.

    Ich bin demnächst noch für ein paar Tage am Arlberg. Ich war noch nie da, hatte aber gesehen, dass S'no control in St. Anton eine gute Auswahl an Demo Boards hat und das auch beim Kauf verrechnen.


    Diese Boards haben sie zur Auswahl. Jones und Korua sind mir sympathisch. Ist aber kein Muss.

    Quelle


    Empfehlungen müssen sich auch nicht auf diese Auswahl beschränken. Das sind nur die Boards die ich dann wahrscheinlich testen könnte.


    Auf meiner bisherigen Liste stehen:

    Jones Howler

    Korua Pencil


    Zwei wahrscheinlich recht unterschiedliche Boards aber mal anschauen schadet ja nicht.


    Nennt mir gerne eure Empfehlungen und Einschätzungen. Danke :)

  • Ich kann mangels Erfahrung nur mit wenig Boardwissen dienen, aber mein Ride MtnPig könnte exakt das sein, was Du suchst. Ich habe das (neuere) Splittail Modell, welches mehr oder weniger unverändert seit ca. 4-5 Jahren (?) produziert wird. Einzig es könnte je nach Bindungswinkel und Schuhlänge zu schmal für Dich sein. Ich fahr es mit 28,5 MP Ride Insano und Flow NX Carbon Bindung, brauche aber auch Riserpads um Bootout zu vermeiden. Mit Glück gibts ein Vorjahresmodell deutlich unter 300€.


    Ich hatte vorher ein Ride WarPig, was mit aber zu drehfreudig,verspielt war. Das MtnPig ist ein solides One-Quiver Board. Es dreht gut, liegt auch bei Geschwindigkeiten >50 kmh noch sicher, lässt sich gut carven und im Tiefschnee funzt es auch super. Wenn Du mehrheitlich im oberen mittleren Geschwindigkeitsbereich unterwegs bist, ist es definitiv einen Test wert!

  • Von der Liste der möglichen Boards würde ich das Capita Mercury noch mit auf den Zettel nehmen. Bin es zwar noch nicht gefahren aber von den Specs entspricht es ziemlich dem was Du suchst.


    Das BSOD dürfte ne Spur zu aggressiv sein kannst ja aber auch mal ausprobieren.


    VG Sven

  • von der Liste würde ich folgendes testen:


    - Burton Sketch Artist

    - Korua Transition Finder

    - Korua Cafe Racer

    - Capita BSOD

    - Capita Mercury

    - Capita Kazu

    - Salomon HPS Wolle Nyvelt

  • Danke für eure Vorschläge.

    Das wirkliche testen von mehreren Boards in St. Anton hat sich aber leider eher erledigt. Wir haben unsere Unterkunft am anderen Ende des Skigebiets und die Verbindungsstraße ist im Winter gesperrt. Das hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.

    Mit dem Board komplett rüberfahren, testen und wieder zurück an einem Tag ist auch nicht realistisch. Und über mehrere Tage auch quatsch.


    Aber trotzdem habe ich mich über die letzten Tage etwas in das Pencil verguckt.

    Wahrscheinlich werde ich es einfach mal bestellen. Falls es mir wirklich überhaupt nicht zusagt, kann man es ja immer noch wieder leicht gebraucht verkaufen. Aber davon gehe ich mal nicht aus.

    Ich würde es auch gar nicht als kompletten Ersatz zum Explorer sehen, sondern als Ergänzung. Wie viel ich das Explorer dann aber noch fahren werde, werde ich dann auch mal sehen :D


    Online Shops mit ggf. günstigeren Preisen scheint es für Korua Boards aber nicht wirklich zu geben oder?

    Dann also bei Korua direkt.

  • Korua macht das absichtlich. Die bieten keine Rabatte an, dafür sind die Bretter nicht gerade überteuert.

    Manchmal bekommt man in Shops auch was etwas günstiger, ist aber nicht all zu häufig.


    Wenn du testen willst, korua direkt gibt auch testboards raus. Auf dem Weg nach Österreich kannst das bei denen abholen und im Urlaub testen. Einfach mal bei denen melden.

  • Von wo reist du an? Hättest du Muße für einen kleinen Umweg und einen Zwischenstopp in Tettnang? Oder reißt dir deine Reiseleitung dafür den Kopf ab.

    Puh. Das wären ca. 40 min Umweg. Wir sind zu viert im Auto und reisen recht spät an. Also wäre nicht so optimal.

    Aber worum gehts denn?

  • In Tettnang gibts einen kleinen Store namens „Love Snowboarding“. Der Name ist Programm. Da ist jemand mit viel Hingabe am Werk. Ich war da vor Jahren mal um ein Board zu testen. Der Inhaber macht alles selbst, deshalb sollte man vorher einen Termin vereinbaren. Ich habe mich damals vorab telefonisch beraten lassen und das Board dann abgeholt.


    Service
    love snowboarding Tettnang
    love-snowboarding.com

  • In Tettnang gibts einen kleinen Store namens „Love Snowboarding“. Der Name ist Programm. Da ist jemand mit viel Hingabe am Werk. Ich war da vor Jahren mal um ein Board zu testen. Der Inhaber macht alles selbst, deshalb sollte man vorher einen Termin vereinbaren. Ich habe mich damals vorab telefonisch beraten lassen und das Board dann abgeholt.


    https://love-snowboarding.com/pages/service


    Vielen Dank für den Tipp :)


    Ich habe eben mit dem Inhaber telefoniert und hatte einen wirklich positiven sympathischen und kompetenten Eindruck.


    Unter anderem hat er vorgeschlagen:

    K2 Commonwealth

    Stranda Biru


    Ich hatte mir zuvor noch mal mehr Gedanken gemacht und erstmal gegen das Korua Pencil entschieden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für mich in Zukunft nochmal interessant wird aber für jetzt suche ich etwas mehr Allround taugliches.

    Dafür hab ich mehr in Richtung Transition Finder geschaut und schon ein paar mal kurz davor gewesen es zu bestellen :D


    Leider verkauft er kein Korua. Sonst würde ich auf jeden Fall versuchen bei ihm vorbeizufahren, mich beraten zu lassen und ein Board mitzunehmen. Aber ich schaue nochmal und wenn es kein Korua wird, dann fahre ich da vorbei.

    Je mehr ich mir nun auch das Biru anschaue, desto besser gefällt mir das. Auch wenn der Preis nicht ohne ist...


    Habt ihr aktuelle Erfahrungen mit dem Biru oder Transition finder?

    Gerade zum TF findet man ja die unterschiedlichsten Meinungen. Der eine berichtet es als supersteif und anstrengend zu fahren ohne dabei etwas besonders gut zu können. Der nächste schreibt mittlerer Flex und super spaßiges Board. Da ist es schwierig sich eine Meinung zu bilden.


    Und ja wie gesagt, das Biru finde ich auch ganz schön sexy...

  • Habt ihr aktuelle Erfahrungen mit dem Biru oder Transition finder?

    Gerade zum TF findet man ja die unterschiedlichsten Meinungen. Der eine berichtet es als supersteif und anstrengend zu fahren ohne dabei etwas besonders gut zu können. Der nächste schreibt mittlerer Flex und super spaßiges Board. Da ist es schwierig sich eine Meinung zu bilden.

    TF war in früheren Serien mal härter, als es jetzt ist. Deshalb muss man da schauen, von wann die Reviews sind. Das Aktuelle ist auf jeden Fall keine Planke, eher mid-stiff.

  • Hier nochmal abschließendes Feedback.


    Es ist das Stranda Biru 154 geworden. Die letzten 5 Tage war ich schon mit dem neuen Board am Arlberg. Von den Bedingungen war wirklich fast alles dabei. Harte und teilweise eisige Pisten, Slush am Nachmittag, aufgeschobene Hügel, zerfahrener etwas tieferer Schnee und am letzten sogar noch ca. 15 cm frischer Neuschnee.


    Ich bin schwer verliebt in das kleine Teufelchen.

    Die ersten paar Runs habe ich schon gebraucht um mich auf das doch schon andere Fahrgefühl im Vergleich zum Explorer umzustellen. Ich hatte auch ein klein bisschen Respekt, da es u.A. auf TGR für Advanced - Expert eingestuft und als "unforgiving / catchy" beschrieben wird.

    Ich kann aber nur sagen, dass ich das für mich zumindest nicht bestätigen kann. In den ganzen letzten Tagen hatte ich keine einzige blöde Situation die ich auf das Board zurückführen würde.

    Ganz im Gegenteil. Es hat mir echt Vertrauen gegeben und dafür gesorgt, dass ich in den paar Tagen schon mehr Fortschritte gemacht habe als in den letzten paar Urlauben zusammen.

    Ein größerer Teil davon ist bestimmt auch das auf TGR als "locked in" beschriebene Fahrverhalten. Ich konnte deutlich besser Grip generieren und auch endlich mal leichte wirklich saubere Heel edge carves.

    Auch straight line durch zerfahrenen Schnee oder manövrieren durch Hügel hindurch fand ich top.


    Ich könnte hier noch viel schreiben aber im Endeffekt bin ich einfach sehr happy mit dem neuen Board. Für mich persönlich genau das richtige.


  • Cool! :love: Hast du Try&Buy gemacht, oder es einfach so gekauft? Wie gefällt dir die Länge für 183 und 80kg? Ich würde gerne mehr über das Board erfahren. Wie sieht der Belag aus? Hat er einen Steinschliff mit Struktur?

    Ich hatte zwei mal mit love snowboarding telefoniert und es im Anschluss gekauft ohne es vorher zu testen. Er hat es nochmal frisch gewachst und auf dem Weg Richtung Arlberg haben wir die Übergabe gemacht. Alles top.


    Für mich fühlt sich die Größe des Boards sehr gut und passend an. Ich hab allerdings auch nicht so viele Vergleichswerte.

    Hab kein Bedürfnis es kleiner zu wählen, wie es der TGR Autor geschrieben hat. Ob das 157 für mich noch Vorteile bringen würde kann ich so nicht beurteilen. Da wäre die Waist für meine 27.5 / 28.0 Füße allerdings nochmal breiter.

    Mit der jetzigen Breite des 154 von 27.0 cm habe ich keine Probleme und es fühlt sich insgesamt etwas agiler an als das 161W Explorer mit 26.4 cm Waist.


    Ein Strukturschliff konnte ich nicht erkennen.

    Was mir aufgefallen ist, ist das sich der Belag Richtung Kanten ab Tag 3 vom satten schwarz Richtung grau geändert hat. Es hätte da also vielleicht schon wieder Wachs vertragen können.

    Leider hab ich mir, durch auf einer Skiroute im Schnee eingegrabenen Stein, direkt einen langen und tiefen Kratzer in die Base gezogen. Super ärgerlich aber wird ja auch zum fahren und nicht angucken gemacht...

    Trotzdem hat sich die Base auch an Tag 4 und 5 noch echt schnell angefühlt. Es ist öfters vorgekommen, dass andere auf flachen Passagen bei ähnlichem Tempo hängen geblieben sind und ich noch drüber gekommen bin. Muss nicht nur mit der Base zusammenhängen aber langsam ist die auf keinen Fall.


    Falls du es dir auch zulegen möchtest, es gibt gerade bei Stranda direkt 20% Rabatt aufs Biru, da wohl der Nachfolger ansteht.

    Ich hab den Rabatt knapp verpasst aber bin auch so sehr zufrieden es direkt im Laden mit entsprechendem Service gekauft zu haben.

  • Was mir aufgefallen ist, ist das sich der Belag Richtung Kanten ab Tag 3 vom satten schwarz Richtung grau geändert hat. Es hätte da also vielleicht schon wieder Wachs vertragen können.

    Du hättest vielleicht etwas Wachspaste oder Liquid zum Kaltwachsen mitnehmen können. Das Grau entlang der Kanten ist jetzt mindestens so unschön wie der Kratzer. Drei Tage ohne frisches Wachs ist schon eine ganz ordentliche Strecke. Unseren Wach-Thread kennst du?

  • Du hättest vielleicht etwas Wachspaste oder Liquid zum Kaltwachsen mitnehmen können. Das Grau entlang der Kanten ist jetzt mindestens so unschön wie der Kratzer. Drei Tage ohne frisches Wachs ist schon eine ganz ordentliche Strecke. Unseren Wach-Thread kennst du?

    Wachs Thread hatte ich mir zuvor noch nicht angesehen aber jetzt etwas eingelesen.

    Gerade dadurch, dass ich es nicht nur mit Factory Wachs sondern ordentlich durchgewachst bekommen habe, hab ich gar nicht darüber nachgedacht, dass es nicht reichten könnte.

    Wir hatten auch einen relativen Anfänger dabei, der die meisten steileren Pisten geradeaus mit hinterem Fuß rausdrehen runter gerutscht ist. Trotzdem war auf der Base nichts zu erkennen. Nachgewachst wurde da auch nicht.


    Naja, für die Zukunft weiß ich es besser und beschäftige mich nochmal mehr damit.


    Hier mal Bilder vom aktuellen Zustand. Mit bloßem Auge sieht es aber auch nicht so extrem aus. Die Handykamera verstärkt Kontraste nochmal in der automatischen Nachbearbeitung und das Licht genauso.

    Die Mitte der Base sieht auf dem Bild ja auch schon grau aus. Beim draufschauen sieht sie aber noch fast komplett satt schwarz aus in der Mitte.

    Wenn ich leicht mit dem Fingernagel drüber gehe, wird der Belag an der Stelle wieder dunkler. Siehe zweites Bild.

    Einmal editiert, zuletzt von tomato ()

  • kauf dir eine Stahlbürste (Holmenkol, Toko usw.) und bürste die Base vor dem Wachsen damit. So werden die Nanofasern aufgefrischt und können wieder Wachs aufnehmen. Die Vergrauung sollte dann zum größten Teil weg sein.


    Ich habe am Wochenende wieder einen ganz guten Vergleich gehabt. Am Samstag bestand die Piste quasi aus losen Eiskristallen am Berg und Slush im Tal, das hat die Base entsprechend stark beansprucht. In der Nacht zu Sonntag gab es ordentlich Neuschnee, das hat die Base am Sonntag überhaupt nicht interessiert. Bei solchen Bedingungen kann man problemlos 1 Woche am Stück fahren ohne zu wachsen. Bei Bedingungen wie am Samstag sind 3 Tage schon ordentlich.