Snowboardforum gegen Corona-Virus

  • Liebe Forianer,


    aus aktuellem Anlass der weltweit wachsenden Gesundheitsgefahr durch Sars-CoV-2 (auch Corona Virus gennant) möchte ich die Aufmerksamkeit, die dieses Forum genießt, dazu nutzen, noch einmal an eigentlich selbstverständliche Basics zu erinnern:


    https://www.infektionsschutz.d…n-Hygiene_schuetzt_A4.pdf


    Leider beobachtet man auch dieser Tage immer wieder Leute, die offenbar noch nicht wissen, dass man sich nicht in die Hände hustet und dass ein benutztes Taschentuch nicht in die Hosentasche gehört.


    Aus diesem Grund möchte ich Euch bitten, den obigen Link über alle Kanäle möglichst viral unter das Volk zu bringen - Hashtags, Foren, soziale Netzwerke. Ich selbst kann dies leider nicht.


    Denkt zusätzlich daran: Händewaschen und sich nicht dauernd ins Gesicht zu fassen hilft, das eigene Infektionsrisiko zu senken. Häufiges Händewaschen allein bringt meiner Meinung nach aber wenig, wenn man sich anschließend sein Handy-Display auf dem man schon den ganzen Tag in der Bahn und im Büro herumgefingert hat, direkt ins Gesicht klatscht, sobald es klingelt. Mein persönlicher Tipp: Nicht nur Hände waschen, sondern auch mal "Handy waschen". Drastisch ausgedrückt: Wer sich ein verschmiertes Display ins Gesicht drückt, kann auch gleich die Türklinke vom Bahnhofsklo küssen.


    Noch etwas: Jeder weiß, dass man von einem elend bettlägrigen, hustenden und fiebrigen Patienten und seinen Sekreten besser etwas Abstand hält. Der gute und jedem einleuchtende Rat, unter diesen Umständen etwas Distanz zum Kranken zu bewahren, geht meiner Meinung nach etwas an der aktuellen Realität vorbei, weil der infektiöse Wirt, der dieses Virus weiterverbreitet nicht elend im Bett liegt, sondern aktiv und fidel am gesellschaftlichen Leben teilnimmt. Hier ist ein Umdenken dringend nötig. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich möchte nicht jeden mit einem Schnupfen unter Quarantäne stellen. Man sollte sich aber in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz auch als gesunder oder nur etwas hüstelnder Mensch einfach so rücksichtsvoll verhalten, als wäre man bereits schwer erkrankt. Nur wenn es jetzt gelingt, dass sich auch Gesunde, einfach mal als potentielle Vieren-Schleudern begreifen, kann es gelingen, die Infektionskette noch zu unterbrechen. Wenn nicht, ist die weitere Verbreitung wohl nicht aufzuhalten.


    Also bleibt cool, aber aufmerksam und hoffentlich Fieberfrei!

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  • Corona, der "Handy-Virus"?


    Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr meine ich hier ein Muster zu erkennen. Besonders stark von Corona betroffen erscheinen derzeit Länder in denen das Handy in der Gesellschaft allgegenwärtig ist. In China geht schon lange nichts mehr ohne Handy. Südkorea ist das Mutterland von Samsung. Der Japaner kann ebenfalls nicht ohne und Italien war schon immer das Mutterland des Telefonino. Über die Handynutzung im Iran weiß ich zu wenig, aber die Iraner, die ich hier aus Deutschland kenne, legen das Handy auch kaum aus der Hand. Und auch bei uns in Deutschland ist das Klugtelefon inzwischen ja omnipräsent.


    Ich möchte mit meiner Überlegung nicht von der Möglichkeit einer direkten Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ablenken. Aber falls sich Corona-Vieren auch über infektiöse Sekrete auf unbelebten Gegenständen übertragen können, sehe ich das Handy als mögliche Zwischenstation und Transportvehikel ganz weit vorn. Beim Telefonieren ist die Handy Oberfläche in unmittelbarer Nähe des Mundes und den Tröpfchen, die beim Sprechen ausgeworfen werden, direkt ausgesetzt. Nach dem Telefonieren legt man auf und fasst dazu noch mitten hinein, in das frische Sekret. Von dort geht die Reise rasch weiter über die Türklinke an nächste Hand, die es dann beim anschließenden Mail-Check gleich wieder aufs Handy schmiert. Von dort hat der Erreger nun die besten Chancen gleich ohne weitere Umwege ins Gesicht und damit in die Nähe der Schleimhäute zu gelangen. Sobald es klingelt, ist das Handy nämlich im Gesicht und damit wäre der Erreger schon gefährlich nah ein den Einfallspforten Mund, Nase und Auge angekommen. Mit dem Handy als Zwischenstation und Transportmittel, werden die Wege für den Erreger von der Aerosolbildung beim Telefonieren, bis ins Gesicht des potentiellen Wirtes sehr kurz.


    Man könnte es nun als Propaganda abtun, aber Nord-Korea hat nach eigenen Angaben (noch) kein Problem mit Corona. Das könnte einerseits daran liegen, dass es kein attraktives Reiseland ist und daher nur wenige Erreger dort eingetragen werden. Dass es sich dort wenn überhaupt, eventuell nicht so explosionsartig verbreitet, wie andernorts, könnte eventuell auch daran liegen, dass in Nordkorea kaum ein "Schwein" ein Smartphone besitzt und der Erreger dort auf der Türklinke dann oft genug regelrecht "verhungert".


    https://de.wikipedia.org/wiki/…_Anzahl_an_Mobiltelefonen


    Shrew (Das war jetzt mal so ein "halbgebildeter" Guess meinerseits)


    Ich würde mir wünschen, wenn das RKI nicht nur darüber nachdenken würde, was im Gesundheitsbereich mit dem Nachttisch, dem Türgriff und dem Stethoskop zu passieren hat. Man sollte auch einmal hinterfragen, was auf dem Handy des Docs wohnt. Davon liest man leider nichts in den Hygieneempfehlungen des RKI:


    https://www.rki.de/DE/Content/…_Coronavirus/Hygiene.html

    2 Mal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • Also das mit der Übertragung durch Handys ist vermutlich möglich, wird aber nur sehr selten vorkommen. Behüllte Viren sind nicht sehr stabil gegen Trockenheit. Die Infektion von Mensch zu Mensch über Sekrete ist da schon deutlich dominierend.


    Und ich glaube, dass es in Nordkorea noch zu keinem Ausbruch gekommen ist, liegt daran, dass die Bevölkerung nicht reisen darf und das Land auch nicht durch viele Touristen heimgesucht wird. Zusätzlich wage ich zu beweifeln dass die Berichte aus Nordkorea immer der Wahrheit entsprechen. ;)


    Nichtsdestotrotz sind Handys wahre Keimschleudern und man sollte sie schon regelmäßig mal sauber machen. Auch wenn man selten vom eigenen Handy krank wird, da das ja die ganz eigenen Keime enthält.

    Wenn man aber ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte man wohl besser kein fremdes Handy in die Hand nehmen, geschweige denn damit telefonieren.<X

  • Also das mit der Übertragung durch Handys ist vermutlich möglich, wird aber nur sehr selten vorkommen. Behüllte Viren sind nicht sehr stabil gegen Trockenheit. Die Infektion von Mensch zu Mensch über Sekrete ist da schon deutlich dominierend.

    Genau dahin geht meine Überlegung. Außerhalb des Wirtes sind Vieren nur relativ Kurz überlebensfähig. Außerhalb des Wirts tickt die Uhr gegen ein Virus. Wie lange genau diese Corona-Vieren außerhalb des Körpers überleben können, ist vermutlich noch gar nicht hinreichend erforscht. Die Frage ist ja auch erst seit ein paar Wochen in der Welt. Man vermutet nun, dass es sich ähnlich verhält, wie bei anderen bekannten SARS-Erregern. "Vielleicht ein paar Stunden oder Tage", so genau kann einem das momentan keiner beantworten. Entscheidend scheint mir daher die "Reisegeschwindigkeit". In den Raum genießt, erreicht der Erreger 200Km/h. Mit dem Handy würde der Erreger zwar deutlich langsamer, aber auch sehr treffsicher von Mund über Hand zu Gesicht reisen. Auch unterläuft der Virus dort unsere "Deckung" weil die Aufmerksamkeit gegenwärtig auf dem Nießer, der Maske und bestenfalls der gelegentlichen Handhygiene ruht.

    Und ich glaube, dass es in Nordkorea noch zu keinem Ausbruch gekommen ist, liegt daran, dass die Bevölkerung nicht reisen darf und das Land auch nicht durch viele Touristen heimgesucht wird. Zusätzlich wage ich zu bezweifeln dass die Berichte aus Nordkorea immer der Wahrheit entsprechen. ;)


    Das sagte ich a auch schon.


    Ob es tatsächlich eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Handynutzungsfrequenz und der Verbreitungsgeschwindigkeit des Erregers gibt, müsste man untersuchen. Ich habe hier einfach mal ein paar wenige vorhandene Daten extrapoliert. ;-) Oder wie hast du das neulich ausgedrückt? "Reine Spekulation", wie meine Frau sagen würde. :-)


    Wenn man aber ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte man wohl besser kein fremdes Handy in die Hand nehmen, geschweige denn damit telefonieren.


    Das denke ich auch, aber ich beobachte auch die gedankenlosen Bewegungsmuster in meiner Umgebung. Erst alles anfassen, dann tip, tip, tip auf dem Display und schwupp ab damit ins Gesicht.


    Hände waschen und nicht ins Gesicht fassen, sind gute Tipps, die man derzeit sehr oft hört. Ich glaube aber dabei entgeht unserer Aufmerksamkeit etwas ganz wesentliches.


    Fettige und nur durch kaltes Wasser gezogene Biergläser verdränge ich einstweilen ganz. Sonst fange ich noch an, darüber nachzudenken, dass der Nordkoreaner im Allgemeinen und im Besonderen auch keinen Sitzungskarneval kennt. ^^

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • Außerhalb des Wirts tickt die Uhr gegen ein Virus. Wie lange genau diese Corona-Vieren außerhalb des Körpers überleben können, ist vermutlich noch gar nicht hinreichend erforscht.

    Doch hier z.B.

    Persistence of coronaviruses on inanimate surfaces and their inactivation with biocidal agents

    Ob es tatsächlich eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Handynutzungsfrequenz und der Verbreitungsgeschwindigkeit des Erregers gibt, müsste man untersuchen. Ich habe hier einfach mal ein paar wenige vorhandene Daten extrapoliert.

    Find ich grundsätzlich gut ^^

    Allerdings muss man dabei immer im Auge behalten das Korrelation nicht unbedingt auch Kausalität bedeutet.

    Der Punkt mit den Handys ist der, dass die meisten Leute nur ihr eigenes Telefon benutzen und die Übertragung von Türklinke auf Hände, dann aufs Handy, dann wieder auf die Hände und dann ins Gesicht ist viiiiiiiieeel unwahrscheinlicher als der Übertragungsweg Türklinke - Hand - Gesicht.

    Deswegen ist dein Ansatz zwar interessant spielt aber für die Coronavirus-Übertragung wahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle.

  • Ich mag das Niveau und die Diskussionskultur hier! Vor allem solche Sätze muss ich mir merken: Korrelation bedeutet nicht unbedingt Kausalität.


    Wie war das gleich? Wenn rote Autos signifikant häufiger in Unfälle verwickelt sind, muss man doch eigentlich nur die Autos anders lackieren? :)


    Und jetzt lese ich mal den verlinkten Fachartikel.

  • Ich habe mir die Studie mal durchgelesen. Hier geht es, wenn ich das richtig verstehe, um das Überleben verschiedener Vieren auf "trockenen unbelebten Oberflächen".


    Ich denke im Augenblick jedoch nicht an die nackte, trockene Oberfläche auf der sich im mikroskopischen Bereich ein paar Vieren tummeln, sondern an den auf manchem Tablet oder Smartphone-Display sichtbaren, makroskopischen Schmier aus Fingerschweiß, Hauttalg und Mucus, der ständig frisch angespuckt, angefeuchtet und mit dem Finger durchgemixt und bei Anruf direkt ins Gesicht transportiert wird. Zum Vergleich: Aus Virenperspektive ist ein einziger Fingerabdruck das, was für einen Menschen die Alpen sind - weites Land.


    https://www.wsj.com/articles/f…navirus-fears-11583512719


    ...weil Geldscheine gerade dann, wenn diese immer schön mit frischen Spuren von organischen Absonderungen der menschlichen Schleimhäute versorgt werden, besonders gute Überlebensbedingungen bieten:


    https://www.welt.de/wissenscha…ang-auf-Geldscheinen.html


    "Mit frischen Spuren menschlicher Absonderungen versorgt." Ich denke, dass gleiche gilt in besonderem Maße auch für Smartphones. Patient 0 Spuckt beim Telefonieren ständig sein Aerosol darauf, rührt darin herum, Patient 1 hält mit seinem Schweiß alles schön frisch und feucht, was er tagsüber so aufsammelt und auf der Oberfläche abklatscht.


    Manche Handys, sind vermutlich ebenso verseucht, wie Dollar-Noten. Allerdings könnte es sein, dass ein Phone als ein "persönlicher Gegenstand" irrtümlich irgendwie als "sauber" wahrgenommen wird, wie "mein Teller" und "mein Löffel"?


    Das wäre wohl ein Irrtum.

    Einmal editiert, zuletzt von SixtyNiner ()

  • wenn ich das richtig verstehe, um das Überleben verschiedener Vieren auf "trockenen unbelebten Oberflächen".

    Das verstehst du richtig, denn genau das ist ein smartphone. Ein smartphone besteht aus den Materialien Metall, Aluminum, Plastik, Silikon. Genau die Materialien wurden in den Studien getestet.

    Ich weiß nicht genau worauf du mit deinem Post hinaus willst :/ Der Artikel den ich verlinkt hatte, war ja ein Review, d.h. da sind schon diverse Studien zusammengefasst. Und die Studienlage sagt eben, dass das Virus (je nach Bedinungen) bis zu 9 Tage infektiös bleiben kann (aus nicht lebenden Oberflächen!).


    Ich denke im Augenblick jedoch nicht an die nackte, trockene Oberfläche auf der sich im mikroskopischen Bereich ein paar Vieren tummeln, sondern an den auf manchem Tablet oder Smartphone-Display sichtbaren, makroskopischen Schmier aus Fingerschweiß, Hauttalg und Mucus, der ständig frisch angespuckt, angefeuchtet und mit dem Finger durchgemixt und bei Anruf direkt ins Gesicht transportiert wird. Zum Vergleich: Aus Virenperspektive ist ein einziger Fingerabdruck das, was für einen Menschen die Alpen sind - weites Land.

    Das ist bei Viren ziemlich irrelvant. Viren sind keine Lebewesen. Proteine, Fette und Kohlenhydrate wirken da höchstens der Austrocknung entgegen oder halten pH konstant, was eventuell die Zeit verlängert in der das Virus infektiös bleibt.


    "In suspension, only HCoV-229E gradually lost its infectivity, while the other three viruses, including SARS-CoV, were stable for the entire duration of the experiment. The addition of FCS had no effect. In the dried state, a gradual loss of infectivity was observed for all four viruses tested. HCoV-229E and HSV-1 were most sensitive and completely lost their infectivity within 72 h, with or without added FCS. This is in agreement with previous studies [15]. In contrast, dried SARS-CoV retained its infectivity for as long as 6 days, with 10% FCS exerting a protective influence throughout. Only after 9 days in a dried state had SARS-CoV completely lost its infectivity."

    Quelle


    Da siehst du, dass FCS bei SARS einen Protektiven Effekt hat, so dass dieses Virus eben 9 Tage überlebt

    (FCS ist fetal calf serum, also genau das was du angesprochen hast:

    Fetales Kälberserum enthält eine Vielzahl von Proteinen, von denen heute noch nicht alle bekannt sind. Unter diesen Proteinen befinden sich auch Wachstumsfaktoren die für das Kultivieren von Zellen in Zellkulturflaschen notwendig sind. (Wikipedia))


    "We reporthere that pathogenic human coronavirus 229E remained infectious in a human lung cell culture model following at least 5 daysof persistence on a range of common nonbiocidal surface materials, including polytetrafluoroethylene (Teflon; PTFE), polyvinylchloride (PVC), ceramic tiles, glass, silicone rubber, and stainless steel. "

    Quelle 2


    Auch hier, das Virus bleibt ein paar Tage infektiös auf den verschiedenen Materialien.

    Aber:

    "Contamination of frequent touch surfaces in healthcare settings are therefore a potential source of viral transmission. Data on the transmissibility of coronaviruses from contaminated surfaces to hands were not found. However, it could be shown with influenza A virus that a contact of 5 s can transfer 31.6% of the viral load to the hands. The transfer efficiency was lower (1.5%) with parainfluenza virus 3 and a 5 s contact between the surface and the hands.

    (aus dem Artikel der oben verlinkt ist)


    Also, Coronaviren bleiben auf (nicht-lebendigen) Gegenständen (zu denen das Handy und der Geldschein gehören) eine gewisse Zeit infektiös aber wie die Übertragungsrate zurück auf Hände oder Gesicht ist, ist noch nicht geklärt. Da es bei Influenza mit einer Effizienz von 31,6% möglich ist, ist die Desinfektion von Oberflächen mit denen Erkrankte in Kontakt kommen, anzuraten. Und zwar mit den Mitteln und für die Zeitdauer wie im Review beschrieben.


    Ach so, falls du jetzt denkst "Aber die Geldscheine!" Hier wurden poröse Materialien (Schwämme!) getestet und da gab es keinen Unterschied zu den nicht-porösen Materialien.

    "We also tested HCoV survival after drying,according to a published protocol,12modified inorder to test different environmental surfaces whichare found in hospitals. In particular, we testedporous and non-porous surfaces since differencesin survival according to these types of surfaceswere described for other respiratory viruses.8,15Asexpected, virus survival after drying was shorter thanin suspension, without any differences between sur-faces or virus strains."


    Und noch was am Schluss, ich mag so Diskussionen, finde sie erweitern den Horizont aber die Welt und The Wallstreet Journal sind keine wissenschaftlichen Quellen. Da müsstest du dir schon die Mühe machen und die original Publikation heraussuchen. Dann lese ich mir die auch gerne durch. :)



    Und noch was ganz zum Schluss, du fokussierst dich hier auf einen Übertragungsweg der (nach aktueller Studienlage) nur eine extrem untergeordnete Rolle spielt. Die Übertragung Mensch zu Mensch ist einfach die entscheidende und hier sollte (und wird ja auch) angesetzt werden.

  • Ich weiß nicht genau worauf du mit deinem Post hinaus willst

    Ich denke, es geht jetzt darum die Aufmerksamkeit und Sensibilität für das Thema zu wecken und dafür zu sorgen, dass sich möglichst viele Leute mal ihre Gedanken um die zentrale Frage machen:


    Was kann der Einzelne dazu beitragen, um die Infektionsketten soweit zu unterbrechen, dass die Kurve der Neuinfektionen in absehbarer Zeit mal wieder abflacht. Andernfalls haben wir bald italienische Verhältnisse. Und das wäre nicht lustig.


    Ich mache mir diese Gedanken auch, aber nicht nur, weil wir respiratorische Vorerkrankungen in der Familie haben. Davon mal abgesehen, hätte auch ich gerne weiterhin ein funktionierende Gesundheitsversorgung ohne personelle Ausfälle. Auch sind wir wirtschaftlich davon Abhängig, dass die Produktion läuft. Das alles ginge aber nicht, wenn die halbe Belegschaft mit einem Krankenschein in Quarantäne säße.


    Nies-Etikette, Handhygiene und Abstand halte ich inzwischen eigentlich für selbstverständlich.


    Handhygiene nutzt meiner Meinung nach wenig, wenn die Finger sofort wieder in Hochfrequenz auf kontaminierten Oberflächen unterwegs sind. Ich denke, wir müssen die Handhygiene auch mal weiterdenken und exponierte Oberflächen in unserer unmittelbaren Umgebung anders wahrnehmen. Klobürsten sind bah. Aber Mamas Handy bekommen die Kinder sogar beim Essen zum Spielen. Gleiches gilt natürlich für Einkaufswagen, Computer-Tastaturen im Büro, Tablets, die in Schulen im Unterricht geteilt werden etc.


    Ich denke, dass auch dieser Gedankenaustausch einen kleinen Beitrag leistet, das Bewusstsein für Hygienemaßnahmen im Alltag zu verändern und im Idealfall noch etwas zu verbessern.


    Also bleibt aufmerksam und generell Gesund.

  • Ah, ok, jetzt habe ich dich verstanden! :thumbup:


    Was kann der Einzelne dazu beitragen, um die Infektionsketten soweit zu unterbrechen, dass die Kurve der Neuinfektionen in absehbarer Zeit mal wieder abflacht.

    Die Kurve wird in absehbarer Zeit nicht abflachen, das ist schlicht die Epidemiologie einer Viruserkrankung. Die lässt sich nämlich nicht mit einfachen Mitteln eindämmen. Beispiele aus dem Nutztierbereich gibt es sehr viele, da kann man schön sehen was nötig ist, um die Ausbreitung von viralen Seuchen wirklich zu verhindern. In der menschlichen Population sind die meisten dieser Maßnahmen aber natürlich nicht anwendbar.


    Was der einzelne tun kann ist klar und du hast entsprechende Infos ja auch oben in deinem ersten Post verlinkt. Alles andere ist nach momentaner Studienlage nicht nötig / sinnvoll und fällt daher erstmal unter unnötige Panik-mache (ausgenommen sind natürlich immungeschwächte, ältere und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen).

    Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall, Privatleute kaufen massen an Desinfektionsmitteln und Mundschutz, so dass Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen ohne da stehen. Ziemlich ungünstige Entwicklung. Zumal sogar die Onkologie der Charité schon beklaut wurde und das geht eben einfach gar nicht.


    Handhygiene nutzt meiner Meinung nach wenig, wenn die Finger sofort wieder in Hochfrequenz auf kontaminierten Oberflächen unterwegs sind.

    Doch, sie nutzt vor allem dann, wenn man sich nicht mit den Händen ins Gesicht fasst. Bedeutet, ich wasche mir jedes mal die Hände BEVOR ich mit meinen Fingern in mein Gesicht gehe. Da lässt sich ansetzten und dass ist eine sinnvolle und umsetzbare Möglichkeit. Das aufbrauchen von Desinfektionsmitteln um alle möglichen Oberflächen in Privathaushalten zu desinfizieren ist momentan maximal kontraproduktiv.


    Hier gibt es nochmal eine Zusammenfassung vom CDC zur Übertragung des Coronavirus

    Gibt auch einen Abschnitt zur Prävention, da wird deine Sorge auch aufgegriffen und es wird empfohlen Oberflächen regelmäßig zu reinigen. Allerdings (und das ist das wichtige momentan) mit normalen, haushaltsüblichen Reinigungsmitteln.

  • Ich möchte doch darum bitten so unbelegte Spekulationen wie Übertragung übers Handy und Mehrung von Fällen korrelierend mit Handynutzung zu vermeiden und sich an das zu halten, was die Regierung bzw. das Robert-Koch-Institut empfehlen, wenn es um Prävention geht.

    Das sind:

    • Hust- und Niesregeln einhalten, Handhygiene beachten. Möglichst auf Händeschütteln verzichten.
      Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen das Einhalten von Hust- und Niesregeln, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
      Stand: 06.03.2020
    • Mund-und-Nasenschutz nur tragen, wenn man erkrankt ist
      Wenn sich eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.
      Hingegen gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.
    • Unnützes Desinfizieren von Sachen und sich vermeiden, da keinerlei Mehrwert und man kauft Sachen auf, die woanders benötigt werden, daher Handhygiene ist A und O.
      Bei Coronaviren, die respiratorische Erkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung primär über Sekrete des Respirationstraktes. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich.

    RKI Informationen zu SARS-CoV-2 (Coronavirus)


    Es ist dumm genug, dass die Leute jetzt Desinfektionsmittel horten und stehlen, Handseife würd's halt auch tun. Das muss hier bitte nicht noch durch andere halbscharige Information befeuert werden.


    Bitte wenn möglich dann auch bei Diskussionen wie dieser (hat mir ja durchaus gefallen so an sich) auch wie Shrew wissenschaftliche Artikel posten und nicht das WSJ oder die Welt verlinken, denn die sind in leider zu vielen Fällen nicht in der Lage eine wissenschaftliche Studie zu verstehen und dann vernünftig widerzugeben. Da kommt dann sowas bei rum wie "Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine Tafel Schokolade am Tag Darmkrebs verhindern kann".


    Um Missverständnissen vorzubeugen.

    Das CDC empfiehlt ebenso häufig verwendete Objekte und Oberflächen regelmäßig mit einem normalen Haushaltsspray oder einem feuchten Tuch abzuwischen, das ist schon richtig. Ist aber eine generelle Maßnahme, die sie anraten, nichts speziell nun gegen den Coronavirus und die Übertragung über den Weg Mensch-Objekt-Mensch ist wie Shrew schon sagte nicht der Hauptübertragungsweg.

    If you're not falling down, you're not trying hard enough.

    2 Mal editiert, zuletzt von SleazyMartinez ()

  • Besonders gut gefällt mir dieser Hinweis:

    Das CDC empfiehlt ebenso häufig verwendete Objekte und Oberflächen regelmäßig mit einem normalen Haushaltsspray oder einem feuchten Tuch abzuwischen, das ist schon richtig.

    So wird am Ende noch ein Schuh daraus. Eine OP-mäßige chemische Flächendesinfektion optisch sauberer und trockener Oberflächen durch Alkohol hatte ich ursprünglich auch gar nicht im Sinn. Meine Idee hier war das regelmäßige Entfernen von sichtbarem Schmierschmutz von einem der im Alltag am häufigst verwendeten Objekte, das sich nicht nur dadurch auszeichnet, dass es uns überall hin begleitet, sondern uns auch noch besonders nah kommt.


    Vielleicht ist meine Überlegung ja auch völlig übertrieben und es ist doch nur das Miasma.

  • Es ist dumm genug, dass die Leute jetzt Desinfektionsmittel horten und stehlen, Handseife würd's halt auch tun. Das muss hier bitte nicht noch durch andere halbscharige Information befeuert werden.

    Das ist echt ne dumme Sache... Befreundete Ärzte haben mir gesagt, dass in der Klinik schon Leute Desinfektionsmittel klauen.. :cursing::cursing::cursing:

    Und Nachschub ist zur Zeit Mangelware.. Da frage ich mich echt in was für einer Welt wir hier leben.... echt traurig

  • Falsch. Jeder Zahnarzt und jede Helferin traegt einen Mundschutz bei der Behandlung. Warum wohl?

    Der Mundschutz ist gerade jetzt absolut wichtig um eine Verbreitung zumindest einzudaemmen bzw. zu verzoegern.

    Und Einweg-Gummihandschuhe ebenfalls.

    Ich bin nicht sicher, ob das nun Ironie ist. Wenn ja, sorry. Wenn nein, das:

    Ja, das ist halt der Unfug, den die Leute glauben, die sich nicht informieren und den Behörden nicht glauben wollen, sorry.

    Der gemeinhin erhältliche Mundschutz schützt dich nicht vor anderen, er verhindert nur, dass deine Keime zu anderen kommen.

    Zahnärzte tragen den nur kurz und der fürs medizinische Personal ist besser und kostet soviel dass den sich die "normalen" Bürger nicht oft kaufen würden.

    Schürt nur Panik und ist absolut dämlich den zu tragen, wenn man symptom- oder virusfrei ist.

    If you're not falling down, you're not trying hard enough.

  • Falsch. Jeder Zahnarzt und jede Helferin traegt einen Mundschutz bei der Behandlung. Warum wohl?

    Der Mundschutz ist gerade jetzt absolut wichtig um eine Verbreitung zumindest einzudaemmen bzw. zu verzoegern.

    Und Einweg-Gummihandschuhe ebenfalls.

    Ist das Ironie?

    Diese Mund und Nasenschutz dinger sind AUSatemschutz..


    edit: 2 dumme 1 Gedanke.. ^^