Snowboardforum gegen Corona-Virus

  • Meine Freundin ist jetzt traurig, weil sich ihre Snowcard um ein paar Tage wohl nicht rentiert hat ^^

    Dennoch (sieht sie ja auch so) die richtige Entscheidung, so schade das auch ist.


    Auf der anderen Seite war der Schnee vergangene Woche eh schon so miserabel, dass es eigentlich eher traurig war zu fahren. Jetzt also quasi der Gnadenschuss.

    If you're not falling down, you're not trying hard enough.

  • nach Ostern gehen die meisten "update: Gletscher" Gebiete wieder auf.


    Am Hintertuxer soll nun ausnahmsweise Betrieb von 8:00- 17:00 sein...


    plus nach neuesten Infos überfüllt.. jeder will seine Tirolcard und sonstige Karten auf Biegen und Brechen nutzen.


    Katastrophentourismus:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Das halte ich aber für ein Gerücht. Viele Skigebiete hatten auf Grund der Schneelage schon Probleme die zweite Osterwoche auf zu machen und haben Saisonzeiten nur bis zum 12.4. angegeben. Kann mir nicht vorstellen, dass außer die üblichen Gletschergebiete irgendwer wieder auf macht. Die Saison ist defakto am Sonntag um

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause! Und zwar unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht. So helfen Sie, sich und Ihr Umfeld vor dem Coronavirus zu schützen.

    Alle Rückkehrer also bitte nach Möglichkeit zuhause bleiben.

    If you're not falling down, you're not trying hard enough.

  • wer findet den Unterschied?


    Der Unterschied ist, dass dort alle einen Mundschutz tragen!


    "Doch in China bestand eine der Pflichten der Staatsbürgerschaft darin, Masken zu tragen. Seit dem 24. Januar, d.h. seit dem Start des von Präsident Xi Jinping unterzeichneten Notfallplans, sind alle chinesischen Bürger verpflichtet, in öffentlichen Räumen (d.h. auch auf der Straße) Masken zu tragen. Es gibt keinen Unterschied zwischen infizierten und gesunden Bürgern: Jeder muss es tun. Die Strafe ist die Verhaftung. Lässt sie sich einfach durch eine bestimmte Haltung zur Paranoia der chinesischen Institutionen erklären?"

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator



    Wie auch die Gruppe chinesischer Experten, die Italien zur Hilfe geeilt sind:


  • Johann Knieschluss


    ich glaub in China wars eine Vielzahl an Massnahmen, die sehr radikal waren.

    superstrenge Quarantäne, Messungen, Isolation, Desinfektion im Megaformat.. wenn schon Strassen besprüht wurden.. Gesichtsmasken waren auch überall (wobei die eher weniger Einfluss hatten).


    Die Massnahmen in Deutschland sind bislang lächerlich. Und die in Italien waren unzureichend (aber seriöser als in Deutschland), hoffen wir auf Besserung und Eindämmung


    In Deutschland explodiert die Anzahl an Infizierten gerade.


    Schweiz ist auch sehr schlimm betroffen

    Nr.3 bei Anzahl der Infizierten/Einwohnerzahl


    Norwegen Nr. 2


    Italien Nr1


    https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries


    wobei die Zahlen aus China teilw. angezweifelt werden.


    Korea hatte mit ähnlichem Konzept wie China Erfolg, bringt die Zahl aber seit ein paar Tagen nicht unter 100 Neuinfektionen pro Tag.


    was ich auch noch nicht verstehe.. wie kann ein Virus in einem Mehrfamilienhaus/Grossfamilie besiegt werden, der letzt Infizierte steckt den frisch Geheilten ja wieder spätestens nach 2 Wochen wieder an.

    3 Mal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Beitrag von SleazyMartinez ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • ok, jetzt werft ihr aber einiges zusammen. Die BZ ist erstmal keine glaubwürdige Quelle. Bei der Japanerin um die es geht würde ich wohl eher davon ausgehen dass der zweite Test falsch negativ war und nicht das sie sich ein zweites mal infiziert hat. Trotzdem ist in der Biologie grundsätzlich mal nichts unmöglich. Aber selbst wenn sie sich nochmal infiziert hätte, dann ist sie eine von vielen tausend. Die wahrscheinlichkeit, dass sich jemand in einem kurzen Zeitraum zweimal infiziert halte ich für gering.

    Hier gibt es zumindest mal eine Zusammenfassung der Immunantwort. Und dort wird auch eine in-vitro Studie zitiert die neutralisierende Antikörper nachweisen konnte:

    SARS-CoV infection induces seroconversion as early as day 4 after onset of disease and was found in most patients by 14 days. Long lasting specific IgG and neutralizing antibody are reported as long as 2 years after infection.For MERS-CoV infection, seroconversion is seen at the second or third week of disease onset. For both types of coronavirus infections, delayed and weak antibody response are associated with se-vere outcome. A limited serology details of SARS-CoV-2 was reported. In a preliminary study, one patient showed peak specific IgM at day 9 after disease onset and the switching to IgG by week 2. Interestingly, sera from 5 patients of con-firmed COVID-19 show some cross-reactivity with SARS-CoV, but not other coronavirus. Furthermore, all sera from patients were able to neutralize SARS-CoV-2 in an in vitro plaque assay, suggesting a possible successful mounting of the humoral responses. Whether the kinetic/titer of specific antibody cor-relates with disease severity remains to be investigated.


    Der Link zu dem Spiegel Artikel ist hier total fehl am Platz, da geht es um Rhinoviren und es wird gesagt, dass man sich mehr als einmal mit Rhinoviren infizieren kann, weil es über 100 Subtypen gibt. Mit jedem Subtyp kann man sich aber nur einmal infizieren.

    COVID-19 ist im übrigen ein Subtyp. Und ich bin mir sicher, dass hier jeder im Forum schon mal mit einem anderen Coronavirus subtyp infiziert war. Das sind nämlich ganz typische Atemwegs- oder Durchfallerreger (je nach subtyp eben).

  • In den letzten Tagen haben wir erleben müssen, dass die Hygiene-Basics, die ich bereits in einer ganz normalen Erkältungssaison praktiziere, allein offenbar noch nicht ausreichen, um bei den Covid-19 Neuinfektionen eine Trendwende herbeizuführen. Der Staat wirft inzwischen unbegrenzte Mittel in die Waagschale, Politiker sprechen von der größten Herausforderung seit Kriegsende und Mediziner schieben schon jetzt Sonderschichten. Auch der Einzelne ist nun explizit aufgefordert, seine Bemühungen zu erhöhen.


    Eventuell könnte man jetzt neben den Hand-Hygiene-Basics und Ausgangssperren auch in Erwägung ziehen, einfach seine unmittelbare Umgebung und persönliche Gegenstände etwas sauber zu halten, als sonst. Es gibt bislang keine Studie, die belegt, dass sich SARS-CoV-2 ausschließlich nur direkt über Tröpfchen und Aerosole (Airborne) überträgt. Tatsächlich rätseln die Wissenschaftler noch, über die genauen Infektionswege, weil es auch Infektionsketten gibt, die nicht zweifelsfrei mit einem unmittelbaren Kontakt von Mensch-zu-Mensch erklärt werden können. Shrew Besonders gespannt bin ich auch auf die Ergebnisse von Dr. Ricarda Schmithausen, von der Uni Bonn, die Luft- und Oberflächen-Proben in Heinsberger Haushalten genommen hat. (Leider weiß ich nicht, wo und wie die Uni Bonn die neuen Untersuchungsergebnisse publizieren wird. Vielleicht hast du da andere Recherche-Möglichkeiten.)


    Ob man die neuen SARS Krankheitserreger in "ausreichender" Menge von Oberflächen aufnehmen kann, ist bislang tatsächlich noch nicht belegt. Es ist aber auch nicht bewiesen, dass Sauberkeit im persönlichen Umfeld schadet. Selbst wenn man dadurch nur erreicht, dass man sich jetzt keine anderen überflüssigen Infektionen einfängt, ist das in meinen Augen schon ein Gewinn. Auch auf die Art entlastet man das Gesundheitssystem, einfach weil man nicht in der Sprechstunde hockt und damit die andernorts eventuell dringender benötigte Aufmerksamkeit eines Mediziners oder eines Labors bindet.


    Deshalb plädiere ich nochmals dafür, nicht nur Handys sondern auch andere häufig berührte Oberflächen sauber zu halten. Ich spreche hier bewusst nicht von Desinfektion, sondern nur vom regelmäßigen Reinigen. So wie hier:


    https://www.tk.de/techniker/ma…ne-haende-hygiene-2009266


    Das bekannte Leben gerät gerade aus den Fugen. Einige von uns haben ja jetzt etwas mehr Zeit. Und ich denke nicht, dass es unter den gegebenen Umständen zu viel verlangt ist, noch etwas mehr zu geben, als nur "nicht-husten".


    Sollte man dagegen in einem Krankenhaus tätig sein, müsste man eigentlich noch deutlich umsichtiger sein.



    Das Problem ist hier mE, dass gerade diese sehr häufig berührte Oberfläche "Smart-Phone" vom Reinigungspersonal nicht erreicht wird. Firmen und Krankenhäusern wird zwar empfohlen, Tastaturen, Gemeinschaftsdrucker, Aufzugknöpfe u.s.w. regelmäßig zu Reinigen und zu desinfizieren, weil bekannt ist, dass sich hier besonders "fiese" Keime tummeln. Das private Handy, also einer der meist-betatschten Gegenstände, entzieht sich im Krankenhaus leider sehr erfolgreiche diesen institutionellen Hygiene-Maßnahmen. Ich finde das in Hinblick auf die Krankenhaushygiene sehr bedenklich.

    2 Mal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • Ich denke Oberflächen sauber halten kann nie schaden :) Genauso wie ab und zu mal das Handy oder die Tastatur zu reinigen sicher sinnvoll ist.

    Auf die Studie die du angesprochen hast wäre ich auch gespannt, ich halte die Augen offen. Bisher ist da noch nichts veröffentlicht, ich nehme mal an das die Studie noch nicht abgeschlossen ist.


    Es gibt bislang keine Studie, die belegt, dass sich SARS-CoV-2 ausschließlich nur direkt über Tröpfchen und Aerosole (Airborne) überträgt.

    So eine Studie wird auch ziemlich schwer, da man einen negativen Beweis nicht führen kann. Bedeutet ich kann nur sagen, dass sich Corona eben über Tröpfchen und Aerosole überträgt. Wenn man jetzt Studien zur Übertragung über Oberflächen macht, dann sind nur positive Ergebnisse aussagekräftig.

    Bei negativen Ergebnissen kann man nie sicher sein, dass man nicht doch was übersehen oder einen systematischen Fehler gemacht hat. Deswegen ist die Aussage ja auch immer: Übertragung über Oberflächen ist unwahrscheinlich und nicht unmöglich. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass eine Übertragung über Oberflächen unter den richtigen Bedingungen prinzipiell möglich ist. Ich denke aber auch, dass diese Art der Übertragung für das Pandemie-Geschehen eine sehr, sehr untergeordnete Rolle spielt.

    Einmal editiert, zuletzt von Shrew ()

  • Johann über die Phasen sind wir hinweg.


    Und schlimm, dass es Italien mit Testen und Isolation nicht hinbekommen hat.


    Bei einem Ratio von Infektionen zu Toten (Annahme) 100:1 -> 1% wären ja derzeit 500000 Infizierte in Italien, getestet und erkannt 60000. 440000 Infizierte blieben unerkannt.


    Wenn es in Italien mit Ausgangssperre nicht klappt corona essentiell einzudämmen, dann wird es bitter.


    https://www.google.de/amp/s/am…mmun-article21647740.html



    Und zum Thema Qarantäne und Test+ gezielte Isolation (nach momentanem Stand die effektivste Methode)


    "Zum anderen legt die Studie aber auch dar, dass das Reduzieren von Kontakten innerhalb einer Stadt (zum Beispiel durch freiwillige Quarantänen oder einen verordneten Lockdown) nur die zweitgrößte Rolle spielt. Am wichtigsten sei bei Corona, Erkrankte zu isolieren und ihre Kontaktpersonen nachzuverfolgen, das sogenannte Contact Tracing. Als Maßnahme mit der geringsten Auswirkung auf die Fallzahlen sahen die Forscher in ihre Analyse das strikte Reiseverbot zwischen den Städten und ins Ausland."


    https://www.google.com/amp/s/w…-wirkung.htm/alt=amp.html

    Einmal editiert, zuletzt von Winterzahn ()

  • Das Contact Tracing ist sicherlich auch eine wirkungsvolle Maßnahme. Wie bei allen Gegenmaßnahmen ist aber auch hier das Timing ganz entscheidend. In einigen Bundesländern geht das jetzt eventuell noch. Es gibt aber auch dabei einen gewissen Punkt, ab da ist das nicht mehr zu stemmen, es sei denn, man nutzt Big-Data und trackt elektronisch.


    Auch das aktuelle Kontaktverbot ist sicherlich ein guter Ansatz, den man früher hätte zur Anwendung bringen können. Da Politiker aber immer darauf achten, keine unpopulären Entscheidungen zu treffen, begegnete man dem Problem zunächst mit Geldmitteln und nicht gleich mit einschneidenden Maßnahmen für die Bürger. Nachdem in Heinsberg die Schulen dicht waren, ist man dort zum Schwimmen, Skifahren und Fußball in die Nachbarkreise gefahren. Der Denkanstoß, dass man jetzt besser zu Hause bleibt, ist bei den zuständigen Politikern auf Widerspruch gestoßen. In den ersten Wochen, als hier noch über Fußball diskutiert wurde, fand man Stadionverbote für Heinsberger Fans "diskriminierend".


    Auch Dank Ischgl hat man deutschlandweit jetzt unzählige Brandnester. Dass die Einschläge näher kommen, bemerke ich auch daran, dass enge Freunde in häuslicher Quarantäne sind, weil sie im Beruf und in der Freizeit Kontakt zu nachweislich infizierten hatten. Eine Nachbarin der Eltern hat sich nach der Rückkehr aus Ischgl gleich selbst isoliert. Der anschließende Test war positiv - so wie bei mindestens sechs weiteren Mitreisenden. Hier hat vor allem Selbstdisziplin die weitere Ausbreitung unterbunden.


    Was das jetzige Kontaktverbot bringt, wird man in einigen Tagen sehen. Ich beobachte dazu verschiedene Quellen, die die Fallzahlen und Rohdaten unterschiedlich aufbereiten. Besonders gut finde ich die Darstellung der Süddeutschen Zeitung:


    https://www.sueddeutsche.de/thema/Coronavirus


    Dort beobachte ich vor allem die Verdoppelungszeit und den Trend.


    Für NRW betrachte ich die interaktive Karte der RP:


    https://rp-online.de/panorama/…rte-und-tote_aid-49470887


    Die Challenge und bescheidene Hoffnung ist, dass sich die Verdoppelung innerhalb der kommenden Tage verlangsamt und die Steigung abnimmt. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Kranken der nächsten 5-10 Tage jetzt schon infiziert sind und die eigentliche Krankheit gerade ausbrüten. Einige Verdoppelungen werden wir also noch sehen, bevor die Kontaktverbote eine erste Wirkung in der Kurvendiskussion der Fallzahlen zeigt.


    Wenn die Transmission auch indirekt durch Schmierinfektion oder Fäkal-Oral über Oberflächen oder über Zwischenwirte laufen kann, dann bringt Abstand zum Mitmenschen nur Teilerfolge. Will sagen: Wenn SARS-CoV-2 beispielsweise auch auf dem Griff vom Einkaufsagen lauert, kappt ein Kontaktverbot auch nur einen Teil der Infektionsketten.


    Ich erinnere mich noch gut an "übersichtliche" lokal begrenzte Epidemien in der Vergangenheit. Selbst bei bekannten, gut erforschten Erregern und stationären Infektions-Quellen ist die Rückverfolgung oft nicht leicht. Ich denke an:


    EHEC: https://www.spiegel.de/wirtsch…ie-gefunden-a-923249.html


    Legionellen in Warstein: https://de.wikipedia.org/wiki/…Ausbruch_in_Warstein_2013


    Noro-Virus in TK Erdbeeren auch China: https://www.bfr.bund.de/de/nor…ausbruch_2012-133211.html


    Der neue SARS-Erreger ist noch relativ unbekannt. Nur eines ist sicher: SARS-CoV-2 ist in vielerlei Hinsicht deutlich potenter als seine verwandten Vorgänger. Auch ich wüsste nun zu gerne, was das Muster hinter dieser viralen Erfolgsgeschichte ist.


    Auch wenn ich kein Virologe bin, betrachte ich dieses Rätsel mittlerweile als meine persönliche Herausforderung.


    Und zum Schluss noch eine Seuchen-Anekdote:


    https://www.spiegel.de/gesundh…pidemie-an-a-1149927.html

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()