Beratung für erstes Snowboard

  • Hey SixtyNiner,

    ich hab mir die Rossignol Boards mal angeguckt und vom Design her gefallen sie mir schon auch. Allerdings ist das Frenemy ein directional Twin und ich hätte lieber ein True Twin. Auch wenn der Unterschied nicht groß ist.

    Das Diva ist mir (zumindest von den Reviews her) zu Pistenlastig. Ich will zwar auch Piste fahren um meine Technik zu verbessern und um mal mit meinen Skifahrer-Freunden unterwegs sein zu können. Aber eigentlich möchte ich buttern und im Park über kleine Kicker springen und auch mal die eine oder andere Box mitnehmen. Das sind die Dinge die mir auch beim wakeboarden besonders viel spaß machen.


    Es wird sicherlich noch ein oder zwei Winter dauern bis ich das alles so drauf habe aber ich hätte da gerne ein Board mit dem ich Fortschritte machen kann und das ich dann auch in 2 Jahren noch fahren kann. Klar, irgendwann bin ich hoffentlich so gut, dass dann doch nochmal ein neues her muss aber es wäre eben erstmal schön, wenn ich ein paar Jahre was von dem Board habe, das ich mir jetzt aussuche.


    Ich hoffe, dass ihr mir nicht den Kopf abreißt aber irgendwie habe ich echt das Gefühl dass das Burton Rewind am Besten zu dem passt was ich machen möchte.

  • Du gibst Dir viel Mühe und nimmst die Auswahl offenbar sehr ernst. Das gefällt mir.


    Ich hatte die beiden Boards genannt, weil du weiter oben irgendwo mit dem Kantenhalt auf Eis nicht zufrieden warst. Die zwei Rossignols sind ebenda eine sichere Bank, weichen aber an anderer Stelle marginal von deinem Suchraster ab. Wenn Eisgriff Priorotät hat, sind die Rossignols richtig und die Tricks, die Du damit machen möchtest, sollten prinzipiell machbar sein. Wenn man sich Testfahren mit den verschiedenen Boards anschaut, sieht man, was damit alles geht. Deiner sportliche Entwicklung wird ein Twin nicht im Weg stehen. Selbst dann nicht, wenn es etwas direktionales hat. ;)

  • Sind die Burton Bretter nicht so gut? Oder hat das irgendwelche anderen Nachteile? Ich kenne mich bei den Snowboardherstellern wirklich noch nicht so aus.

    Ne.. Die Burton Sachen sind schon gut. Ist nur ne persönliche Abneigung.. :S

    Was haltet ihr von der Nitro Ivy oder der Burton Scribe?

    Nitro Ivy sollte passen. Mit den Burton Bindungen kenne ich mich nicht gut aus.. Hier ist die Lexa sonst immer das Damenmodell das häufig empfohlen wird.

    Wenn du jetzt wie mit dem Rewind auf was weicheres gehst kannst du auch Richtung Union Milan gehen, richtig gute Bindung aber deutlich weicher.

    Das Diva ist mir (zumindest von den Reviews her) zu Pistenlastig.

    Diva ist schon ein guter Allrounder. Würde mir keine Sorgen machen dass es zu Pistenlastig ist.

    Ich hoffe, dass ihr mir nicht den Kopf abreißt aber irgendwie habe ich echt das Gefühl dass das Burton Rewind am Besten zu dem passt was ich machen möchte

    Den Kopf abreißen wird dir hier keiner.

    Das Rewind passt auch ganz gut. Wenn du da ein besseres Gefühl hast spricht nichts dagegen das zu holen.


    So Allgemein: Sind alles gute Bretter die hier empfohlen wurden.. Ist dann im Endeffekt auch immer ein bisschen persönliches Empfinden wie sie am Ende passen...

    Mit einem weicheren Brett mit flacherem Camber bzw mehr Rocker Anteilen hast du es evtl am Anfang einfacher. Ich bin zwischenzeitlich mal auf ein weiches Flat Rocker umgestiegen zum Buttern, inzwischen bin ich aber wieder bei fast full camber auch für Flat tricks und Park.. Bietet einfach mehr Stabilität, dafür bedarf es mehr Technik..

  • Ich hatte die beiden Boards genannt, weil du weiter oben irgendwo mit dem Kantenhalt auf Eis nicht zufrieden warst.

    Ja, da hast du wohl recht aber irgendwie ist mir dann auch selbst aufgefallen, dass der Kantenhalt auf Eis bei mir nicht die oberste Priorität hat ^^ manchmal braucht man ja ein bisschen um rauszufinden was man wirklich möchte.



    Nitro Ivy sollte passen. Mit den Burton Bindungen kenne ich mich nicht gut aus.. Hier ist die Lexa sonst immer das Damenmodell das häufig empfohlen wird.

    Wenn du jetzt wie mit dem Rewind auf was weicheres gehst kannst du auch Richtung Union Milan gehen, richtig gute Bindung aber deutlich weicher.

    Also die Lexa und die Ivy sind ja etwas steifer im Flex, wenn ich das richtig gelesen habe. Macht das überhaupt Sinn eine steifere Bindung auf ein recht weiches Brett zu schrauben? Und könnte man Nitro Bindungen überhaupt auf dieses Channel-System von Burton schrauben? Bei Union schein das ja zu gehen :/

    Die Milan wäre ja recht weich, das würde dann ja zum Flex des Bretts passen...allerdings brauche ich eine gewisse seitliche Stabilität im Sprunggelenk, weil ich mir das leider schon beim waken verletzt hab.

  • Ich finde auf ein weicheres Brett kann ruhig auch eine weichere Bindung. Also Milan aufs Rewind würde passen.

    Die Kombi ist dann aber nicht zu vergleichen mit z.B. BoaF und Legacy..

    Je nach dem wie motiviert du bist und wie viel Zeit du auf dem Brett verbringst könntest du dich damit nach einer Weile schon nicht mehr zufrieden geben.

    Heißt jetzt aber nicht, dass dir die Kombi keinen Spaß macht.. Wäre wirklich nur wenn du dich gut entwickelst, deine Fahrtechnik sitzt und du dann richtung ausgiebig Carven und größere Obstacles, lange Butters gehst (Ich hab das am meisten beim Pressen gemerkt wieviel stabiler ich auf dem steiferen Brett bin)


    Man kann da mit den Bindungen auch ein bisschen kombinieren. Was ich an der Strata/Legacy so mag ist, dass sie durch die Minidisk recht flexibel wirkt aber doch recht steif ist zur Kraftübertragung. Wenn du die Trilogy nimmst mit der großen Disk, das versteift das Brett schon etwas. Könnte mir z.B.. das Paradise mit Trilogy gut vorstellen. BoaF mit Legacy ist schon eine top Kombi, mit der du, (wenn du nicht auf den Geschmack von ausgiebigen Powder Tagen kommst) keine Grenzen finden wirst... Fahre selbst die Strata auf einem Brett welches dem BoaF nicht unähnlich ist.


    Ich weiß, Snowboarden ist so schon ein teures Hobby, aber ich bin der Meinung gerade dann sind die kosten für einen Kurs, auch fortgeschrittenen Kurse oder mal 2-3h Privatlehrer echt gold Wert. Ich fahre jetzt ~18 Jahre und gönne mir immernoch ab und an nen Lehrer :)


    edit: ach ja.. Nitro Bindungen kann man auf Burton Bretter packen, man braucht aber ne spezielle Disk, ich meine die muss man extra kaufen, not sure....

  • Hey Pfon,

    dank dir nochmal, dass du mir immer mit reichlich input auf meine Fragen antwortest! Finde ich echt super.


    Je nach dem wie motiviert du bist und wie viel Zeit du auf dem Brett verbringst könntest du dich damit nach einer Weile schon nicht mehr zufrieden geben.

    Heißt jetzt aber nicht, dass dir die Kombi keinen Spaß macht.. Wäre wirklich nur wenn du dich gut entwickelst, deine Fahrtechnik sitzt und du dann richtung ausgiebig Carven und größere Obstacles, lange Butters gehst (Ich hab das am meisten beim Pressen gemerkt wieviel stabiler ich auf dem steiferen Brett bin)

    Das kann schon sein. Aber ich bin dann auch bereit mir ein neues Set-Up oder ein zusätzliches Brett zu holen, sollte ich mich wirklich irgendwann langweilen.

    Auf den ganz großen Obstacles sehe ich mich jetzt erstmal nicht, da bin ich noch zu schissig. Kann natürlich sein, dass das trotzdem irgendwann kommt :)

    Ich weiß, Snowboarden ist so schon ein teures Hobby, aber ich bin der Meinung gerade dann sind die kosten für einen Kurs, auch fortgeschrittenen Kurse oder mal 2-3h Privatlehrer echt gold Wert.

    Da hast du absolut recht. Ich nehme eigentlich auch immer einen Lehrer für mindestens einen Tag. Das ist ja eigentlich bei jedem Sport so, ich reite schon seit ich klein bin, nehme aber immer noch ab und zu Unterricht. Das bringt einen schon weiter und ist gut angelegtes Geld.


    Ich wollte ja eigentlich noch gar nicht sofort ein Set-up kaufen, weil der Winterurlaub gefühlt noch so weit weg ist. Aber nachdem ich mich jetzt tagelang damit beschäftigt und euch auf die Nerven gegangen bin habe ich mich jetzt doch schon entschieden 8|

    Ich hab nochmal alle Reviews und Infos durchforstet die ich so finden könnte und hab mich letztendlich für das Burton Rewind in 146 entschieden. Am Ende lief es auf eine Entscheidung zwischen BoaF und Rewind hinaus und beim Rewind habe ich ein besseres Gefühl. Ich glaube das BoaF ist noch eine Nummer zu groß für mich. Das kommt dann aber auf jeden Fall in Frage, wenn ich aus dem Rewind rausgewachsen bin!


    Die Boots hole ich nächste Woche ab, das werden die Nitro Crown TLS, die haben super gepasst. Und als Bindung werde ich die Burton Scribe nehmen, die "gehört" quasi zum Brett. Auf dem Brett ist eine Katze (2019er) und auf der Bindung eine Maus...Tja, da bin ich leider Klischee-Frau und kann nicht aus meiner Haut, das Design gefällt mir total gut ^^


    Danke an alle nochmal für die tolle Beratung! Ich werde dann Berichten wie ich klargekommen bin!

  • So, da mein Set-Up nun komplett ist, wollte ich heute mal die Bindung montieren. Ich bin mir jetzt aber unsicher ob das alles so richtig ist...vielleicht könntet ihr mal einen Blick werfen und mir sagen ob das so passt?

    Vor allem bei der Toe Ramp wusste ich echt nicht so genau wie weit man die nach vorne ziehen muss.

  • Die Bindung ist gut bemessen und gut montiert. Das sieht chic aus. Hiback-Rotation hast du offenbar auch schon eingestellt!?


    Wenn du es ganz genau wissen möchtest und gerne misst, habe ich einige Lese-Empfehlungen für dich.


    Der Abstand der beiden Füße zueinander (Stance Width) ist nicht unwichtig. Die auf den meisten Boards angegebene Reference Stance dient nur zur groben Orientierung. Weil diese (Ref.) Stance Width nicht zu jedem Körperbau passt, hat der Hersteller noch ein paar Inserts mehr eingebaut, so dass man den Bindungsabsatand und die Bindungsposition noch etwas verändern kann. Dein Burton hat ein Chanelsystem. Damit kann man die Stance Width sogar stufenlos variieren. Ich weiß nicht, wie Du den "richtigen" Bindungs-Abstand für dich ermittelt hast. Ich habe das in der Vergangenheit nur nach Gefühl gemacht. Dann wollte ich wissen, was diesem Gefühl eigentlich zu Grunde liegt und habe mir mal verschiedene Strategien zur Ermittlung der Stance Width im Netzt angelesen. Zwei dieser Ansätze habe ich hier zur Diskussion gestellt:


    https://www.snowboarden.de/for…n-stance-width-14108.html


    Auch den Bootüberstand (Overhang) - und das war vermutlich Deine Frage - habe ich mal genauer beleuchtet.


    https://www.snowboarden.de/for…nkel-ermitteln-14055.html


    Nach diesen Überlegungen habe ich den Overhang (bei meinem Board) vorne und hinten so eingestellt, dass sich auf der Frontside und auf der Backside in etwa identische Aufkantwinkel ergaben. (Aufkantwinkel um wie viel Grad kann ich das Board aufkanten, bis die Ferse (bzw. die Schuhspitze) den Schnee berührt.


    Auch das hast Du bei deinem Board bereits instinktiv gut gelöst. So wie ich dich hier kennengelernt habe, misst Du das jetzt sicherheitshalber noch einmal nach. ;-)

  • Dank euch für die Antworten!

    Ich finde der Überstand ist gut so. Bindungswinkel 15° und -15°? (Standart?)

    Ja, ich hab den erstmal auf 15/-15 eingestellt. Muss mal gucken ob das dann so bleibt, beim Wakeboard fahre ich +18/-18. Aber ich denke, da muss ich erstmal fahren um das zu fühlen, was mir da am Betsen passt. Die Einstellung lässt sich ja zum Glück ganz leicht ändern.



    Wenn du es ganz genau wissen möchtest und gerne misst, habe ich einige Lese-Empfehlungen für dich.

    Unbedingt! Ich werde lesen und natürlich messen! :) Danke für die Links.

    Die Stance Breite habe ich jetzt erstmal nach Gefühl eingestellt, ist allerdings etwas schmaler als der Reference Stance, meine Beine sind ja nicht so lang.

    Aber auch da muss ich mal gucken wie ich am Berg (oder in der Skihalle - so fürs erste) klarkomme.

  • Würde mich interessieren, wie du mit den Faustformeln klarkommst:

    • Körpergröße : 3 = Abstand
    • Abstand min. = Schulterbreite und Abstand max. = Unterschenkel (im Sitzen)

    Kannst dich ja mal nach Gefühl rantasten und anschließend Messen und validieren, welche der Rechen-Methoden bei Dir eher zum Ziel geführt hätte.

  • Also Laut Körpergröße:3 wäre mein Stance 54cm.

    Schulterbreite ist 46cm und Knie ist 52cm


    Auf meinem Wakeboard fahre ich den minimal möglichen Stance, das sind 54cm, wie gesagt mit +18/-18


    Auf dem Snowboard habe ich momentan einen Stance von 51cm eingestellt, mit +15/-15.

    Der Reference Stance liegt bei 53cm.

    Ich werde das jetzt mal in der Skihalle ausprobieren (wenn ich hoffentlich mal Zeit finde) und dann berichten, ob ich nochmal was verändert habe :)

  • Sieht alles gut auf den Bildern aus.

    Ich würd einfach deinen Stance vom Wakeboard übertragen und von da aus dann rumexperimentieren bis du gefunden hast was dir am besten taugt.

  • So, jetzt habe ich heute mal einen Ausflug in die Skihalle gemacht um endlich das neue Set-Up zu testen und ich muss sagen es gefällt mir wirklich richtig gut! Macht super viel Spaß damit zu fahren und ich bin von Anfang an richtig gut klargekommen.

    Hatte ja zunächst etwas Respekt vor dem Camber, war aber völlig unbegründet. Es fährt sich so viel angenehmer als das Leihbrett, das sind Welten unterschied. Bei dem Leihbrett hatte ich manchmal echt das Gefühl ich bin nur Beifahrer und egal was ich mache, es reagiert einfach viel zu langsam und ich muss total die übertriebenen Bewegungen machen. Heute hatte ich echt Kontrolle beim fahren! Es ist so angenehm dass das Board reagiert :) Kleinste Gewichtsverlagerung und es kam ne Reaktion. Richtig toll.

    Ich hab auch schön wieder switch fahren geübt, schön immer mal links vorne und dann wieder rechts. So dass ich mich eigentlich mit beiden Füßen gleich sicher gefühlt habe. Hat auch Spaß gemacht. Und es ist total praktisch wenn man einfach mit dem anderen Fuß weiter fahren kann nach einem Turn.


    Allerdings, nach etwa 4 Stunden war irgendwie die Luft raus. Von einer auf die andere Abfahrt ging gar nichts mehr. Richtig schön backside verkantet...hab dann erstmal Pause gemacht aber auch danach fühlte ich mich wie der absolute Snowboardanfänger. Ich bin nur noch rumgeeiert, egal welcher Fuß vorne war. Das war ein bisschen frustrierend...kennt ihr sowas? Muss ich mir Sorgen machen? 8|

    Als ich dann noch einmal ziemlich unsanft mit den Knien gebremst habe, habe ich entschieden aufzuhören. Hab dann noch eine Abfahrt gemacht, recht langsam und voll konzentriert. Das ging auch aber es war meilenweit von dem lockeren Fahren entfernt was ich vorher drauf hatte. Na ja, ich hoffe, dass es nur ein Konzentrationsproblem war...oder das es vielleicht am zu wenigen trinken und nichts essen lag und das ich das nächste mal wieder so schön entspannt fahren kann wie die ersten 4 Stunden heute.


    Ach so, der Wakeboard-Stance hat heute ganz gut funktioniert, ich denke aber das ich es im Urlaub dann nochmal mit einem etwas engeren Stance probieren werde, einfach um zu gucken wie es ist.

  • Markus

    Hat den Titel des Themas von „Kaufberatung erstes Snowboard“ zu „Beratung für erstes Snowboard“ geändert.